Inselflüstern von der Gleim-Oase

wer mich bereits kennt, hat vielleicht vermutet, dass in der neuen Kiezzeitung etwas von mir zu lesen sein wird. Für alle anderen stelle ich mich kurz vor: Ich bin die Gleim-Oase und stehe direkt vor dem Gleimtunnel mitten auf der Straße. Wahrscheinlich bin ich die ungewöhnlichste Verkehrsinsel Berlins, weil ich eigentlich eine kleine Parkanlage bin – mit vielen Skulpturen aus Gitterrost.

Gehegt und gepflegt: die Gleim-Oase. Foto: Michael Becker
Gehegt und gepflegt: die Gleim-Oase. Foto: Michael Becker

Als die Mauer das Land und Berlin geteilt hat, wurde ich gebaut, direkt an der Grenze. Dann hat man mich jahrelang irgendwie vergessen. Seit cirka fünf Jahren werde ich von zwei Paten mit viel Herzblut unterstützen und gepflegt. So konnte ich mich neu erfinden, aber gleichzeitig meinen Charakter behalten.

Die Idee einer gedruckten Kolumne wuchs bereits vor einiger Zeit, weil nicht jeder einen Internetzugang besitzt und unsere Nachrichten online lesen kann. Nun ist eine neue Kiezzeitung am Start und ich freue mich sehr, daran mitwirken zu dürfen. Danke! Zukünftig werden an dieser Stelle aktuelle Infos zu Veranstaltungen bei mir, Anekdoten, Eindrücke und mehr zu lesen sein.

Wer mich mal wieder besuchen oder erst mal kennenlernen möchte, ist immer herzlich willkommen! Ihr findet mich in der Gleimstraße, direkt vor dem Gleimtunnel. Eine gute Gelegenheit ist zum Beispiel am 12. September. Im Rahmen der Sprach- und Lesewoche im Wedding findet bei mir um 13 Uhr die musikalische Lesung „Ein Lied für die Gleim-Oase“ statt. Auch an anderen Terminen gibt es Veranstaltungen bei mir, aber davon berichte ich beim nächsten Mal mehr.

Wer mehr über mich wissen möchte oder Erinnerungen an meine Kindheit in den 1980er-Jahren hat, kommt einfach ins Freizeiteck, Graun- Ecke Gleimstraße. Immer donnerstags von 16 bis 18 Uhr sind meine Paten dort anzutreffen. Im Internet findet ihr mich entweder auf Facebook unter http://www.facebook.com/gleim.oase oder auf der Internetseite www.gleim-oase.de.

Bis bald, Eure Gleimi

 Die Paten Holger Eckert
und Dunja Berndt hegen und pflegen die Oase seit
fünf Jahren. Foto: Hensel
Die Paten Holger Eckert
und Dunja Berndt hegen und pflegen die Oase seit
fünf Jahren. Foto: Hensel

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Der Beitrag ist im gedruckten Kiezmagazin „Zurück im Kiez“ enthalten, das im September 2015 erschienen ist. Weitere Artikel aus dem Heft sind hier zu finden: Neues Kiezmagazin: Zurück im Kiez.

Mehr Beiträge über die Stadtgärten im Wedding und in Gesundbrunnen sind auf der Seite Nachhaltigkeit im Wedding (Abschnitt „Urbanes Gärtnern“) zu finden.

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