Vorhang auf für Kurzfilme aus dem Vereinigten Königreich und Irland! Vom 23. bis 29. Januar findet die 18. Ausgabe des British Shorts-Filmfestival statt. Mit dabei sind mehrere Berliner Kinos. Dreh- und Angelpunkt ist aber das City Kino Wedding.

Das erste, was Andrea Stosiek über das British Shorts-Filmfestival sagt, ist: „Wir werden volljährig!“ Zum 18. Mal holt die Betreiberin des City Kino Wedding zusammen mit den Mitgliedern eines einstigen studentischen Filmclubs britische und irische Kurzfilme nach Deutschland. In diesem Jahr findet das erwachsen gewordene Festival vom 23. bis 29. Januar in sechs Berliner Kinos statt. Wer neugierig ist und Zeit hat, kann an den sieben Tagen 150 kurze Filme sehen.
Erwachsen werden bedeutet manchmal auch, sich zu viele Gedanken zu machen. „Es ist das erste Mal, dass wir kein Motto haben. Wir konnten uns einfach nicht auf einen Slogan einigen“, sagt Andrea Stosiek über die Überlegungen im fünfköpfigen Festivalteam. Die Kinobetreiberin hätte „Come together“ schön gefunden. Aber, was soll’s?! Dann gibt es 2025 kein Motto. Geblieben ist, dass es ein buntes Filmprogramm gibt mit Filmen, die sonst auf keiner anderen Leinwand in Deutschland zu sehen sind. Neben dem Filmprogramm sind eine Ausstellung sowie verschiedene Konzerte in den teilnehmenden Kinos geplant. Was die Musik betrifft… von schottischen und irischen Liedern über Indie-Pop bis zu einem Shanty-Chorkonzert ist einiges geplant.


Der Auftakt des 18. British Shorts-Filmfestivals findet traditionell im City Kino Wedding statt. Lost geht es am Donnerstag, dem 23. Januar um 20 Uhr in der Müllerstraße 74. Die Zuschauer:innen erwarten bei der Festivaleröffnung sieben Kurzfilme, einen Auftritt des Stand Up-Comedian Chris Davis sowie ein Live-Set nach dem Film von Berlin Thistle. An den folgenden Tagen geht es weiter im Andrea Stosieks anderem Kino, dem Sputnik Kino in Kreuzberg, im KLICK Kino, im Acudkino und im Kino Intimes. „Ich freue mich, dass wir in diesem Jahr außerdem erstmals das Xenon Berlin in Schöneberg als Festivalkino dabei haben“, sagt Andrea Stosiek.

Mit im Programm ist auch eine Retrospektive. Sie beschäftigt sich in diesem Jahr mit dem britischen Regisseur Peter Strickland. Wer die elf Filme des Filmemachers sehen möchte, der hat am 28. Januar um 20 Uhr im City Kino Wedding Gelegenheit dazu. Auch das ist Teil des erwachsen gewordenen Filmfestivals: Wie bei anderen Filmfestivals gibt es beim British Shorts-Filmfestival (eigentlich: Lichtspielklub Short Film Festival) eine Jury – und auch das Publikum ist aufgerufen, über die Filme abzustimmen. Beide Gewinnerfilme werden dann jeweils nochmals vorgeführt. Der Filmfavorit der Jury ist am 26. Januar um 20 Uhr im City Kino Wedding zu sehen. Der Publikumsgewinner wird am 29. Januar um 20 Uhr im Kino in der Müllerstraße 74 gezeigt.

Damit nicht genug! Im Rahmen des British Shorts-Filmfestivals gibt es auch wieder einen kostenfreien 48-Stunden-Filmworkshop, der sich an Filmstudierende richtet. Der Workshop wird geleitet von den britischen Filmdozenten Dave Green und John Digance und das Beste: Der Workshop hat sogar einen Namen. ;) Unter dem Motto „Bridge“ arbeiten die Teilnehmer:innen vom 25. bis 27. Januar an ihren Filmideen. Die Ergebnisse werden am 27. Januar um 19 Uhr im Sputnik Kino in Kreuzberg gezeigt. Beispiele der Workshoparbeit aus dem vergangenen Jahr sind auf der Webseite des Filmfestivals zu sehen. Dort findet sich auch der Kontakt für alle, die am Filmworkshop teilnehmen möchten.
Das komplette Programm ist auf der Webseite www.britishshorts.de veröffentlicht. Auch als PDF ist es verfügbar: Programm 18. British Shorts. Der Kartenvorverkauf hat bereits begonnen. Tickets können auf der Festivalseite und auf der Webseite des City Kino Wedding gekauft werden.

Kommentar verfassen