Im Brunnenviertel entsteht ein Ort, an dem Schule, Freizeit und Nachbarschaft zusammenkommen – der neue Campus in der Demminer Straße. Der neue Campus in der Demminer Straße ist der erste seiner Art im Bezirk Mitte – und gehört zu den ersten in ganz Berlin. Die Vineta-Grundschule und das Olof-Palme-Stadtteilzentrum (OPZ) wollen am Standort Demminer Straße 27/28 künftig einen gemeinsamen Weg gehen. Besonders ist, dass alle Nachbarn vom „Campus im Brunnenviertel“ profitieren sollen – nicht nur die Schule.

Treffpunkt für alle im Kiez
Der Dorfanger, die Dorflinde oder der Dorfplatz – in kleinen Orten wie Dörfern finden sich von selbst Ecken, an denen Menschen zusammenkommen und Gemeinschaft erleben können. Im Brunnenviertel, einem Stadtteil mit über 20.000 Bewohnern, müssen solche Treffpunkte geschaffen werden.
Mit dem Campus in der Demminer Straße soll ein solcher Ort entstehen, den die Menschen im Brunnenviertel als ihren zentralen Anlaufpunkt wahrnehmen. Heute sagen sie: „Mein Kind geht zur Vineta-Grundschule und am Nachmittag in die Betreuung“. Sie sagen: „Ich treffe mich mit anderen Eltern im Familienzentrum in der Grundschule“. Sie sagen: „Meine Kinder gehen im OPZ ins Jugendzentrum“. Und sie sagen: „Ich nutze Nachbarschaftsangebote im OPZ“. Künftig soll die Antwort einfach lauten: „Ich gehe zum Campus“.
Mehr als ein Nebeneinander
Der Campus in der Demminer Straße soll ein Bildungs- und Freizeitstandort für die gesamte Nachbarschaft werden. So steht es in einem Konzept, an dem alle Beteiligten mehrere Jahre gearbeitet haben. Die Betonung, dass die gesamte Nachbarschaft zu einem Nutznießer des Campus werden soll, ist einmalig. Im Bezirk. In Berlin.
Ein Campus, an dem sich auf einem Gelände neben einer Schule eine Kindertagesstätte oder eine Freizeiteinrichtung befindet, ist eine tolle Sache. Doch ein Campus, der mehr als ein Nebeneinander sein will, ist einmalig. Oder zumindest selten. Ein Ort, an dem Schule, Freizeit und Nachbarschaft wirklich zusammenkommen.
In der Demminer Straße 27/28 haben sich die Beteiligten entschlossen, gemeinsam einen Campus aufzubauen. Das heißt, miteinander zu überlegen, welche Angebote zusammen gemacht werden können und wie die Nachbarschaft in den Campus eingebunden werden kann. Für diese koordinierende Aufgabe ist am 1. September ein Campusmanager eingestellt worden, der bei der Pfefferberg gGmbH angestellt ist. Finanziert wird die Stelle vom Quartiersmanagement Brunnenstraße.
Transparenzhinweis: Autor Andrei Schnell ist zugleich Campusmanager und Ansprechpartner für Nachbarschaftsideen: andrei.schnell@pfefferwerk.de.

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