Neue Pläne für das Quartier am Humboldthain, wieder Schneeeule-Weiße, eine Petition für das Parkcafé Rehberge und ein Festival zum Mitmachen: Das gibt es in dieser Ausgabe von „Wedding kurz & knapp“. Hier sind sieben kurze Meldungen und ein interessanter Link aus dem Wedding und aus Gesundbrunnen.
Die Schlagzeilen am 1. September 2026
- Bis zu 1.000 Wohnungen am Humboldthain
- Es gibt wieder Schneeeule-Weiße!
- Parkcafé Rehberge: Initiative macht Druck
- „Mein Wedding“: Die Jury hat entschieden
- Maker Festival bringt junge Tüftler an die BHT
- Lange Nacht der Manufakturen kommt in den Wedding
- Kiezspaziergang entlang der Panke

Bis zu 1.000 Wohnungen am Humboldthain?
Am ehemaligen AEG- und Nixdorf-Areal in Gesundbrunnen könnte es eine überraschende Planänderung geben: Projektentwickler Coros bringt bis zu 1.000 Wohnungen ins Gespräch. Darüber hat der Tagesspiegel zuerst berichtet. Bislang ist auf dem 6,5 Hektar großen Gelände ein Gewerbe- und Wissenschaftsquartier mit Büros, Laboren, Forschungs- und Bildungseinrichtungen sowie Produktionsflächen geplant. Bis zu 8.000 Menschen sollen dort arbeiten.
Grund für den neuen Vorschlag ist laut Coros die veränderte Nachfrage nach Büro- und Forschungsflächen. Rund 30 Prozent der Wohnungen könnten gefördert werden. Unterstützung kommt aus der Bezirkspolitik. Senat und Verwaltung stehen dem Vorstoß dagegen bislang zurückhaltend gegenüber. Der geltende Bebauungsplan sieht ausschließlich Gewerbe vor; ein offizieller Antrag des Entwicklers liegt dem Bezirk noch nicht vor.
Auch für die denkmalgeschützte Himmelfahrtkirche könnte eine Überarbeitung der Planung interessant sein. Die Kirchengemeinde hofft, dass die Neubauten so angepasst werden, dass die Kirche künftig nicht zu stark verschattet wird. Über die besonderen Bartning-Fenster der Kirche hat das Brunnenmagazin bereits berichtet: Himmelfahrtkirche: Die besonderen Bartning-Fenster.
Der Rückbau der Nixdorf-Fabrik läuft bereits. Mehr dazu: Quartier am Humboldthain: Der Rückbau beginnt. Einen Überblick über die bisherige Planung gibt der Beitrag Quartier am Humboldthain.

Es gibt wieder Schneeeule-Weiße!
Die Schneeeule-Brauerin Ulrike Genz ist wieder da – wenn auch nicht im Wedding. Nach dem Aus für ihren Salon in der Ofener Straße arbeitet sie inzwischen mit anderen Brauereien zusammen und entwickelt neue Berliner-Weiße-Kreationen.
Gemeinsam mit der mexikanischen Hercules-Brauerei entstand eine kräftigere Export Berliner Weisse mit Gewürzen wie Piment, Wacholder und Lorbeer. In Berlin hat Genz mit der Brauerei Lemke außerdem gleich drei Berliner Weiße gebraut: „Dit Dufte“ pur, „Dit Schicke“ mit Lavendel und „Dit Wilde“ mit Brombeere. Sie wurden auf der Berlin Beer Week vergangene Woche vorgestellt und sind ab 4. September in im Online-Shop der Lemke-Brauerei und in allen Locations der Brauerei zu haben – solange der Vorrat reicht.
Auch bei Veranstaltungen ist die Brauerin wieder aktiv. Im Neuköllner Schattenwerk lädt sie im Rahmen der Berlin Beer Week am 3. September zu einem Vortrag über die Geschichte des Bieres und der Berliner Weiße ein. Hier kann auch das Schneeeule-Bier gekostet werden.
Warum der Schneeeule-Salon im Wedding geschlossen wurde, steht im Beitrag „Trauriges Ende für Weddinger Schneeeule-Brauerei“.

Parkcafé Rehberge: Initiative macht Druck
Die Initiative für die Wiedereröffnung des Parkcafés Rehberge macht Druck auf das Bezirksamt Mitte. Mit der Online-Petition „Jetzt den Weg frei machen für die Wiedereröffnung des Parkcafés Rehberge!“ fordert sie das Bezirksamt auf, den zugesagten beziehungsweise vereinbarten Gestattungsvertrag bereitzustellen und abzuschließen. 261 Menschen haben die Petition bereits unterschrieben, Ziel sind 500 Unterschriften.
Ohne den Vertrag kann der nächste Schritt für die Förderung und die Wiedereröffnung des historischen Cafés nicht erfolgen. Die Initiative arbeitet seit mehr als fünf Jahren an der Wiederbelebung des Parkcafés und hat nach eigenen Angaben die erforderlichen Unterlagen für die beantragte Förderung zusammengetragen. Im Beitrag „Reaktivierung des Parkcafés Rehberge: Jetzt oder nie!“ steht der Hintergrund des langwierigen Prozesses.
Sollte bis zur nächsten Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung am 17. September kein Vertrag vorliegen, will der Verein die bis dahin gesammelten Unterschriften in die Sitzung mitbringen und damit den Druck auf den Bezirk erhöhen.
Die Petition ist online verfügbar. Außerdem sammelt die Initiative bei ihren Veranstaltungen weitere Unterschriften. Die nächste Gelegenheit gibt es am 13. September: Ab 14 Uhr lädt der Verein im Rahmen des Tags des offenen Denkmals zum Parkcafé im Volkspark Rehberge ein.

