Check deinen Bro: Ryans erster Botschafterjob

Hose runter und dann wird abgetastet! Weil das lange so war, verbinden viele Männer die Prostata-Früherkennung mit der Tastuntersuchung. Sie glauben, das ist unangenehm, und vermeiden den Arztbesuch. Dass das so gar nicht mehr so ist und dass der Check wichtig ist, darauf will der Weddinger Ryan Wichert als Botschafter einer Gesundheitskampagne hinweisen.

Botschafter für die gute Brostata-Sache: Der Schauspieler Ryan Wichert. Foto: Hensel
Botschafter für die gute Brostata-Sache: Der Schauspieler Ryan Wichert. Foto: Hensel

Ryan Wichert kennen einige aus dem Prime Time Theater, wo er in der Theater-Sitcom „Gutes Wedding, schlechtes Wedding“ unter anderem den Nerd Kevin spielt. Anderen kommt das Gesicht des Schauspielers vielleicht aus dem Bezahlfernsehen bekannt vor. Er spielt dort sein komödiantisches Talent aus oder gibt den Psychokiller – so wie es die Rolle gerade verlangt. Nun hat sich der Weddinger aus dem Brunnenviertel die hellblaue Schleife angesteckt. Er ist Botschafter einer deutschlandweiten Aufklärungsinitiative zum Thema Prostatakrebs.

Als Schauspieler bekommt Ryan Wichert immer wieder Anfragen, sich für eine wohltätige oder Marken-Kampagne zu engagieren. „Ich habe bisher nichts angenommen. Ich dachte immer: Was hat das mit mir zu tun?“, sagt er. Als der ihn weltweit erfolgreiche Commercial-Regisseur Charley Stadler kontaktierte, überlegte es sich der Weddinger mit britisch-deutschen Wurzeln. „Gesunde Ernährung, Gesundheit und Sport, das ist meins“, sagt Ryan Wichert. Prostatakrebs-Früherkennung war für ihn selbst bis dahin allerdings auch kein Thema: „Das hatte ich nicht auf dem Schirm“. Für ihn war es eine Gelegenheit, das Thema selbst ernster zu nehmen und andere Menschen durch seine Rolle als Botschafter mitzunehmen. Aber vor allem mochte er den Comedy-Aspekt der Kampagne. „Also ist das jetzt mein erster Botschafterjob“, sagt der Schauspieler.

„Prostatakrebs ist die häufigste Krebsart bei Männern. Das Problem ist, dass Männer kaum zum Arzt gehen. Dabei ist die Früherkennung ja fast kein Aufwand, es ist nur eine Blutuntersuchung“, sagt Ryan Wichert. Indem er das sagt, füllt er die Rolle als Botschafter schon ziemlich gut aus. „Meine Aufgabe ist es, die Werbetrommel zu rühren und die Taschenlampe ein wenig auf das Thema zu richten“, sagt er.

Material der BROSTATA-Kampagne - mit Ryan Wichert. Foto: Hensel
Material der BROSTATA-Kampagne – mit Ryan Wichert. Foto: Hensel

Ein wichtiger Teil des Botschafterjobs ist die Mitwirkung in einem 90-Sekunden-Werbefilm, der auf die Aufklärungsinitiative „BROSTATA“ hinweist. In dem Film kommt Ryan mit der animierten Comicfigur „BROSTATA“ ins Gespräch, die ihren Menschen immer wieder auf ihre Bedeutung hinweist. Sie begleitet Ryan in dem Film in die privatesten Situationen und zuletzt auch zum Urologen. Der stellt in seiner Praxis klar: Abtasten war gestern, heute ist Blutuntersuchung. Plakate mit einem QR-Code zu diesem Film waren in den vergangenen Wochen auf digitalen Screens in ganz Deutschland zu sehen.

Die Prostata-Aufklärungsinitiative wurde übrigens von Blue Ribbon Deutschland initiiert, einer Initiative der Awareness Deutschland gGmbH aus Würzburg. Die gemeinnützige Gesellschaft macht Kampagnen zu verschiedenen Krebserkrankungen in Deutschland und will dabei die Chancen der Früherkennung in den Mittelpunkt stellen. Der Weddinger Ryan Wichert trägt dafür nun die hellblaue Schleife, das weltweite Symbol für das Engagement gegen Prostatakrebs.

Achtung! Der BROSTATA-Film enthält explizite Szenen und ist für Menschen ab 18 Jahren gedacht: BROSTATA-Film

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Mehr zur Früherkennungsuntersuchung bei Männern ist auf der Seite von Blue Ribbon Deutschland zu finden: Infos zur Untersuchung. Auf der Seite gibt es auch weitere Informationen zu Prostata-Krebs.

Kommentare

  1. Avatar von Rolf

    Das mit der berührungsfreien Untersuchung scheint sich noch nicht bei allen Urologen herumgesprochen zu haben. Manche Urologen nennen sich jetzt „Männerärzte“. Macht die Sache aber auch nicht angenehmer. ;-)

    1. Avatar von Dominique Hensel

      Das ist leider ein medizinisches Dauerproblem. Bis es alle machen, wird wohl eine neue Ärzte-Generation kommen müssen. Meine Frauenärztin hält Hormonprobleme bei Frauen auch für eine spinnerte Erfindung. Weiterbildung lässt grüßen.

      Vielleicht richtet sich die Kampagne ja auch an Urologen?

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