Vergangene Woche war die Internationale Woche der Plasmaspende. Damit sollte auf die Bedeutung von Plasmaspenden, einer Form der Blutspende, hingewiesen werden. Im Haema Blut- und Plasma-Spendezentrum im Gesundbrunnen-Center haben sich am Donnerstag (9.10.) im Rahmen der Aktionswoche Spender:innen aus Berlin und Patient:innen, die auf Blutplasmaspenden angewiesen sind, getroffen.

„Die Internationale Woche der Plasmaspende ist wirklich ein weltweites Ereignis. Es ist wichtig, dass die Menschen in Deutschland wissen: Sie können das Leben von Freunden, Angehörigen und auch von Menschen, die sie nie getroffen haben, verändern, indem sie Plasma spenden“, sagte Micaela Hernandez am Rande des Treffens im Haema-Spendezentrum im Gesundbrunnen-Center. Sie selbst hat das Guillain-Barré-Syndrom (GBS), eine Erkrankung des Nervensystems. „Plasma ist der Ausgangspunkt für Medikamente, auf die Patienten wie ich angewiesen sind, und ich bin froh, dass ich diese Woche die Gelegenheit hatte, mich persönlich bei den Spendern zu bedanken“, so Hernandez. Über seine Motivation zur Plasmaspende berichtete der Berliner Spender Tilmann Häußler: „Für mich ist die regelmäßige Blutplasmaspende eine kleine Geste, die einen großen Effekt auf das Leben anderer hat. Es fühlt sich gut an, als Einzelperson so einen Beitrag leisten zu können.“
Das Treffen am Gesundbrunnen wurde von der Plasma Protein Therapeutics Association (PPTA), der Interessenvertretung der privaten Hersteller von plasmatischen Arzneimitteln, und der GBS/CIDP Foundation organisiert. Anlass war die Internationale Woche der Plasmaspende, die in diesem Jahr unter dem Motto „Plasma Powers Possibility“ (deutsch: Plasma eröffnet Möglichkeiten) stand. Mit der Aktion sollte auf das Thema aufmerksam gemacht sowie Wertschätzung gegenüber den Spender:innen gezeigt werden.

Blutplasma ist der flüssige Bestandteil des Blutes. Blutplasma-Spenden werden hauptsächlich zur Herstellung von Medikamenten benötigt, die Patienten erhalten, deren Blut aufgrund von Erkrankungen nicht mehr seine Funktionen erfüllen kann. Solche Krankheiten sind zum Beispiel Blutgerinnungsstörungen oder lebensgefährliche Abwehrschwächen wie HIV oder auch das Guillain-Barré-Syndrom. Hunderttausende Patient:innen sind weltweit auf Medikamente aus Blutplasma angewiesen.
Blutplasma spenden im Stadtteil
Alle gesunden Erwachsenen über 18 Jahre können Blutplasma spenden. Vor der ersten Spende ist ein Labortest nötig. Im Wedding/Gesundbrunnen ist eine Spende im Haema-Spendezentrum im Gesundbrunnen-Center in der Badstraße 4a möglich. Das Zentrum hat Montag bis Freitag immer von 8 bis 19 Uhr geöffnet. Es wird darum gebeten, für die Plasma- oder eine Blutspende einen Termin zu vereinbaren. Telefonisch ist das Haema-Spendezentrum unter (030) 49 76 92 10 erreichbar. Weitere Informationen zur Plasmaspende stehen auf der Webseite des Spendezentrums.
Im Stadtteil gibt es noch eine weitere Möglichkeit, Blutplasma zu spenden. Auch im Virchow-Klinikum am Augustenburger Platz ist das nach einer Voruntersuchung und mit Termin möglich. Interessenten melden sich zunächst für eine normale Blutspende an, bei der zusätzlich Blut für eine genauere Untersuchung abgenommen wird. Weitere Informationen stehen auf der Webseite ZTB, des Zentrums für Transfusionsmedizin und Zelltherapie des Virchow-Klinikums.
Dieser Text wurde von einem Menschen geschrieben. Er basiert auf einer Pressemitteilung der Plasma Protein Therapeutics Association (PPTA) und wurde von Dominique Hensel umgeschrieben und ergänzt.

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