Danke! Der Kinderladen ist gerettet

Nach einem tubulenten Jahr und einer aufreibenden Raumsuche ist der Kinderladen am Schillerpark (KiLa) an seinem neuen Standort angekommen. Das Drama um Berlins ältesten noch bestehenden Kinderladen hatte vor einem Jahr mit der plötzlichen Kündigung der Räume mitten im Kitajahr durch den privaten Vermieter begonnen. Am Samstag, dem 14. Juni, wurde das Kapitel mit einem Dankesfest im Schillerpark für die Unterstützerinnen und Unterstützer endgültig geschlossen.

Beim Dankesfest des Kinderladens im Schillerpark. Foto: Hensel
Beim Dankesfest des Kinderladens im Schillerpark. Foto: Hensel

Bange Tage haben die Eltern des kleinen Elterninitiativkindergartens in der Türkenstraße erlebt. Hinter ihnen liegt die plötzliche Kündigung des Mietvertrags, die lange Suche nach Alternativen und viele ungewisse Wochen, in denen sie nicht wussten, wie und wo ihre Kinder betreut werden sollen. Schließlich konnte der dreiköpfige Vorstand ein Lösung finden, der Kinderladen in eine leerstehende Kneipe an der Ecke Türkenstraße und Edinburger Straße ziehen, die noch umgebaut werden musste. Beim Dankesfest am 14. Juni ließen die Eltern, Freunde und Unterstützer:innen diese Zeit hinter sich. Der Kinderladen ist gerettet! Sagte Tabea, eine der Mütter des Kinderladens.

Beim Dankesfest im Schillerpark wurde eine lange Liste mit Namen verlesen. Namen der Menschen, die auf dem schwierigen Weg geholfen haben. Geduldig hörten alle zu, wie Name um Name vorgelesen wurde. Manche von den genannten Personen waren persönlich zum Dankesfest gekommen. Aus der Politik waren das zum Beispiel Bezirksstadtrat Christoph Keller (Linke) und der Abgeordnete Sven Rissmann, sowie die Bezirksverordnete Daniela Fritz (beide CDU). Für alle gab es Blumen und von den Kindern bemalte Tassen mit Süßigkeiten. Einige stellten sich für ein Gruppenbild auf, um den freudigen Tag festzuhalten.

Hannah Elsche (links, frühere Vorständin), Bezirksstadtrat Christoph Keller und KiLa-Leiterin Susanne Heimrod im neuen Kinderladen. Foto: Hensel
Hannah Elsche (links, frühere Vorständin), Bezirksstadtrat Christoph Keller und KiLa-Leiterin Susanne Heimrod im neuen Kinderladen. Foto: Hensel

Bei der fröhlichen Parkparty gab es vor allem viel gutes Essen und viele Gespräche. Die Erleichterung über die gute Wendung war greifbar. KiLa-Leiterin Susanne Heimrod führt alle, die es wollten, in kleinen Gruppen in den neuen Kinderladen vis a vis des Schillerparks. Alle konnten sehen: Aus der ehemaligen Kneipe ist ein heller und moderner Kinderladen geworden. 26 Kinder können hier wachsen und lernen. Ihre tolle Hochebene, die es schon im alten Kinderladen gab, konnten sie behalten. Es gibt eine kleine Küche, in der das Essen selbst gekocht wird und im hellen Bad sind überall bunte Fliesen zu sehen, die die Kinder bemalt haben.

Der nötige Umbau der alten Kneipe zu einem Ort für Kinder wurde mit Mitteln aus dem Kitaausbauprogramm des Senats finanziert. Der Kinderladen, der schon 1971 gegründet wurde, hat durch den Rauswurf nun sozusagen eine komplette Erneuerung erhalten. Glück im Unglück war das, denn nun ist der Kinderladen gerüstet für viele weitere Jahre.

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