Ohne Termin ins Bürgeramt – und den Personalausweis einfach nebenbei beantragen oder die neue Adresse melden? Genau das ist am Dienstag, 19. Mai, auf dem Leopoldplatz möglich. Für ein paar Stunden verlegt das Bezirksamt Mitte seine Arbeit in den Kiez. Von 14 bis 18 Uhr findet dort wieder „Rathaus vor Ort“ statt – mit Infoständen, Beratung und erstmals auch mit dem sogenannten Bürgeramtskoffer.

Was der Bürgeramtskoffer kann
Das klingt technisch, ist aber ziemlich praktisch: Der Bürgeramtskoffer ist ein mobiles Bürgeramt im Mini-Format. Wer vorbeikommt, kann klassische Anliegen erledigen – vom Ausweis über die Ummeldung bis hin zu Bescheinigungen oder Führungszeugnissen.
In Mitte wird das Format nun erstmals eingesetzt, ausprobiert ist es in Berlin aber längst anderswo, etwa in Friedrichshain-Kreuzberg oder Charlottenburg-Wilmersdorf. Die Idee dahinter: Verwaltung soll nicht nur erreichbar sein, sondern sichtbar werden – mitten im Alltag der Stadt.

„Rathaus vor Ort“ bringt Verwaltung in den Kiez
Der Anlass für den Einsatz am Leopoldplatz ist das Format „Rathaus vor Ort“, das hier seit 2023 regelmäßig im Mai rund um den „Diversity Day“ stattfindet. Unter dem Motto „Vielfalt gewinnt!“ bringt das Bezirksamt seine Angebote aus dem Rathaus in den Wedding. Auch Bezirksbürgermeisterin Stefanie Remlinger ist vor Ort. „Viele Menschen wissen gar nicht, wie stark das Bezirksamt ihren Alltag mitgestaltet“, sagt sie. „Mit dem Format möchten wir zeigen, wer dahinter steckt – und direkt ins Gespräch kommen.“
Doch der Platz wird an diesem Tag nicht nur zum Bürgeramt im Freien. Auch andere Teile der Verwaltung zeigen, was sie tun – vom Ordnungsamt über das Straßen- und Grünflächenamt bis hin zu VHS, Sprachförderung und Bibliotheken. Auch die Berliner Stadtreinigung (BSR) ist beim Vororttermin dabei.


Hilfe bei Anträgen und Alltagsfragen
Wer Fragen zu Rente, Wohngeld oder Pflege hat, findet beim Sozialamt direkte Beratung. Und auch bei schwierigen Briefen oder Anträgen wird geholfen – ohne Termin, ohne Hürden, einfach vor Ort.
Daneben geht es um größere Themen, die sonst leicht abstrakt bleiben: Klimaanpassung im Kiez, fairer Handel oder internationale Partnerschaften des Bezirks. Sogar faire Schokolade gibt es am Stand der kommunalen Entwicklungspolitik zu probieren – ein kleines Detail, das zeigt, wie breit Verwaltung gedacht werden kann, wenn sie aus dem Rathaus heraus in den öffentlichen Raum tritt.


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