Neuer Grünzug und Ursula-Hirschmann-Platz eröffnet

Der neugestaltete Grünzug an der Ruheplatzstraße ist offiziell eröffnet worden. Gleichzeitig erhielt der Platz am Ende der Fläche an der Plantagenstraße den Namen Ursula-Hirschmann-Platz. Beide Orte sollen mehr Aufenthaltsqualität und neue Treffpunkte im Kiez sein.

Der neu gestaltete Grünzug an der Ruheplatzstraße. Foto: Hensel
Der neu gestaltete Grünzug an der Ruheplatzstraße. Foto: Hensel

Der Grünzug wird angenommen

Ganz am Ende ging es schnell: Die Nachbarschaft hat den neugestalteten Grünzug an der Ruheplatzstraße bereits zu ihrem neuen Wohnzimmer gemacht. Beim Besuch an einem warmen Tag waren die Tischtennisplatten in Benutzung, mehrere Mütter saßen auf einer Decke im Schatten unter den großen Bäumen und sahen ihren kleinen Kindern beim Spielen zu. Auf einer Bank teilten jüngere Menschen Essen und Getränke. Der erst vor wenigen Tagen offiziell eröffnete Grünzug wird sichtbar angenommen.

Nach der Baumaßnahme bietet sich ein ganz anderes Bild als noch vor einigen Jahren. Damals beklagten Anwohnende dunkle Ecken, die die langgestreckte Fläche zu einem Angstraum machten. Viele Menschen gingen hier nicht gern entlang und hielten sich ungern auf. Das ist nun offensichtlich anders. Genau das war auch das Ziel der Umgestaltung: die Aufenthaltsqualität und das Sicherheitsempfinden zu erhöhen und die Menschen zu ermutigen, die Fläche zu nutzen.

Mehr als eine Million Euro investiert

Etwas mehr als eine Million Euro sind in die Maßnahme geflossen. Die Mittel stammen aus dem Städtebauförderprogramm „Lebendige Zentren“ und wurden durch bezirkliche Einnahmen aus Ausgleichsbeträgen ergänzt. Komplett umgestaltet wurde die Grünfläche dabei nicht. Wozu also so viel Geld, könnte man fragen.

Investiert wurde unter anderem in mehrere Beteiligungsverfahren, bei denen Anwohnende sowie Kinder und Jugendliche ihre Ideen einbringen konnten. Hinzu kamen die eigentlichen Bauarbeiten: Wege wurden neu geordnet und barrierearm ausgebaut, außerdem entstanden Sichtachsen, die die Anlage offener und übersichtlicher machen.

Dazu kommen die Angebote, die die Nachbarschaft nun bereits eifrig nutzt: Die Spiel-, Bewegungs- und Aufenthaltsbereiche gab es zuvor nicht. Die großen Bäume blieben bei der Neugestaltung überwiegend erhalten, zusätzlich wurden neue gepflanzt. In einer Pressemitteilung des Bezirks zur Eröffnung heißt es dazu: „Ökologische Aspekte wie die Förderung der Biodiversität und die Verbesserung des Mikroklimas wurden ebenfalls berücksichtigt.“

Neuer Name für den Platz an der Plantagenstraße

Die Eröffnung des Grünzugs am 20. Mai wurde zudem durch die offizielle Benennung des Platzes am Ende der Fläche ergänzt. Auf dem zuvor unstrukturierten Abschnitt der Plantagenstraße gibt es nun ebenfalls neue Gestaltungselemente: Rund um eine kleine, inselartige Grünfläche entstanden Sitzmöglichkeiten mit kleinen Tischen, die zum Rasten und Spielen einladen. Ein neues Schild und eine Tafel weisen auf die Namensgeberin hin: die Europa-Aktivistin Ursula Hirschmann. Der Bezirk würdigt sie als Widerstandskämpferin gegen den Nationalsozialismus, Frauenrechtlerin und zentrale Akteurin der europäischen Einigungsbewegung.

Der Ursula-Hirschmann-Platz liegt in unmittelbarer Nähe der Wedding-Schule und der Volkshochschule. Mit seiner offenen Gestaltung soll er ein neuer Treffpunkt im vielfältigen Kiez werden.

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