Es ist ein idyllischer Garten, allerdings liegt er versteckt hinter dem „Haus der Jugend“. Nur wer das Familienzentrum Nauener Platz besucht, kennt und schätzt ihn. Dass das Familienzentrum mehr Menschen kennenlernen, dafür soll eine Mini-Doku-Serie sorgen, die Johanna Wollin und Randolfe Camarotto drehen wollen.

Johanna Wollin sieht sich im Garten des Familienzentrums Nauener Platz um und sagt: „Viele kennen diesen wunderbaren Ort nicht“. Sie will das Familienzentrum und auch die anderen Zentren in Mitte bekannter machen. Deshalb dreht sie zusammen mit dem Videographen Randolfe Camarotto einen rund zehnminütigen Film mit mehreren Kapiteln über die Einrichtungen. In den Ortsteilen Wedding und Gesundbrunnen sollen neben dem Familienzentrum Nauener Platz auch das Familienzentrum Wattstraße im Brunnenviertel und das Panke-Haus in der Soldiner Straße porträtiert werden. Insgesamt sind fünf Drehorte und 15 Drehtage geplant. Fünf Videokapitel mit einer Länge von jeweils anderthalb Minuten sollen entstehen. Zu Wort kommen sollen Mitarbeiter und Besucher. Doch vor allem Eindrücke von Veranstaltungen und Angeboten sollen in den Episoden zu sehen sein. Die Kapitel sollen so gestaltet sein, dass sie einzeln in den sozialen Medien wie Instagram und Co hochgeladen werden können.
Mehr Sichtbarkeit für die Wohnzimmer der Stadt
Auf die Idee zu dem Film kam Johanna Wollin als sie Anfang dieses Jahres während ihrer Arbeit als Geschichtenerzählerin erfuhr, dass der Senat bei den Treffpunkten für Familien sparen möchte. „Ich fand es unglaublich, dass es für diese Orte, die so viel leisten, kein Geld geben soll“, sagt Johanna Wollin. Sie vergleicht die Atmosphäre in ihrem Zentrum mit einem Wohnzimmer. Ihr war klar, dass die Angebote der Familienzentren sichtbarer werden müssen.
Der Film ist nicht beauftragt. Um eine finanzielle Anerkennung für ihr Ehrenamt zu erhalten, wird auf betterplace.org um Spenden gebeten. Auf der Plattform läuft ein Crowdfunding unter dem Titel Aktionsvideo: Im Herzen Berlins – willkommen in den Familienzentren. Wer möchte, kann sich daran noch beteiligen.


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