Unser Autor setzt sich für den Haischutz ein und sammelt auch Spenden im Brunnenviertel. Hier erklärt er, warum er das macht. Von Jakob Hensel (12 Jahre)

Beim Baby- und Kinderflohmarkt Weiterreich, der einmal im Monat stattfindet, gibt es nicht nur Spielsachen zu kaufen. An einem Stand sind seit dem Sommer auch Informationen zum Thema Haischutz erhältlich. An diesem Stand geht es um die Naturschutzorganisation Sharkproject. Der Verein mit Sitz im hessischen Heusenstamm wurde 2002 gegründet. Sharkproject ist in der gesamten Welt im Bereich Meeres- und Haischutz tätig. Außerdem will die Organisation über den Notstand der Haie aufklären.

Von den 500 bekannten Haiarten stehen laut Sharkproject 100 auf der roten Liste der bedrohten Tierarten. Der Grund dafür ist, dass die Flossen der Haie besonders in Asien als Delikatesse gelten. Deswegen werden die Haie dort gejagt. Das Problem ist allerdings nicht nur eine Sache der Asiaten, denn auch in Deutschland wird Hai verzehrt, zum Beispiel als Schillerlocke. Das Fangen von Haien ist seit 2010 in der Europäischen Union zwar verboten, die Produkte werden aber importiert.
Der Umgang mit den Haien ist dabei besonders brutal, denn die Fischer schneiden den Tieren bei lebendigem Leib die Flossen ab. Den Rest des lebenden Körpers schmeißen sie ins Meer. Dort verenden die Tiere qualvoll. Wegen der Tradition des Haiverzehrs sind manche Haiarten kurz vor dem Aussterben. Weil die meisten Menschen Angst vor Haien haben, verstehen sie auch nicht, warum der Schutz der Tiere wichtig ist. Doch Haie sind sozusagen meeresrelevant, denn sie haben eine wichtige Funktion für das Gleichgewicht der Meere. Der südafrikanische Naturschützer Andrew F. Cobb sagt es so: „Ohne Haie stirbt das Meer und wenn das Meer stirbt, stirbt auch der Mensch“.
Übrigens sind Haie nicht so gefährlich wie im Kino dargestellt. So werden pro Jahr etwa 25.000 Menschen durch Hunde und 500 durch Elefanten getötet, aber gerade mal acht durch Haie.
Wer mehr über Sharkproject und den Haischutz erfahren will, der kann beim nächsten Flohmarkt an den Infostand kommen. Der Termin steht im Internet unter www.weiterreich.com. Beim Flohmarkt kann man am Infostand für den Haischutz spenden. Das geht allerdings auch direkt bei Sharkproject auf der Webseite (www.sharkproject.org). Dort kann man sogar eine Haipatenschaft übernehmen.
–> Die Hälfte meiner Einnahmen bei jedem Flohmarkt spende ich an Sharkproject Germany – hilf mir dabei!
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Der Text ist auch im gedruckten Kiezmagazin „Kunstspaziergang“ enthalten, das im vierten Quartal 2020 erschienen ist. Weitere Artikel dieser Ausgabe sind im Beitrag Neues Kiezmagazin: Kunstspaziergang im Brunnenviertel gesammelt und verlinkt.

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