Am 12. September wird die Panke wieder zur Festivalkulisse: Erstmals lädt „Stadt Land Panke“ dazu ein, den Wedding zwischen Schönwalder Straße und Badstraße neu zu entdecken. Auf dem Programm stehen unter anderem ein Family Rave, Konzerte, Denkmalführungen, Kinderangebote und Workshops.

„Stadt Land Panke“ auf einen Blick
Wann? Samstag, 12. September 2026, ab 10 Uhr
Wo? Entlang der Panke zwischen Schönwalder Straße und Badstraße
Eintritt? Kostenlos
Programm: Konzerte, Family Rave, Workshops, Kinderangebote, Denkmalführungen und mehr
Alle Veranstaltungen und Zeiten: stadtlandpanke.de/programm
Das Besondere: Es gibt keinen zentralen Festivalplatz. Stattdessen öffnen zahlreiche Orte und Initiativen entlang der Panke ihre Türen. Wer möchte, kann sich am Samstag sein eigenes Programm zusammenstellen und von Station zu Station durch den Wedding ziehen. Von den Uferstudios über die Wiesenburg und die Bibliothek am Luisenbad bis zur Festwiese reicht das Angebot. Bei der Initiative für den Erhalt der Fischerpinte Plötzensee können Besucherinnen und Besucher Boote angeln und Buttons gestalten, die Evangelische Kirchengemeinde am Gesundbrunnen lädt zu „Frieden, Glitzer & Segen“ ein. In den Uferstudios steigt das „Funkelfest 4.0“ mit Family Rave, Workshops und DJ-Sets.
Das Festival findet parallel zum Berliner Denkmalwochenende statt. Einige Orte bieten deshalb auch kostenlose Führungen zu ihrer Geschichte an.
Viele Orte, eine gemeinsame Idee
Hinter dem Festival steht das Projekt „Panke blüht!“, das vom Quartiersmanagement Pankstraße ins Leben gerufen wurde. Es soll die Zusammenarbeit und Vernetzung der soziokulturellen Einrichtungen entlang der Panke stärken. Gefördert wird das Projekt seit Herbst 2024 im Rahmen des Städtebauförderungsprogramms „Sozialer Zusammenhalt“.
Die Idee: Viele Orte und Initiativen liegen entlang der Panke nur wenige Straßen voneinander entfernt, sind im Alltag aber wenig miteinander verbunden. Für einen Tag sollen sie gemeinsam sichtbar werden – und den Nachbarn Gelegenheit geben, Orte kennenzulernen, die sie vielleicht noch nicht kennen. Das Festival ist selbstorganisiert. Einrichtungen, Projekte und Initiativen beteiligen sich mit eigenen Angeboten. Das Programm reicht deshalb von Kultur und Musik über Kinderangebote und Workshops bis zu sozialen und nachbarschaftlichen Aktionen.

6 Tipps für Stadt Land Panke
- Funkelfest 4.0: Family Rave an den Uferstudios
13-19 Uhr: Bei den Uferstudios gibt es einen Family Rave, DJ-Sets, Workshops, Siebdruck und Upcycling. Ein Programm für Familien und alle, die Lust auf Musik und Mitmachen haben. - Fischerpinte Plötzensee e.V.: Boote angeln und Buttons machen
13-19 Uhr, Festwiese: Bei „Boote angeln und Buttons machen“ können kleine Boote geangelt und Buttons gestaltet werden. Gleichzeitig informiert der Verein Fischerpinte Plötzensee e.V. über seinen Kampf für den Erhalt des Bootsverleihs und Imbisses am Plötzensee. - Frieden, Glitzer & Segen
13-19 Uhr, Festwiese: Die Evangelische Kirchengemeinde am Gesundbrunnen lädt zu Gesprächen über Frieden, Hoffnung und Gemeinschaft ein. Wer möchte, kann sich persönlich segnen lassen – mit Glitzer. - Musik an verschiedenen Orten
Musik gehört auch zu „Stadt Land Panke“, allerdings nicht als alleiniger Schwerpunkt. Die Musik-AG der Albert-Gutzmann-Schule gibt ein Konzert, der generationsübergreifende Chor GeCho Bunte Töne der Musikschule Fanny Hensel zieht mit einem Wander-Konzert durch den Kiez. Auf dem Vorplatz der Bibliothek am Luisenbad spielt Boxi Barré. Am Abend treffen in Richten25 Tanz und Saxofon aufeinander. - Die Wiesenburg entdecken
In der Wiesenburg gibt es am Nachmittag einen Malworkshop für Kinder. Am Abend folgt ein Liederabend mit Gesang und Klavier. Wer den besonderen Ort noch nicht kennt, kann den Festivalbesuch nutzen, um die Wiesenburg einmal von einer anderen Seite kennenzulernen. - Denkmalführungen im silent green und in der Bibliothek
Das Festival fällt mit dem Berliner Denkmalwochenende zusammen. Im silent green gibt es von 10 bis 11 Uhr eine kostenlose Denkmalführung. In der Bibliothek am Luisenbad folgt um 12 Uhr die Führung „Vom Kurbad zur Bibliothek“. Beide Angebote sind kostenlos.
Das vollständige Programm ist auf der Webseite www.stadtlandpanke.de/programm zu finden.

Nicht der neue Panke Parcours
Der Name und das dezentrale Konzept dürften bei manchen Weddingern Erinnerungen an den Panke Parcours wecken. Das Musikfestival fand viele Jahre lang ebenfalls rund um die Panke statt und machte die Vielfalt der Musikszene im Wedding sichtbar. Doch „Stadt Land Panke“ ist kein neuer Panke Parcours.
Im Laufe seiner Geschichte hatte der Panke Parcours verschiedene Veranstalter. Zuletzt wurde das Festival über viele Jahre von der Weddinger Agentur „georg + georg“ organisiert. Die Veranstaltung fiel 2025 und 2026 jedoch wegen fehlender Finanzierung aus (Beitrag: „Panke Parcours und Entenrennen fallen aus“). Die Veranstalter haben das Projekt aber nicht aufgegeben und hoffen, es 2027 wieder veranstalten zu können.

Auch wenn es Gemeinsamkeiten gibt, unterscheiden sich die beiden Festivals deutlich. Beide finden im Spätsommer statt, nutzen die Panke als verbindendes Element und setzen auf ein dezentrales Konzept. Auch Quartiersmanagement-Förderung spielte beziehungsweise spielt bei beiden eine Rolle – allerdings in unterschiedlichen Zusammenhängen.
Der wichtigste Unterschied liegt im Inhalt: Der Panke Parcours wollte vor allem zeigen, wie vielfältig die Musikszene im Wedding ist. „Stadt Land Panke“ will zeigen, wie vielfältig die Nachbarschaft rund um die Panke ist. Musik ist im Konzept enthalten, hat aber keinen so großen Stellenwert im Programm wie beim Panke Parcours.
Wie gut die Idee des neuen Festivals „Stadt Land Panke“ im Wedding ankommt, wird sich am 12. September zeigen.

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