Umbau der Swinemünder Straße verzögert sich

Der geplante Umbau der nördlichen Swinemünder Straße verzögert sich weiter. Wie das Bezirksamt Mitte am 4. Februar auf Nachfrage des Brunnenmagazins mitteilte, konnte die Planung bislang wegen komplexer Anforderungen an den Straßenraum noch nicht abgeschlossen werden. Besonders die Klärung von Brandschutzfragen sowie Vorgaben des Mobilitätsgesetzes, des Klimaanpassungsgesetzes und Planungen zu einer angedachten Radschnellverbindung seien noch offen.

Die Swinemünder Straße kurz vor der Swinemünder Brücke. Foto: Hensel
Die Swinemünder Straße kurz vor der Swinemünder Brücke. Foto: Hensel

„Der Bezirk strebt weiterhin einen Umbau an. Ein Baustart lässt sich derzeit nicht seriös terminieren, da besonders die Brandschutzfragen noch offen sind und sich die Rahmenbedingungen an die Planung erheblich verändert haben“, heißt es von der Pressestelle.

Hintergrund und Planung

Die ursprüngliche Planung für den Umbau der Straße zwischen Rügener Straße und Swinemünder Brücke stammt bereits aus dem Jahr 2018. Vor acht Jahren hat es auch eine Bürgerbeteiligung gegeben, bei der es viele Rückmeldungen aus der Nachbarschaft gab. Aufgrund dessen waren die Planungen für den Umbau des Straßenabschnitts und der Kreuzung Rügener Straße/Gleimstraße/Swinemünder Straße modifiziert worden. Der Umbau hat danach jedoch nicht begonnen. Stattdessen wurde der geplanter Baustart bereits mehrfach verschoben.

Wie das Bezirksamt bestätigt, werden die bisherigen Beteiligungsergebnisse in der Planung weiterhin berücksichtigt werden. Ursprünglich waren 2,1 Millionen Euro für den Umbau des Abschnitts geplant gewesen.

Bei der Präsentation der Vorplanung für die Umgestaltung. Foto: Hensel
Bei der Präsentation der Vorplanung für die Umgestaltung. Foto: Hensel

Kiezgespräch am Donnerstag

Am Donnerstag, den 12. Februar, findet in der kleinen Turnhalle der Vineta-Grundschule ein Kiezgespräch mit den drei Bezirksstadträten Ephraim Gothe (Stadtentwicklung), Christopher Schriner (öffentlicher Raum) und Benjamin Fritz (Sport/Schule) statt. Von 16 bis 18 Uhr geht es vor allem um den Campus im Brunnenviertel, den Ausweichstandort der Ernst-Reuter-Schule auf dem Gelände des ehemaligen Diesterweg-Gymnasiums sowie die Swinemünder Straße. Die kleine Turnhalle ist über den Schulhof der Vineta-Grundschule in der Demminer Straße 27 erreichbar.

Update 11.02.2026: Das Kiezgespräch wird wegen Krankheit verschoben. Den neuen Termine veröffentlichen wir hier.

Mehr Infos: Umbau Swinemünder Straße

Mehr über die ursprünglich geplanten Maßnahmen und die Einwände aus der Nachbarschaft im Rahmen der Bürgerbeteiligung stehen im Beitrag Umbau der Swinemünder in der Kritik.

Aufruf zur Informationsveranstaltung des Bezirksamts 2018, bei der die Vorplanung vorgestellt wurde. Grafik: Bezirksamt Mitte
Aufruf zur Informationsveranstaltung des Bezirksamts 2018, bei der die Vorplanung vorgestellt wurde. Grafik: Bezirksamt Mitte

Weiterlesen

Beim Kiezgespräch am 12. Februar geht es auch um die Themen Campus im Brunnenviertel und Ausweichstandort der Ernst-Reuter-Schule. Über den Campus ist unter der Überschrift Ein Campus entsteht: Vormittags Schule, nachmittags Kiez eine Beitrag erschienen. Mehr über den Ausweichstandort der Ernst-Reuter-Schule auf dem Gelände des ehemaligen Diesterweg-Gymnasiums steht im Artikel Ein Ersatzbau für die Ernst-Reuter-Schule.

Dieser Text wurde von einem Menschen geschrieben.

📍 Kiez: ,

Kommentare

  1. Avatar von Susanne Bürger
    Susanne Bürger

    Danke für das Nachfragen. Die Antwort des Bezirksamt lässt mich ratlos zurück. Dass dieser so kurze Streckenabschnitt der Swinemünder Straße in der Planung eine so große Komplexität darstellt, das überrascht mich schon. Da hat der Bezirk Mitte doch schon ganz andere Projekte umsetzen können.

    Brandschutz? Ich kann nur vermuten, dass es um Rettungswege und Aufstellflächen für Löschfahrzeuge geht. Die bisher vorliegende Planung kommt dem aktuellen Zustand doch sehr nahe. Dann müssten ja aktuell bereits Brandschutz-Probleme bestehen? Mh.

    Radschnellverbindung? Ist da nicht der gesamte Prozess gestoppt worden wegen Finanzierungsvorbehalt – also die aktuelle CDU geführte Senatsverwaltung will das Projekt nicht. Und nun wartet man auf bessere Zeiten und belässt den bedauernswerten Zustand dieses Straßenabschnittes also einfach so. Wow. Und selbst wenn die kommt, das dauert doch noch viele Jahre, bis der „Panke Trail“ Realität wird.

    Mobilitätsgesetz? Also meine Mobilität als Fußgängerin ist hier immer in Gefahr. Entweder weil die Gehwegplatten in einem Hürdenlauf enden, oder weil der Radverkehr sich mehr oder weniger aggressiv seinen Weg bahnt (oder nimmt). Vor allem die Seite zur Schule / zum Sportplatz hin finde ich extrem problematisch.

    Und als Radfahrerin habe ich es nur einmal versucht, auf der Straße zu fahren: a) auf dieser Buckelpiste bin ich nur sehr schwer voran gekommen, b) das haben die hinter mir fahrenden Pkw nicht ausgehalten, ich war ihnen zu langsam. Ich bin angehupt und aggressiv / zu dicht überholt worden.

    1. Avatar von Dominique Hensel

      Meine private Vermutung ist, dass auf das LZQ gewartet wird. Das soll sich ja auch um Klimaschutz kümmern, wenn ich das Konzept richtig in Erinnerung habe. Vielleicht kommt dort das nötige Geld her.

Kommentar verfassen

Entdecke mehr von Brunnenmagazin

Jetzt abonnieren, um weiterzulesen und auf das gesamte Archiv zuzugreifen.

Weiterlesen