Die Baustelle ist weg. Das ist für die Projekte, Nutzerinnen und Nutzer sowie Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen im Gebäudekomplex am Nauener Platz wahrscheinlich die allerbeste Nachricht. Seit 2017 wurden das Haus der Jugend und das Haus der Familien umfangreich saniert. 13,6 Millionen Euro sind insgesamt in das Projekt geflossen. Sie stammen aus verschiedenen Fördertöpfen vom Bund und vom Land und aus Eigenmitteln des Bezirks. Mitte September ist nun das offizielle Ende der Baumaßnahmen gefeiert worden.

Seit seiner Errichtung im Jahr 1953 dient der leuchtend orange gestrichene Gebäudekomplex Kindern, Jugendlichen und Familien als Treffpunkt. Anfangs war es ein Mädchenwohnheim und ein Kindergarten, heute ist es der größte Standort der Kinder- und Jugendhilfe im Bezirk. Hier finden Kinder, Jugendliche und Erwachsene Freizeit- und Kulturangebote, Beratungen sowie Räume für Bewegung und Kreativität. Untergebracht sind unter anderem das Familienzentrum, ein Kiezkaffee, die Stadtteilmütter, die Erziehungs- und Familienberatungsstelle, das Kinder- und Jugendbüro sowie der Regionale Soziale Dienst. Die Angebote werden von der Stiftung SPI im Auftrag des Jugendamts Mitte organisiert und umgesetzt.
Mit dem Abschluss der Bauarbeiten ist das Gebäudeensemble nun fit für die Zukunft. Es wurde energetisch saniert und technisch auf den neuesten Stand gebracht. Ein Aufzug und barrierefreie Sanitäranlagen sollen den Zugang für alle erleichtern.
Bezirksstadtrat Christoph Keller (Linke) sagte anlässlich der Fertigstellung der Baumaßnahmen: „Einen bekannten Ort im Kiez, der seit Jahrzehnten Raum für Begegnung, Beratung und gemeinsames Gestalten schafft, neu zu denken ist immer auch ein Risiko. Und eine mehrjährige Sanierung bringt ihre eigenen Herausforderungen mit sich. Umso mehr freut es mich, dass die Arbeiten nun zu einem erfolgreichen Abschluss gekommen sind und der Komplex am Nauener Platz als ein Herzstück für Jugendliche und Familien im Wedding gut für die Zukunft aufgestellt ist.“
Auch Bezirksstadtrat Ephraim Gothe (SPD) äüßerte sich zu diesem Meilenstein: „Ich freue mich, dass das Facility Management des Bezirks diese komplexe Bauaufgabe in so hoher Qualität umgesetzt hat. Somit konnten wir inmitten des Weddings einen etablierten Leuchtturm der Jugend- und Familienarbeit bewahren und stärken.“
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