„Mein Wedding“: Die Jury hat entschieden
Die Bewerbungsfrist für den Plakat- und Kunstwettbewerb „Mein Wedding“ ist vorbei: In diesem Jahr wurden 173 Motive eingereicht. Eine Jury hat am 24. August die zwölf Arbeiten für die Freiluftausstellung ausgewählt. Auch die drei Jurypreise stehen fest.
Bei der Vernissage am 1. Oktober werden die Gewinner bekannt gegeben. Die Ausstellung wird ab 17.30 Uhr in der Schiller-Bibliothek eröffnet. Danach sind die Weddinger gefragt: In einer Publikumsabstimmung können sie ihren Favoriten wählen und damit den Publikumspreis vergeben. Wie und wann abgestimmt werden kann, wird zur Vernissage bekannt gegeben.
Mehr zum Wettbewerb gibt es in unseren bisherigen Beiträgen zu „Mein Wedding“.

Maker Festival bringt junge Tüftler an die BHT
Hacken, Tüfteln und Programmieren: Am 19. September lädt „Make Your School“ zum Maker Festival an die Berliner Hochschule für Technik (BHT) ein. Jugendliche aus ganz Deutschland zeigen ihre selbst entwickelten Ideen und Prototypen für die Schule.
Auch Besucher können selbst aktiv werden – etwa eine Mosaiklampe bauen, ein Retro-Videospiel programmieren oder Musikinstrumente aus Recyclingmaterial herstellen. Außerdem gibt es eine Keynote mit Artemis-Ingenieurin Annemarie Lohse und ein DJ-Set. Das Festival findet von 12 bis 18 Uhr in der BHT (Haus Grashof), Luxemburger Straße 10, statt. Der Eintritt ist frei. Für einige Workshops ist bis zum 16. September eine Anmeldung erforderlich. Infos und das Programm gibt es online: makeyourschool.de/maker-festival
Das Maker Festival findet seit 2019 jedes Jahr statt. Zuletzt war es dreimal im Zeiss-Großplanetarium zu Gast. In diesem Jahr findet es erstmals an der BHT im Wedding statt.

Lange Nacht der Manufakturen kommt in den Wedding
Am 17. Oktober findet erstmals die Lange Nacht der Manufakturen in Berlin-Mitte statt. Von 16 bis 24 Uhr öffnen ausgewählte Manufakturen, Werkstätten und Ateliers in Mitte, Wedding, Moabit, Tiergarten, Gesundbrunnen und im Hansaviertel ihre Türen. Geplant sind rund 30 bis 40 Betriebe aus den Bereichen Genuss, Kunst und Design, Mode und Schmuck sowie Handwerk. Vorgesehen sind unter anderem offene Werkstätten, Führungen, Live-Demonstrationen, Verkostungen und Workshops.
Noch bis zum 13. September können sich Manufakturen, Werkstätten und Ateliers aus dem Bezirk für die Teilnahme bewerben. Das vollständige Programm soll nach Abschluss des Auswahlverfahrens veröffentlicht werden. Infos und Bewerbung gibt es online: Lange Nacht der Manufakturen.

Kiezspaziergang entlang der Panke
Was passiert mit der Panke und den Grünflächen im Kiez? Beim Kiezspaziergang durch die Bezirksregion Osloer Straße am 3. September können Nachbarn und Interessierte mit Bezirksstadtrat Christopher Schriner und lokalen Akteuren darüber ins Gespräch kommen.
Von 16 bis 18 Uhr geht es unter anderem um die geplante Renaturierung der Panke, die Kleingärten entlang des Flusses, den Sankt-Elisabeth-Friedhof II mit dem Gemeinschaftsgarten ElisaBeet und die Veränderungen der Bestattungskultur. Treffpunkt ist an der Pankebrücke an der Soldiner Straße/Ecke Stockholmer Straße. Der Spaziergang ist barrierefrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Ein Link zum Schluss: Noch bis zum 7. September können sich kleine soziale Träger für den Segenspreis des Paul-Gerhardt-Stifts bewerben. Hier geht es zur Bewerbung.
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Noch mehr Kurzmeldungen aus dem Wedding und aus Gesundbrunnen gibt es unter dem Suchbegriff Wedding kurz und knapp

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