Der 45 Jahre alte Abenteuerspielplatz im Humboldthain hat ein neues Haus und ein erneuertes Außengelände. 1,9 Millionen Euro hat der Bezirk Mitte in die Sanierung und den Neubau investiert. Vieles auf dem ASP ist aber bewusst geblieben, wie es war.

Das Wichtigste zum ASP Humboldthain
Adresse: Gustav-Meyer-Allee 4, 13355 Berlin
Gründung: Der Abenteuerspielplatz besteht seit 45 Jahren.
Neu: Neues Holzhaus und neu gestaltetes Außengelände
Kosten: 1,9 Millionen Euro, finanziert mit Investitionsmitteln des Bezirks Mitte
Ausstattung: Seilbahn, verschiedene Schaukeln, Basketballkorb und eine große Bau- und Spielfläche für den Hüttenbau, Lehmofen und gemauerte Feuerstelle
Öffnungszeiten: Montag 13–18 Uhr; Dienstag bis Freitag 13–20 Uhr; Samstag 12–20 Uhr; Sonntag 12–18 Uhr
Für Kitas und Schulen: Nutzung auf Anfrage bereits ab 10 Uhr möglich.
Mehr Platz für Kinder und Jugendliche
Jugendstadtrat Christoph Keller (Linke) sagte bei der Eröffnung am Samstag, dass trotz aller Erneuerungen „viel davon geblieben ist, was vorher da war“. Der Abenteuerspielplatz im Gesundbrunnen hat damit eine umfassende Verjüngungskur bekommen, ohne seinen bisherigen Charakter zu verlieren.
Bewährt hat sich zum Beispiel der Pizza-Backofen in der Mitte des Abenteuerspielplatzes. Der Lehmofen steht zusammen mit der gemauerten Feuerstelle weiterhin an seinem Platz. Beim Eröffnungsfest am 12. September brutzelten dort über dem Feuer die Würstchen.
Neu ist vor allem das markante Holzhaus. Es ist jetzt hell und frisch und bietet im Inneren deutlich mehr Platz für die offene Jugendarbeit. Aus Sicht der Jugendarbeiter ist die neue Flächenaufteilung einer der wichtigsten Vorteile. Das Verhältnis von Räumen für Kinder und Jugendliche zu den sogenannten Funktionsräumen ist im Neubau deutlich besser. Dadurch gibt es mehr Platz für Angebote in der Werkstatt und in der Töpferei. Für Marcus Lehmann, Leiter des Jugendamtes Mitte, ist das neue Gebäude deshalb weit mehr als ein Ersatzhaus.


Große Fenster mit Blick auf den Spielplatz
Auffällig ist auch der neue Standort des Büros der Einrichtungsleitung. Antje Arnold sitzt nun vorne im Gebäude und hat durch die großen Scheiben direkten Blick auf den Spielplatz. So kann sie ihren Blick zwischen Excel-Tabellen und den Abenteuern der Kinder pendeln lassen.
Altes Holzhaus war schadstoffbelastet
Das alte Holzhaus aus den 1980er Jahren war nicht nur dunkel und ungünstig geschnitten. Es war auch mit einem Holzlack gestrichen, der heute als Schadstoff gilt. In den Decken war zudem Asbest verbaut. Das neue Haus ist damit nicht nur heller und freundlicher, sondern entspricht auch heutigen Anforderungen an Schadstofffreiheit und ist barrierefrei.
Insgesamt hat das Jugendamt 1,9 Millionen Euro in den ASP Humboldthain investiert.
Neubau im Gartendenkmal Humboldthain
Die bebaute Fläche, auf der das neue Haus steht, ist identisch mit der bisherigen. „So gab es auch keine Schwierigkeiten mit dem Denkmalschutz, denn wir befinden uns ja mit dem Humboldthain in einem Gartendenkmal“, sagt Marcus Lehmann. Lehmann kennt den Abenteuerspielplatz noch aus den 1980er Jahren. Damals organisierte er als Student eine berlinweite Tischtennis-Liga und fuhr dafür von Tempelhof „hierher, weit in den Norden“.

Vier Abenteuerspielplätze im Bezirk
Im Bezirk Mitte gibt es vier Abenteuerspielplätze. Drei davon liegen im Wedding und Gesundbrunnen: Neben dem ASP Humboldthain gehört dazu der Telux in der Luxemburger Straße, eine der ältesten Anlagen dieser Art in Berlin. Telux wurde bereits 1973 von einer Elterninitiative gegründet. Auch im Soldiner Kiez gibt es einen Abenteuerspielplatz, den ASP Panke in der Wilhelm-Kuhr-Straße. Ebenfalls zu den bezirklichen Einrichtungen gehört der Abenteuerspielplatz in der Rosenthaler Straße in Alt-Mitte.

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