Zum Lachen in die Waschküche

Seit Ende Februar gibt es im Brunnenviertel den Offenen Lachtreff. Alle sind herzlich eingeladen, mittwochabends in den Nachbarschaftsraum Waschküche zu kommen. Dort werden mit Lachyoga Stress abgebaut und die berühmten Glückshormone produziert.

Stephanie Esser schaut aus dem Fenster der Waschküche, wo der Lachtreff stattfindet. Foto: D. Hensel
Stephanie Esser schaut aus dem Fenster der Waschküche, wo der Lachtreff stattfindet. Foto: D. Hensel

Mal wieder so richtig von Herzen lachen und fröhlich sein – das wünschen sich wohl die meisten von uns. Doch aktuell fühlen sich viele Menschen erschöpft, sind verunsichert oder haben mit körperlichen oder seelischen Beschwerden zu kämpfen. Lebensfreude und Lachen sind für viele zum Fremdwort geworden. Dabei ist es gerade in Zeiten wie diesen immens wichtig, dass wir unsere Aufmerksamkeit verstärkt auf positive Aspekte richten. Aber was, wenn man kaum etwas Positives findet? Genau dann ist es Zeit zu lachen.

Eine geniale Methode, mit der jede und jeder ohne Grund lachen kann, ist das Lachyoga. Hierfür ist weder Witz noch Humor oder Comedy nötig, denn wir praktizieren das Lachen als reine Körperübung in der Gruppe. Mit Blickkontakt und der Bereitschaft zu ein bisschen kindlicher Verspieltheit kann sich daraus schnell ein ansteckendes Lachen entwickeln. Beim offenen Lachtreff ist spätestens nach ein paar Minuten das Eis gebrochen und die Teilnehmenden haben viel Spaß mit dem „Ein-Meter-Lachen“, dem „Lach-Finger“ oder dem Aufwirbeln der fünf Lachvokale.

Egal ob erfahrene Lachyogini oder blutiger Anfänger – Lachyoga ist kinderleicht und basiert auf der wissenschaftlichen Tatsache, dass der Körper nicht zwischen realem und absichtlichem Lachen unterscheiden kann. Die physiologischen und psychologischen Effekte sind dieselben. Das Ganze heißt Lach-YOGA, weil die Lachübungen mit tiefer Atmung aus dem Yoga kombiniert werden. Das versorgt unseren Körper mit mehr Sauerstoff, entspannt uns und wir fühlen uns so lebendiger und gesünder.

Der Arzt Dr. Madan Kataria und seine Frau Madhuri Kataria begründeten Lachyoga 1995 mit nur fünf Personen in einem Park in Mumbai. Zunächst erzählten sie sich Witze, und ihr Lachen zog schnell weitere Menschen an. Als der immer größer werdenden Gruppe die Witze ausgingen, entdeckte Dr. Kataria, dass absichtlich erzeugtes Lachen genauso im Körper wirkt wie spontanes Lachen. Der Vorteil: Man kann jederzeit lachen, auch wenn einem gerade nicht danach zumute ist.

Lachyoga ermöglicht es, so lange zu lachen, wie man will. Und in Gemeinschaft mit anderen Menschen wird das Lachen zusätzlich angeregt. Wer auf diese Weise schon mal mehrere Minuten am Stück gelacht hat, weiß, wie es sich anfühlt, wenn die „Lach-Moleküle“ durch den Körper strömen.

Fürs Lachyoga sind keine Vorkenntnisse nötig und es gibt nichts zu leisten: Jede und jeder macht das, was individuell möglich ist. Der Lachtreff im Brunnenviertel ist offen für alle Interessierten. Kommt ohne Anmeldung vorbei, traut euch, auch mal albern zu sein, und lacht einfach mit. Denn Lachen verbindet uns Menschen, baut Stress ab und ist tatsächlich die beste Medizin.

Offener Lachtreff im Kiez

Lachyoga mit Stephanie Esser
–> Jeden Mittwoch, 18.30–19.15 Uhr (außer in Schulferien und an Feiertagen)
–> Nachbarschaftsraum Waschküche, Feldstraße 10
–> Kostenfrei und ohne Anmeldung. Offen für alle. Keine Vorkenntnisse nötig

Infos zu Anfahrt und Barrierefreiheit gibt es online www.waschkueche-brunnenviertel.de/kontakt/
Persönliche Video-Einladung von Stephanie Esser zum offenen Lachclub in der Waschküche: https://youtu.be/oB6ZWU7OhiI?si=kvyNb7__YEVUnRFg

Gut zu wissen

MIt Lachyoga kannst du lachen…
… auch ohne Witze und Humor
… egal, wie es dir geht
… so oft, so lange und so viel du willst

Über die Autorin

Stephanie Esser lebt im Brunnenviertel, ist zertifizierte Lachyoga-Leiterin (CLYL), schreibt als Journalistin über Persönlichkeits- und Achtsamkeitsthemen und gibt Kurse im Lachyoga sowie zur hawaiianischen Konfliktlösungsmethode Ho’oponopono. Mehr darüber gibt es auf www.frieden-freude-lachen.de und www.danke-ich-liebe-dich.de, den Webseiten unserer Autorin.

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Der Text ist auch im Kiezmagazin „Wer rastet… kommt weiter!“ enthalten, das im März 2024 erschienen ist. Weitere Beiträge aus dieser Ausgabe sind im Beitrag „Neues Kiezmagazin: Wer rastet… kommt weiter!“ gesammelt und verlinkt.

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