6 Tipps für die Sommerferien im Wedding

Sommerferien voraus! Vom 9. Juli bis 22. August haben Berlins Schülerinnen und Schüler frei. Sechs Wochen Zeit zum Ausschlafen, Freunde treffen und für alles, was im Schulalltag zu kurz kommt. Wer die Ferien im Wedding oder in Gesundbrunnen verbringt, kann sich auf ein abwechslungsreiches Programm freuen. Ob Badespaß, Sport, Engagement oder die eigenen Talente entdecken – im Kiez gibt es für Kinder und Jugendliche viel zu erleben. Hier sind unsere Tipps für die Sommerferien.

Auf der Talentbaustelle können Talente entdeckt werden. Foto: Ragnar Schmuck
Auf der Talentbaustelle können Talente entdeckt werden. Foto: Ragnar Schmuck

Tipp 1: „Könn dir was“ im Labyrinth Kindermuseum

Das Labyrinth Kindermuseum ist nicht nur in den Sommerferien eine Besonderheit im Stadtteil. Es ist eines der größten interaktiven Kindermuseen in Deutschland. Das ganze Jahr über zieht es Eltern mit ihren Kindern, aber auch Schulklassen an. Das Museum in der Osloer Straße 12 feiert im kommenden Jahr bereits seinen 30. Geburtstag.

Aktuell können alle Kinder von drei bis elf Jahren die Mitmachausstellung „Talentopia“ entdecken. An vielen Stationen lassen sich dabei eigene Talente erforschen.

Von 13. Juli bis 23. August verlegt das Kindermuseum sein Ferienprogramm auf den Hof der Fabrik Osloer Straße. Unter dem Titel „Könn dir was – Tage voller Talente“ ist dort ein Mitmach-Parcours für Alltagsheld:innen angekündigt. An acht Stationen gibt es Spiel und Spaß, eine Upcycling-Werkstatt und eine Leselounge – jede Woche mit neuen Angeboten.

Zusätzlich ist auch die aktuelle Mitmachausstellung geöffnet. Die Sommerferienangebote können ohne Anmeldung besucht werden und sind im Museumseintritt enthalten.

  • Labyrinth Kindermuseum, Osloer Straße 12
  • Eintritt: 7 Euro für Erwachsene und Kinder ab zwei Jahren
  • Ferienöffnungszeiten: Montag bis Freitag 10–18 Uhr, Samstag uns Sonntag 11–18 Uhr
  • mehr Infos: www.labyrinth-kindermuseum.de
Das Sommerbad im Humboldthain. Foto: Hensel
Das Sommerbad im Humboldthain. Foto: Hensel

Tipp 2: Platsch! Baden gehen im Freibad

Neben Eisessen gehört Baden zu den beliebtesten Aktivitäten in den Sommerferien. Dass das wirklich so ist, zeigt sich deutlich an der hohen Auslastung der beiden Sommerbäder. Ob auf der großen Liegewiese im Sommerbad Humboldthain oder am Beckenrand des Kombibads Seestraße: die Freibäder sind immer gut besucht.

Das liegt nicht nur an der hohen Attraktivität der Freibäder im Sommer – mit Rutsche, Sprungturm und Pommesstand –, sondern auch am Super-Ferien-Pass. Wer ihn für 9 Euro kauft, kann an jedem Ferientag kostenlos ins öffentliche Freibad. Mehr zu dem Angebot steht auf der Webseite des Jugendkulturservice Berlin.

Das Sommerbad Humboldthain ist täglich ab 7 Uhr geöffnet; montags aber erst ab 10 Uhr. Kombibad Seestraße hat täglich ab 8 Uhr geöffnet; montags ebenfalls erst ab 10 Uhr. Mit dem Super-Ferien-Pass geht es ohne Anstehen durchs Drehkreuz – es sei denn, es gibt einen Einlassstopp (zur Online-Auslastungskarte). Achtung: Besucherinnen und Besucher ab 14 Jahre brauchen ein Ausweisdokument.

Wer ein wenig mehr Strandfeeling haben möchte, kann das Strandbad Plötzensee wählen. Am Nordufer gibt es auf 15.000 Quadratmeter feinen Sand fast wie an der Ostsee, eine 40.000 Quadratmeter große Wiese und verschiedene kulinarische Angebote sowie einen großen Spielplatz. Hier gilt der Super-Ferien-Pass allerdings nicht. Das Tagesticket kostet für Erwachsene 10 Euro, für Schulkinder 6 Euro. Das Bad hat täglich von 10 bis 22 Uhr geöffnet, Badeschluss ist um 20 Uhr. Eintrittskarten können direkt an der Kasse oder vorab online gekauft werden.

Der Safe Hub-Sportplatz in der Ruheplatzstraße. Foto: Hensel
Der Safe Hub-Sportplatz in der Ruheplatzstraße. Foto: Hensel

Tipp 3: In den Club – buntes Programm für die Jugend

Sommerpause ist für die meisten Kinder- und Jugendtreffs ein Fremdwort. Ganz im Gegenteil: Wenn die Sommerferien beginnen, ist Hochsaison. Die Orte sind über den ganzen Wedding verteilt. Und auch in Gesundbrunnen gibt es die praktischen Einrichtungen. Viele Jugendtreffs, aber auch Familienzentren haben spezielle Sommerferienprogramme zusammengestellt.

