Der Frühling kommt mit Krokus und Schneeglöckchen

Es sind nur noch wenige Tage bis zum offiziellen Frühlingsanfang. Am Donnerstag (20.3.) beginnt sie, die Jahreszeit der Frühblüher und des frischgrünen Blätterwerks, der Knospen und der wieder ausschwärmenden Bienen. Doch die Natur hält sich nicht an die Datumssetzung: wenn die Sonne kommt, dann beginnt sie ihr Werk. Und weil es in den vergangenen Wochen schon sehr schöne Tage gab, finden sich die Boten des Frühlings auch im Wedding und im Gesundbrunnen überall. Eine Spaziergang durch Parks, Straßen und Gärten im Stadtteil.

Auf die Krokuswiese im Humboldthain ist in jedem Frühling Verlass! Foto: Hensel
Auf die Krokuswiese im Humboldthain ist in jedem Frühling Verlass! Foto: Hensel

Krokuswiese im Humboldthain

Wer Krokusse mag, der muss derzeit nicht lange suchen. Sie recken ihre lila oder gelben Köpfe an vielen Orten im Stadtteil in die Vorfühlingsluft. Wenn es warm genug ist, öffnen sie ihre Blüten. Ist es kühl, bleibt die Ahnung vom Spektakel. Im Moment gibt es einige sehr sichere Orte für alle, die Krokusse sehen wollen. Immer Verlass ist dabei auf die Krokuswiese im Humboldthain am Eingang Wiesenstraße. Es gibt sie schon seit fast 40 Jahren und sie ist einfach wunscherschön mit ihren unzähligen Frühblühern. Damit das so bleibt, wird hier übrigens jedes Jahr nachgepflanzt.

„Wie viele es sind, weiß ich natürlich nicht. Aber wir stecken jedes Jahr 10.000 Krokusse neu“, erklärt der für den Humboldthain zuständige Revierleiter Uwe Dieckow. Sehr fotogen ist die Krokuswiese auf jeden Fall – allerdings sollte man darauf achten, beim Fotografieren nicht auf die Wiese zu treten. Mehr über die Krokuswiese steht übrigens im Beitrag Eine Augenweide in jedem Frühling.

Nur hier braucht es vielleicht mal ein Zäunchen - und ein Nachpflanzung. Foto: Hensel
Nur hier braucht es vielleicht mal ein Zäunchen – und ein Nachpflanzung. Foto: Hensel

Friedhöfe: Orte der Stille, Orte der Frühblüher

Doch Krokusse in verschiedensten Farben kann man auch woanders bestaunen. So sind die Friedhöfe ein guter Ort für einen Frühlingsspaziergang. Auf dem St. Elisabeth Friedhof im Soldiner Kiez oder auf den Evangelischen Friedhöfen an der Seestraße kann sich jeder Frühlingsflaneur, der Muße hat, im Krokuszählen üben. Ein Krokus, zwei Krokusse, drei Krokusse …

Willkommen am Louise-Schroeder-Platz!

Ihre allererste Saison haben die Elfen-Krokusse auf dem Louise-Schroeder-Platz. Sie sind bei einer Aktion des Schul-Umwelt-Zentrums Mitte im vergangenen Oktober von Fünftklässlern der Carl-Kraemer-Schule in die Erde gesteckt worden. In ihrer ersten Saison blühen sie zartlila, wenn auch noch etwas zurückhaltend. Vielleicht freuen sie sich schon auf den nächsten Frühling. Mehr zu der Pflanzaktion steht im Beitrag Für ein Blütenmeer auf dem Louise-Schroeder-Platz. Wer schonmal am Louise-Schroeder-Platz ist, kann gleich noch einen Blick auf den Mittelstreifen an der Kreuzung zur Seestraße werfen. Hier gibt es ein üppiges Blütenmeer zu bestaunen.

Krokusse auf dem Louise-Schroder-Platz. Sie waren im vergangenen Jahr bei einer Aktion das SUZ Mitte von Schülern gesteckt worden. Foto: Hensel
Krokusse auf dem Louise-Schroder-Platz. Sie waren im vergangenen Jahr bei einer Aktion das SUZ Mitte von Schülern gesteckt worden. Foto: Hensel
Mit Kreide wurden die Stellen markiert, an denen die Krokusse gesteckt werden sollten. Foto: Schnell
Pflanzaktion auf dem Louise-Schroeder-Platz: Mit Kreide wurden die Stellen markiert, an denen die Krokusse gesteckt werden sollten. Foto: Schnell
Frühblüher auf dem Mittelstreifen am Louise-Schroeder-Platz Ecke Seestraße. Foto: Hensel
Frühblüher auf dem Mittelstreifen am Louise-Schroeder-Platz Ecke Seestraße. Foto: Hensel

Mehr kostenfreie Frühlingsvorfreude

Noch mehr Frühlingsvorfreude gibt es in der Reinickendorfer Straße am Nettelbeckplatz. Oder im Parklet vor dem Nachbarschaftsladen in der Sprengelstraße. Oder in den zahlreichen Baumscheiben, auf dem Mittelstreifen der Brunnenstraße, in Balkonkästen oder oder oder.

Frühlingsboten: Im Silent Green Kulturquartier blüht es auch schon. Foto: Hensel
Frühlingsboten: Im Silent Green Kulturquartier blüht es auch schon. Foto: Hensel

Die Gemeinschaftsgärten erblühen

Die Gemeinschaftsgärten im Wedding und in Gesundbrunnen stehen schon in den Startlöchern oder haben schon mit ihrem Tun begonnen. