Die Wedding-News sind umgezogen. Bis zum Sommer waren sie auf einer anderen Website und in einer etwas anderen Form zu lesen. Jetzt gibt es nach einer Pause wieder viele kurze Meldungen mit neuen, wichtigen und interessanten Informationen aus dem Wedding und aus Gesundbrunnen. Hier sind die ersten zehn Stadtteil-Nachrichten. Willkommen im Brunnenmagazin!


Grundstein für Gymnasium Schulstraße gelegt
Am 11. Oktober ist der Grundstein für das neue Gymnasium in der Schulstraße gelegt worden. Auf dem 13.000 Quadratmeter großen Areal entsteht eine Schule mit 664 Schulplätzen. Ungewöhnlich ist, dass der Neubau bei der Grundsteinlegung schon weit fortgeschritten war. Wenn alles nach Plan verläuft, dann soll die Schule im Sommer 2026 fertig sein. Die Schule wird mit Mitteln aus der Schulbauoffensive von der Howoge errichtet. Bezirksstadtrat Benjamin Fritz (CDU) freute sich über die schnelle Umsetzung: „Ich freue mich, dass hier im Wedding eine neue hochmoderne Schule entstehen wird, die die neusten Anforderungen an moderne Pädagogik erfüllt. Die künftigen Schülerinnen und Schüler werden ein tolles Schulgebäude sowie moderne Sporthallen vorfinden.“
Vagabund-Brauerei mit neuem Eigentümer
Die Vagabund Brauerei im Brüsseler Kiez hat einen neuen Eigentümer. „Leider haben uns explodierende Beschaffungskosten und eine geplatzte Finanzierungsrunde gezwungen, Anfang 2024 Insolvenz anzumelden.“ sagte Matthew Walthall, einer der drei Gründer und ehemaligen Geschäftsführer. Bereits im Juli übernommen wurde der Brauereistandort in den ehemaligen Osramhöfen sowie der Taproom von der DF-Gruppe, einem börsennotierten Finanzunternehmen mit Sitz in Köln. Die ursprünglich 2011 gegründete Vagabund Brauerei soll laut DF-Gruppe ihr Angebot beibehalten und erweitern, auch über Berlin hinaus. Bisher braut Vagabund 150 Sorten Craftbeer, im denkmalgeschützten Kesselhaus gibt es eine Produktionskapazität von 30.000 Litern pro Monat.
Weihnachtsmarkt und Eisbahn im Strandbad
Update: abgesagt! Das Strandbad Plötzensee will Besucher in diesem Winter mit einem neuen Angebot anlocken. Am 29. November startet am Nordufer 26 der „All Nations XMAS-Market“. Vom 29. November bis 6 Januar soll ein Weihnachtsmarkt mit Kultur, Kunst, Handwerk und Kulinarischem aus aller Welt stattfinden. Zudem ist „die längste Eisbahn Berlins mit über 1000 Quadratmeter Eisfläche“ angekündigt, die bis 22. Februar geöffnet sein soll. Es sind Workshops geplant, eine Ice Disco, Eiskunstlauf, Après Ski und ein Kinderparadies. Der internationale Weihnachtsmarkt ist wochentags von 18 bis 22 Uhr geöffnet, am Wochenende von 12 bis 22 Uhr. Montag bis Donnerstag haben Schulklassen und soziale Einrichtungen von 10 bis 17 Uhr ein eigenes Zeitfenster für die Nutzung. Mehr steht auf strandbad.ploetzensee.de. Update: abgesagt!
Aus dem KAWA-Café wird „Utopia Coffee“
Das KAWA-Café in der Drontheimer Straße hat einen neuen Betreiber. Künftig heißt der kleine Laden gegenüber dem DRK-Krankenhaus „Utopia Coffee“. Kacper Czachowski, Gründer des Cafés, konzentriert sich auf die ebenfalls schon länger bestehende KAWA Rösterei im Ritterlandweg. Die Rösterei soll das Café in der Drontheimer Straße laut Czachowski weiter mit Kaffeebohnen beliefern und es solle sich für die Kunden insgesamt kaum etwas ändern. Eine enge Zusammenarbeit zwischen altem und neuem Betreiber sei vereinbart.
Dieses Jahr keine Weihnachtstüten-Aktion
In den vergangenen Jahren hat die mit der Bezirksverdienstmedaille ausgezeichnete Ebru Schaefer im Herbst mit der Sammlung für ihre Weihnachtstütenaktion begonnen. Seit acht Jahren hat sie damit vielen bedürftigen Kindern in Notunterkünften in der Weihnachtszeit eine Freude gemacht. Im letzten Jahr waren 22.000 Weihnachtstüten gepackt und verschenkt worden. Wie Ebru Schaefer nun mitgeteilt hat, wird es in diesem Jahr keine soziale Aktion unter ihrer Regie geben. Die Absage erfolgt aus „gesundheitlichen und familiären Gründen“. „Dieses Jahr widme ich allerdings komplett meinen Kindern und mir“, teilt die engagierte Frau aus dem Brunnenviertel mit.
Kältehilfe hat Angebote gestartet
Seit 1. Oktober gibt es in Berlin wieder die Kältehilfe. Durch zahlreiche zusätzliche Angebote soll damit Obdachlosen in der kalten Jahreszeit geholfen werden. Im Wedding gibt es eine Notunterkunft für Frauen bei Evas Haltestelle in der Müllerstraße 126, die von 18 bis 8 Uhr geöffnet ist. Dort gibt es an einigen Tagen tagsüber auch eine Essensausgabe. Bei „Unter Druck“ in der Oudenarder Straße 26, beim Berliner Obdachlosenverein (am Leopoldplatz) sowie im Franziskanerkloster in der Wollankstraße 18 gibt es an manchen Tagen ebenfalls eine Essensausgabe. Alle Angebote und Zeiten stehen auf der Seite www.kaeltehilfe-berlin.de. Das Kältehilfetelefon ist unter (030) 34 39 71 40 täglich von 19 bis 23 Uhr erreichbar.
Die Lynarstraße wird zur Fahrradstraße umgebaut
Die Umsetzung der schon länger geplanten Fahrradstraße Lynarstraße beginnt in diesen Tagen. Bis Anfang November finden zwischen S- und U-Bahnhof Wedding und Tegeler Straße die Bauarbeiten statt. Die Fahrradstraße ist Teil des Kiezblocks Sprengelkiez, der die Durchfahrtswege im Viertel neu ordnet. Wie Bezirksstadtrat Christopher Schriner (Grüne) mitteilt wird die Lynarstraße während der Bauarbeiten abschnittsweise voll gesperrt. Die neuen Verkehrsregeln sollen durch Beschilderung und Markierungen kenntlich gemacht. Im Zuge der Bauarbeiten sollen die Kreuzungsbereiche mit Pollern und Fahrradbügeln so gestaltet werden, dass das Überqueren der Fahrbahn gefahrlos möglich ist und gute Sichtverhältnisse bestehen, so Schriner.
Zukunftshaus ist erster Noteingang
Das Zukunftshaus Wedding beteiligt sich an der Aktion Noteingang. Das Stadtteil- und Famlienzentrum in der Müllerstraße kennzeichnet unter anderem mit Plakaten, Aufklebern und Schildern, dass es Betroffenen Schutz vor Gewalt und Diskriminierung bietet. Das Zukunftshaus ist die erste Einrichtung im Wedding, die sich an der Aktion Noteingang beteiligt. Informationen dazu sind auf www.aktion-noteingang-berlin.de zu finden.
Crowdfunding für Café Rosa Louise
Über eine Crowdfunding-Kampagne bitten die Betreiber des Cafés Rosa Louise in der Soldiner Straße 13 um finanzielle Hilfe. In Betreiberin des 2023 gegrüneten Rosa Louise und des inzwischen geschlossenen Rosa Parks Café in der gleichen Straße habe laut Alex Ludewig, dem Initiator der Kampagne, viele Rückschläge erlebt, unter anderem eine Baustelle vor dem Café, die Corona-Pandemie, Personalmangel und steigende Kosten. Mit der finanziellen Hilfe soll der Ort, der auch eine Treffpunkt im Kiez sein soll, gerettet werden. Als Spendenziel sind knapp 6000 Euro avisiert. Bis zum Redaktionsschluss kamen bereits 2700 Euro zusammen. Sofern das Café bestehen bleiben kann, soll es in Rosa Parks Café umbenannt werden. Die Kampagne „Rettet das Rosa Parks Café –ein Ort für Begegnung im Wedding“ ist unter https://gofund.me/162057a8 zu finden.
Garten „Rote Beete“ wird abgebaut
Der Abbau des Gemeinschaftsgartens „Rote Beete“ hat Anfang Oktober begonnen. Der Garten am Centre Français (CFB) in der Müllerstraße musste für eine Ausgleichsmaßnahme weichen. Eigentümer der Fläche ist die Bundesrepublik Deutschland, die für den Erweiterungsbau am Reichstag auf dem Grundstück in der Müllerstraße die Parkplatzfläche entsiegeln möchte. Wann die angekündigte Maßnahme stattfindet, ist unbekannt. Um einer Verwahrlosung der nun ungenutzten Fläche zu vermeiden, baut des Team des CFB den Garten ab. Der Gemeinschaftsgarten hat sechs Jahre bestanden. Ob nach Beendigung der Baumaßnahmen ein neuer Garten entstehen kann, ist bisher laut CFB ebenfalls unklar.

Mehr Wedding kurz & knapp
Weitere Kurzmeldungen aus dem Wedding und aus Gesundbrunnen sind unter dem Link Wedding kurz & knapp zu finden.

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