Ob Fußballspielen und mehr beim Sommercamp im Safe Hub (Ruheplatzstraße 12), Musikvideo-Workshop im Mädchenzentrum „MÄDEA“ (Grüntaler Straße 21), Wasserspiele im Panke-Haus-Garten (Soldiner Straße 76) oder Elektroboot aus Computerschrott bauen im MakerMobil vor der Bibliothek am Luisenbad (Travemünder Straße/Badstraße) – es gibt für fast jeden Geschmack etwas. Wie wäre es außerdem mit T-Shirt-Malerei? Kein Problem im ALBA Jugendclub (Pankstraße 70)! Alle Adressen und Links für Wedding und für Gesundbrunnen stehen auf der Seite des Jugendamts Mitte.

Abenteuerspielplatz Telux. Foto: Schnell
Abenteuerspielplatz Telux. Foto: Schnell

Tipp 4: Aktiv werden auf dem Abenteuerspielplatz

Bauen, Pizza backen, Tischtennis spielen, Stelzen laufen – das und mehr kann man auf den Abenteuerspielplätzen im Stadtteil. Drei Stück gibt es davon in der Nachbarschaft. Der Abenteuerspielplatz Humboldthain ist im Volkspark Humboldthain zu finden. Der Zugang ist von der Gustav-Meyer-Allee 4 möglich.

Der Abenteuerspielplatz „Panke“ hat die Adresse Wilhelm-Kuhr-Straße 47 und der Abenteuerspielplatz Telux befindet sich in der Tegeler Straße 28 A. Die Ferien haben im Telux schon mehrere Generationen von Kindern verbracht. Der Abenteuerspielplatz wurde nämlich schon 1973 von einer Elterninitiative gegründet. Er ist damit der älteste seiner Art in Deutschland.

Das Video erklärt die Idee des Camps. Video: PULS Camp

Tipp 5: Sommerferien mit Sinn beim PULS Sommercamp

Wer in den Sommerferien nicht nur entspannen, sondern auch etwas mit Sinn machen will, kann sich das PULS Sommercamp in der Fabrik Osloer Straße (Osloer Straße 12) anschauen. Eine Woche lang verbringen Jugendliche dort von 26. Juli bis 1. August ihre Ferien gemeinsam. Dabei geht es nicht nur um Chillen und neue Leute kennenlernen, sondern vor allem um Engagement für andere.

Tagsüber stehen sogenannte „Herzaktionen“ auf dem Programm: Jeden Tag jede:r entscheiden, wo er/sie helfen möchte – zum Beispiel bei der Essensausgabe für Obdachlose, in der Kleiderkammer, bei Ausflügen für Senior:innen oder bei Aktionen für Kinder in Gemeinschaftsunterkünften. Darüber hinaus sind gemeinsame Abende, Workshops, Ausflüge ins Schwimmbad und viel Zeit für Gemeinschaft geplant. Am Ende bekommen Teilnehmende ein Zertifikat, das das Engagement dokumentiert – gut für Schule, Bewerbung oder einfach für die Erinnerungskiste. Das Camp inklusive Übernachtung ist kostenfrei. Bei Anmeldung muss aber eine Kaution von 20 Euro bezahlt werden. Eine Anmeldung ist online beim Veranstalter möglich.

Der Super-Ferien-Pass gilt ab 9. Juli 2026 und bis zum Ende der Sommerferien 2027. Foto: Hensel
Der Super-Ferien-Pass gilt ab 9. Juli 2026 und bis zum Ende der Sommerferien 2027. Foto: Hensel

Tipp 6: Fast 100 Ferientage mit dem Super-Ferien-Pass

Die vielleicht beste Erfindung für die Sommerferien in Berlin ist der Super-Ferien-Pass. Das Heft soll Kindern und Jugendlichen abwechslungsreiche Sommerferien ermöglichen. Und nicht nur das! Der Pass gilt ab 8. Juli 2026 und bis zum Ende der Osterferien 2027 – jeweils in den Schulferien. Der Pass ermöglicht an allen Ferientagen freien Eintritt in die öffentlichen Freibäder, gibt Rabatte für Minigolf, beim Bouldern oder im Theater sowie beinhaltet Verlosungen. Vor allem bringt das kleine Heft jede Menge Ideen für die Sommerferien mit.

Der Super-Ferien-Pass kostet einmalig 9 Euro. Er richtet sich an alle Kinder und Jugendliche bis einschließlich 18 Jahre, die ihren Wohnsitz in Berlin haben. Er kann online, aber auch an vielen Orte gekauft werden, die auch Rabatte gewähren. Unter anderem ist er in den Sommerbädern in der Seestraße und im Humboldthain, im Labyrinth Kindermuseum, im Cineplex Alhambra, im City Kino Wedding sowie in den REWE-Märkten im Stadtteil zu haben.

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