Er ist schon so lange da, man sieht ihn im Alltag schon gar nicht mehr. Und doch balanciert der Seehund den Ball unbeirrbar vor der Heinrich-Seidel-Grundschule – jeden Tag. Ja, er ist natürlich nur aus Stein, kein Tier muss hier leiden oder wird ausgebeutet für die Kunst im öffentlichen Raum.

Kleine Alltagsverschönerungen wie diese gibt es viele im Brunnenviertel. Doch wer kennt sie schon alle? Während der Redaktionssitzung der Bürgerredaktion, bei der dieses Kiezmagazin geplant wurde, kam das Gespräch genau auf dieses Thema. Wo gibt es überall Kunstwerke, überlegten die Kiezredakteure; und sie staunten, wie lang die Liste am Ende wurde. Fotografin Sulamith Sallmann machte sich daraufhin mit ihrer Kamera auf zur Kunstsuche im Brunnenviertel. Einige der Fotos sind auf diesen beiden Seiten zu sehen.
Bei der Redaktionssitzung wurde deutlich, dass es lohnen würde, sich intensiver mit dem Thema zu befassen. Daher haben Sulamith Sallmann und Evelyne Leandro nach der Sitzung eine Ideenskizze entworfen. Die Hoffnung ist, dass der Quartiersrat das Projekt unterstützt und dass mithilfe von Fördermitteln aus dem Programm „Soziale Stadt“ die Kunstwerke im öffentlichen Raum fotografiert, beschrieben und veröffentlicht werden können. Darüber hinaus könnte auch ein neues Kunstwerk entstehen. Auf der Titelseite dieses Heftes ist zu sehen, was Sulamith Sallmann ganz spontan dazu eingefallen ist. Der Quartiersrat fand die Projektidee übrigens gut. Doch noch hat es mit der Förderung nicht geklappt. Vielleicht im nächsten Jahr?
Fotos (7): Sulamith Sallmann







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Der Text ist im Kiezmagazin „Wünsche für den Kiez“ enthalten, das im vierten Quartal 2019 erschienen ist. Weitere Text aus dieser Ausgabe sind im Beitrag Neues Kiezmagazin: Wünsche für den Kiez gesammelt und verlinkt.

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