Im Nachbarschaftstreff Waschküche in der Feldstraße stehen immer viele interessante Veranstaltungen im Kalender. Lesung, Lach-Yoga, Konzert, Kiezfrühstück oder Buchklub – das Angebot ist bunt gemischt. Neulich gab es einen Workshop vom Gemeinschaftsgarten Himmelbeet, in dem Naturkosmetik selbst gemacht werden konnte. Wer ihn verpasst hat, kann in diesem Text nachlesen oder zum nächsten kostenfreien Workshop gehen. Der Termin steht auch im Beitrag.

Ich muss zugeben, ich habe mich an den Geruch noch nicht richtig gewöhnt. Die selbstgemachte Körperbutter riecht nach einem Duft namens Palmarosa. Ich mochte ihn von Anfang an nicht so richtig. Aber ich habe die Körperbutter zusammen mit anderen in einer Gruppe hergestellt. Das ging ganz einfach und hat viel Spaß gemacht. Am kompliziertesten dabei war die Gruppenentscheidung, welchen Duft die Körperbutter bekommen soll. Es gab mehrere Gerüche zur Auswahl, bis auf Vanille mochte ich keinen davon. Bei den anderen war die Nasenentscheidung leicht anders und so einigten wir uns am Ende auf Palmarosa, den Duftstoff eines tropischen Süßgrases. Rosenähnlich soll er sein. Es steht fest: Wenn ich mir künftig selbst Körperbutter mache, dann wähle ich Vanille – oder noch besser – keinen Duftstoff.
Die Herstellung der Körperbutter ist einfach: Zutaten abwiegen, erhitzen, rühren, in Gläschen abfüllen und abkühlen lassen. Und ich kann berichten, dass die Körperbutter gut in die Haut einzieht und die Trockenheit nimmt. Kurz: ich bin sehr zufrieden.




Körperbutter und festes Shampoo
Den Geruch des festen Shampoos finde ich viel besser. Hier hat sich in der Gruppe die Meinung durchgesetzt, Vanille wäre gut. Deshalb haben wir nach dem Abwiegen, Erhitzen und Rühren der Zutaten ein paar Tropfen Vanilleduft in die Masse gegeben, die dann in Silikon-Muffinförmchen fest wurde und nun wirklich gut riecht. Ausprobiert habe ich das feste Muffin-Shampoo zu Hause noch nicht. Aber jedes Mal, wenn ich die Form in meinem Bad sehe, denke ich, dass man sie von Geruch und Aussehen her leicht für einen echten Muffin halten könnte. Zum Glück hat noch niemand in der Familie aus Neugier hineingebissen.
Nun habe ich zwei selbstgemachte Naturkosmetika hergestellt und bin überrascht, wie leicht das ist, wenn man alle Zutaten hat. Da liegt aber wahrscheinlich der Hund begraben, wie man so schön sagt. Einiges gibt es nicht im Bioladen nebenan, ich muss es im Internet bestellen, liefern lassen und hoffen, dass das mit der Zustellung bei mir ausnahmsweise klappt. Kleine Abpackungen sind teurer, so dass ich wohl bald große Tüten mit Shikakai-Pilver, Tensid und große Gläser mit Kokosöl zu Hause stehen habe. Das wiederum hält sich alles nicht so lange, sobald es angebrochen ist. Insofern stehe ich jetzt vor der Aufgabe, eine Tauschbörse für Naturkosmetik-Zutaten ins Leben zu rufen. Vielleicht frage ich mal in der Waschküche nach einem freien Termin.


Nächster Naturkosmetik-Workshop
Der zweite Teil des Workshops „Naturkosmetika selber machen“ findet am Samstag, dem 22. Februar, statt. Wer teilnehmen möchte (auch ohne Teilnahme am ersten Workshop möglich), sollte sich von 14 bis 16 Uhr Zeit nehmen (es kann auch länger dauern). Dann werden die Teilnehmenden Deo Creme, Lippenbalsam und flüssige Seife herstellen. Workshopleiterin Clémentine Arquilliere wird auch Hintergrundwissen zu chemische Inhaltsstoffen geben und dazu, wie man sie vermeiden kann. Eine Anmeldung ist nicht nötig. Die Workshops werden im Rahmen des „Fair.Wurzelt“-Projekts des Gemeinschaftsgartens Himmelbeet und in Kooperation mit International Rescue Committee (IRC) Deutschland organisiert. Gefördert werden die Workshops von der Lotto-Stiftung Berlin – deshalb sind sie kostenfrei.
Die Rezepte des ersten Workshops


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