In der Usedomer Straße im Brunnenviertel gibt es einen thematischen Spielplatz, den Lokspielplatz. Vor fünf Jahren wurde er neu gestaltet. Jakob Hensel (10 Jahre) hat Schaukel, Lok und Bahnhof nach langer Zeit mal wieder ausprobiert.

Den Lokspielplatz gibt es schon lange. Als ich ganz klein war, habe ich da schon gespielt. Damals war mein Lieblingsspielgerät die rote Dampflok. Als der Spielplatz neu gestaltet werden sollte und die Kinder mitentscheiden durften, wie er aussehen soll, hatte ich die Idee, dass der Spielplatz zu einem richtigen Eisenbahnspielplatz gemacht wird. So etwas hatte ich schon einmal bei der Waldeisenbahn in Bad Muskau gesehen. Deshalb habe ich meine Ideen abgegeben.
Vor fünf Jahren wurde der Spielplatz an der Ecke Usedomer Straße und Hussitenstraße neu eröffnet. Die Renovierung kostete über 150.000 Euro. Dafür haben wir einen guten Eisenbahnspielplatz bekommen, der aber eher für kleinere Kinder bis etwa sieben Jahre gedacht ist.
Auf dem Spielplatz gibt es ein Bahnhofshäuschen mit Abfahrtstafel, einen Prellbock, ein Signal, einen Bahnübergang mit Andreaskreuz, eine wacklige Holzbrücke, eine Spieldraisine, eine Wippe, einen Buddelkasten und die große rote Dampflok. Am besten gefällt mir das Signal, dass hoch- und runtergestellt werden kann. Außerdem mag ich die Nestschaukel. Aber noch besser finde ich die Schienen, die man entlangbalancieren kann. Auch an die Erwachsenen wurde gedacht: sie bekamen einen großen Picknicktisch und Bänke zum Sitzen. Außerdem gibt es viele große Bäume, das mögen Eltern und Kinder. Der Spielplatz ist ziemlich sauber. Das liegt daran, dass es viele Mülleimer gibt: drei Stück.

Der Spielplatz ist gerade nachmittags sehr beliebt. Dann sitzen die Eltern auf der Bank, picknicken und quatschen, während die Kinder schaukeln, balancieren, buddeln und Eisenbahn spielen. Der Spielplatz ist aber trotzdem nicht total überfüllt wie zum Beispiel der Spielplatz an der großen Wiese im Humboldthain. Man kann hier meist in Ruhe spielen.
Inzwischen bin ich eigentlich schon zu groß für den Lokspielplatz, aber es macht trotzdem noch Spaß, hier zu spielen. Ich finde, der Spielplatz ist gut gelungen. Trotzdem vermisse ich eine Schranke zum hoch- und runterkurbeln. Außerdem haben mir die Büsche damals besser gefallen, weil es dort viele kleine Trampfelpfade gab, auf denen man entlang rennen konnte.






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Der Text ist im Kiezmagazin „Eine Spielwiese für alle“ enthalten, das im dritten Quartal 2019 erschienen ist. Weitere Text aus dieser Ausgabe sind im Beitrag Kiezmagazin unterwegs im Humboldthain gesammelt und verlinkt.

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