Manufakturen sind geheimnisvolle Orte. Schon das Wort klingt nach alten Maschinen, nach Handarbeit und Fabriketagen, in denen kreative Menschen tätig sind. Was die Manufakturen, die kleinen Werkstätten im Wedding, in Gesundbrunnen, aber auch in Moabit, herstellen? Vielleicht Shirts mit einzigartigen Siebdruckmotiven oder besondere Schokolade. Vielleicht rösten sie den besten Kaffee im Wedding oder sie stellen nachhaltige Zero-Waste-Seifen her? Manufaktur klingt dagegen überhaupt nicht nach Hotel, nach Late-Check-in, Frühstücksbuffet und Kopfkissenmenü. Manufaktur und Hotel, das sind zwei ganz verschiedene Welten. Diese Welten bringt das Projekt „Manufaktur trifft Hotellobby – Berliner Produkte für Berliner Gäste“ jetzt zusammen.

Manufakturen und Hotels – zwei Welten treffen aufeinander
Hinter dem Projekt steckt die Idee, neue Netzwerke zwischen Hotellerie und Handwerk zu schaffen. Das zumindest ist der Gedanke, der die Wirtschaftsförderung Mitte umgetrieben hat, als sie die Weddinger Kommunikations- und Veranstaltungsagentur georg + georg beauftragt hat. Man könnte den Gedanken weiterspinnen: Neue Kontakte bringen auch neue wirtschaftliche Perspektiven. Wenn Hotelgäste die Zero-Waste-Seife entdecken, den weddingbesten Kaffee oder das besondere Wedding-Moabit-Shirt als Berlin-Souvenir, dann haben vielleicht alle etwas davon. Im Geschäftsdeutsch heißt das: Kleineren Manufakturen einen exklusiven Zugang zu touristischen Zielgruppen zu ermöglichen.

georg + georg und die kreative Szene im Wedding
Die Georgs, wie die Weddinger Agentur meist nur genannt wird, haben viele Jahre Erfahrung mit der Kreativszene im Wedding gesammelt. Unter der Überschrift „Made in Soldiner“ haben die Georgs Designer:innen, Kunsthandwerker, Malerinnen und Grafiker sowie viele weitere kreative Menschen kennengelernt und unterstützt. Sie haben den Panke Parcours, Weddings Musikfestival organisiert und mit dem Projekt „unverblümt Kulturexpeditionen“ Musik und Kultur in die letzten Ecken des Weddings getragen. Nun öffnen sie gleichzeitig die Tür eines Hotels und die Türen mehrerer Manufakturen. Es wird sich zeigen, wer hindurchgeht.

Erste Begegnung in der Hotellobby
Bereits am vergangenen Freitag (28.11.) hat die erste Begegnung in einer Hotellobby stattgefunden. Im Hotel „Big Mama“ in der Koloniestraße im Soldiner Kiez wurde sozusagen der Erstkontakt hergestellt. Mit dabei waren die Manufakturen „babassu soaps“, Bélaplume, Claystation Berlin, dezibel Spirituosen, KaWa Kaffee, Nathalie Scattolon Porträtzeichnung, Slow Sundays Jewellery und Wohlfarth Schokolade.

Nächster Termin in Moabit
Der nächste Termin steht bereits ins Hotellobby-Haus. Handwerk, Design und Kulinarik werden mit der Touristikwelt nämlich bereits am 4. Dezember wieder zusammengebracht, dieses Mal nicht im Wedding, sondern in Moabit. Der „MOA. Pop Up Store“ findet am Donnerstag, den 4. Dezember, ab 16 Uhr im Hotel Moa statt. In der Moabiter Stephanstraße 41 nehmen, so die Georgs, dann mehr als 30 lokale Manufakturen teil. Hierbei haben die Organisatoren Unterstützung von einem Kreativmarktbetreiber aus dem Wedding, von Maxime Rabot von BeMarket. In Kreativszenendeutsch heißt das: Kuratiert von BeMarket.

Das Projekt „Manufaktur trifft Hotellobby“ wird vom Bezirk Mitte gefördert und geht zunächst bis Ende dieses Jahres. Zur Webseite der Agentur georg + georg geht es hier entlang –> zur Agentur-Webseite.

Transparenzhinweis: Über den Tellerrand schauen ist wichtig. Das Brunnenmagazin ist deshalb gern Medienpartner des Projekts „Manufaktur trifft Hotellobby“.
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