Erika-Heß-Eisstadion: Nur für Vereine

Kleines Aufatmen bei den Sportvereinen: Das Erika-Heß-Eisstadion öffnet am 6. Januar 2025. Das teilt Sportstadtrat Benjamin Fritz (CDU) mit. Damit hat er sich zugunsten der Eishockeyvereine entschieden und gegen die Freizeitläufer. Die können in dieser Saison im Wedding nicht Schlittschuhlaufen: Die Außenfläche bleibt geschlossen. Die Weddinger müssen auf andere Eisflächen ausweichen. Welche es gibt, steht im Beitrag.

Eingang zur Eishalle des Erika-Heß-Eisstadions. Foto: Hensel
Eingang zur Eishalle des Erika-Heß-Eisstadions. Foto: Hensel

Wenn die Rede auf das Erika-Heß-Eisstadion kommt, bewegt man sich zwangsläufig auf ganz dünnem Eis. Denn in den letzten Jahren gab es immer wieder Reparaturen und Sanierungen und damit verbundene Schließungen. Sowohl der Eishalle als auch der Freiluftbahn waren gesperrt. Zuletzt stand eine Sanierung der Dachkonstruktion an. Diese Arbeiten wurden nicht rechtzeitig zum Herbst fertig (Text zu den Gründen). Zuletzt hatte Sportamtsleiterin Melita Ersek bei einer Sitzung des Präsidiums des Bezirkssportbundes Mitte Hoffnung gemacht, dass die Halle Mitte Dezember öffnen könne. So berichtete es der Sportbund. Nun nennt der Stadtrat den ersten Montag im neuen Jahr (2025) als Eröffnungstermin.

Wichtiger Schritt für Eishockey-Verein FASS

Die Eishalle ist unter anderem für den Verein FASS wichtig. Dessen erfolgreichste Eishockey-Mannschaft spielt in der Regionalliga-Ost und tritt dort gegen Chemnitz, Dresden oder die Eisbären-Juniors an. Aktuell steht FASS Berlin an der Tabellenspitze. „FASS hatte auf einen früheren Termin gehofft, aber trotzdem ist die Vorfreude jetzt groß“, schreiben die Eisflitzer auf ihrer Webseite. Die Freude ist verständlich, denn die Ausweichhalle in Charlottenburg ist überbelegt, sodass Ligaspiele verschoben werden müssen. Nun besteht Hoffnung auf einen ordentliche Ligabetrieb ab Januar.

Die Eishalle des Erika-Heß-Eisstadions, hier kurz vor Beginn der Aufführung des "Eismärchen" im Jahr 2019. Foto: Hensel
Die Eishalle des Erika-Heß-Eisstadions, hier kurz vor Beginn der Aufführung des „Eismärchen“ im Jahr 2019. Foto: Hensel

Alternative Eisflächen für Hobbyläufer

Dagegen ist die Vorfreude für die Freizeitsportler gleich Null. Wer einfach eine ruhige Runde drehen mag oder wer vor größerem Publikum ein wenig darstellen wollte, was er auf den Kufen drauf hat, muss auf nächstes Jahr hoffen. Denn eine Öffnung der Außenfläche steht in dieser Saison nicht an.

Wo kann man stattdessen zum Spaß Schlittschuhlaufen gehen? Mit der Bahnlinie U8 erreichbar ist das Neuköllner Eisstadion mit Außenbahn. Aussteigen am U- und S-Bahnhof Hermannstraße. Nach zweijähriger Schließzeit stehen die Eisflächen im Werner-Seelenbinder-Sportpark neben dem Tempelhofer Feld seit dem 2. November wieder bereit. Ebenfalls im Vergleich zu den Alternativen noch relativ gut erreichbar ist das Horst-Dohm-Stadion unweit des S-Bahnhofs Hohenzollerndamm, das noch im November öffnen soll. Ringbahn fahren.

Als kommunale Eisflächen stehen sonst noch recht weit entfernte Bahnen bereit. Da sind zum Beispiel die Eisflächen in Lankwitz, in der Nähe des gleichnamigen S-Bahnhofs (S25 und S26). Kein Eishockeystadion, aber eine Eisbahn hat die Eisschnelllaufhalle in Hohenschönhausen im Sportforum. Mit der Tram M5 bis Sandinostraße fahren. Ebenfalls nicht gerade um die Ecke liegt die neue (2014 fertiggestellt) Eissporthalle Charlottenburg in der Glockenturmstraße 14. Anfahrt mit S-Bahn S5 bis Pichelsdorf.

Na dann, Hals und Beinbruch.

Schlittschuhe auf dem Eis. Foto: Hensel
Schlittschuhe auf dem Eis. Foto: Hensel
📍 Kiez: ,

Kommentar verfassen

Entdecke mehr von Brunnenmagazin

Jetzt abonnieren, um weiterzulesen und auf das gesamte Archiv zuzugreifen.

Weiterlesen