Was ist dein Talent? Das ist die Frage, die die neue Ausstellung „Talentopia“ im Labyrinth Kindermuseum stellt. Bei der Eröffnung der Mitmachausstellung in der Osloer Straße 12 am Samstag (17.5.) haben zunächst die Gäste der Vernissage auf die Frage geantwortet. Seit Sonntag, dem 18. Mai, können sich nun alle Kinder ab drei Jahren an den verschiedenen Stationen ausprobieren und entdecken, was ihnen Spaß macht und was sie gut können.

Bei der Eröffnungsfeier kamen eine ganze Menge verschiedener Fähigkeiten und Neigungen zusammen. Max von der Goltz hat eine wirklich gute Schlagzeug-Animation drauf. Museumsleiterin Ursula Pischel kann sich gut Ausstellungen für Kinder ausdenken. Museumspatin Ulrike Folkert kann nicht nur gut die Tatort-Kommissarin geben, sie hat kürzlich auch ihr Talent als Drehbuchschreiberin entdeckt. Sogar ein wenig selbstkritisch ist die Berliner Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch als sie sagt, sie habe ein Talent zum Rechthaben. So sind sie, die Talente – ganz verschieden und manchmal noch unentdeckt.
„Einfach mal losmachen ist häufig das Beste, um Talente zu entdecken“, sagte Bildungssenatorin Günther-Wünsch bei der Eröffnung. Dafür biete diese Ausstellung Kindern einen Raum. Auch die Museumspatin und Tatort-Kommissarin Ulrike Folkerts war voll des Lobes für das Kindermuseum und die neue Ausstellung. Den anwesenden Kindern rief sie zu, in sich hineinzufühlen und herauszufinden, was man wirklich will, was einem Spaß macht. Den Raum, der dafür Platz bietet, findet sie so wertvoll, dass sie auch die Schirmherrschaft für „Talentopia“ übernommen hat. „Schirmfrau zu sein, das bedeutet, dass ich schützend meine Hand über dieses Museum halte, damit es das immer, immer weiter gibt. Es sind schwierige Zeiten. Dies ist ein Ort, um den wir einfach kämpfen müssen“, sagte die Schauspielerin.


Das Labyrinth Kindermuseum hat den Kampf für diese Ausstellung fast gewonnen. Die neuen Ausstellungselemente konnten gebaut und in der ehemaligen Zündholzmaschinenfabrik aufgebaut werden. Geholfen hat dabei die Lotto-Stiftung, deren Vorständin Dr. Marion Bleß ebenfalls bei der Eröffnung vorbeischaute (und über Talente nachdachte). Komplett finanziert sei „Talentopia“ jedoch nicht. Wie Museumsleiterin Ursula Pischel sagte, fehlen noch 6000 Euro. Sie hofft, das fehlende Geld über eine Crowdfunding-Kampagne auf der Plattform Betterplace zusammenzubekommen (zur Kampagne).



Nach dem offiziellen Teil konnten sich die Erwachsenen die neue Ausstellung anschauen, die Kinder probierten gleich alles aus. Es gibt einiges auszuprobieren! Ob Kunst, Logik, Musik, Bewegung, Sprache oder das soziale Miteinander – für alle Bereiche gibt es eigene Mitmachbereiche. Ein riesiger Kran steht zum Ausprobieren bereit, ebenso eine raumhohe Murmelbahn. Es gibt Knobelaufgaben, man kann mit Klängen spielen oder künstlerisch aktiv werden. Es gibt also viele Möglichkeiten, Begabungen zu finden in der neuen Mitmachausstellung.
Die Ausstellung richtet sich an Familien mit Kindern zwischen drei und elf Jahren, an Schulklassen und Kitas. Sie bietet kindgerechte Spiel-, Lern- und Kreativangebote und schafft Räume, in den Kinder entdecken, forschen und sie selbst sein können. Bis zum 23. August 2026 ist Zeit, „Talentopia“ zu erkunden.

Talentopia: Gut zu wissen
Labyrinth Kindermuseum, Osloer Straße 12, www.labyrinth-kindermuseum.de
- Öffnungszeiten für Familien: Fr 13-18 Uhr und Sa/So 11-18 Uhr, in den Schulferien: Mo-Fr 10-18 Uhr, Sa/So 11-18 Uhr
- Öffnungszeiten für Gruppen: Mo-Fr 9-18 Uhr (mit Anmeldung!)

Kommentar verfassen