Am 11. Juli kam es in der Böttgerstraße zu einem Streit um einen Parkplatz, dem der 37-jährige William Chedjou Noubissi zum Opfer fiel. Wir hatten hier berichtet. Rund vier Wochen sind seitdem vergangen. Unser Autor Michael Becker hat den Tatort nochmals besucht.


Der Tatort in der Böttgerstraße ist mittlerweile zu einem Gedenkort gestaltet worden. Verantwortlich scheint das „Collektif William Chedjou“ zu sein, das sich mit einem großen Transparent am Zaun präsentiert.
An der Stelle, an der William Chedjou Noubissi nach der Messerattacke auf dem Bürgersteig liegend verblutete, steht jetzt eine Sarginstallation. Rot bemalt, mit metallenen Griffen, weiß beschriftet „This is William Chedjou“. Dahinter steht ein schwarzes Holzkreuz. Schilder rundherum mahnen Gerechtigkeit für William und eine Zukunft ohne Rassismus an.
Eine Anwohnerin verwies mich auf zwei Besonderheiten, die im Schildermeer etwas untergehen:
- Auf einem handschriftlichen Pappschild wünscht die Nachbarschaft des Gesundbrunnens der Familie von William ihr Beileid.
- Das hoffnungsvollste Zeichen aber ist im Stil von Straßenschildern an einem Bauzaun angebracht. Es trägt den Schriftzug: William Chedjou Str.
Für einen solchen Lichtstrahl in die Zukunft kann man dem „Collektif William Chedjou“ nur die volle Unterstützung von allen Seiten wünschen.
Hier geht es zum Text, der kurz nach der Tat erschienen ist: Anteilnahme in der Böttgerstraße


Text und Fotos: Michael Becker

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