Die Sanierung der historischen Bastion im Schillerpark ist gesichert. Das Land Berlin übernimmt die Instandsetzung der denkmalgeschützten Anlage. Finanziert werden die Bauarbeiten aus dem Landeshaushalt. Das teilte Mathias Schulz, SPD-Abgeordneter für den Wahlkreis 5, mit.

Konkret sei vereinbart worden, dass die Grün Berlin GmbH die Planung übernimmt. Ab 2027 solle die Sanierung schrittweise beginnen. Die Mittel stammen aus dem Berliner Plätzeprogramm, so Schulz. „Die Sanierungsarbeiten werden in enger Abstimmung zwischen Senat, Bezirk, der Grün Berlin GmbH und denkmalpflegerischen Expert:innen durchgeführt, um den historischen Charakter der Anlage zu bewahren und gleichzeitig die Sicherheit und Zugänglichkeit für die Öffentlichkeit zu gewährleisten“, sagte der Abgeordnete.
Sorge um das Bauwerk wuchs seit Jahren
Noch vor mehr als einem Jahr hatte das Brunnenmagazin über den Verfall er Bastion berichtet (Rettung der Bastion im Schillerpark: Ein Aufruf zum Handeln). In den vergangenen Jahren hatte sich der bauliche Zustand der Bastion zunehmend verschlechtert. Herausgebrochene Steine, Risse in den Fugen und Brandschäden waren sichtbar geworden. In der Nachbarschaft und bei engagierten Weddinger:innen wuchs die Sorge um das Bauwerk.
2023 hatten Bruni Wildenhein-Lauterbach und Ulrich Dalibor von der SPD-Ortsgruppe Wedding-Schillerpark mit der Initiative „Rettet die Bastion – Stein des Anstoßes“ auf den Zustand des Wahrzeichens aufmerksam gemacht. Damals wurde deutlich, dass der Bezirk die Sanierung finanziell nicht allein stemmen kann. Die Kosten wurden auf einen Millionenbetrag geschätzt.

Bastion ist Baudenkmal – Park steht unter Schutz
Bastion und Schillerpark wurden 1913 an die Bevölkerung übergeben. Während die Bastion als Baudenkmal gilt, steht der Schillerpark seit 1986 unter Gartendenkmalschutz. Der Park selbst war in den vergangenen Jahren bereits punktuell instandgesetzt worden, insbesondere Wege wurden erneuert.
Anwohner berichten zudem, dass die Bastion zuletzt verstärkt als Rückzugsort für Obdachlose und Drogensüchtige genutzt wurde. Mit der geplanten Sanierung soll die Anlage wieder dauerhaft gesichert und öffentlich zugänglich bleiben.

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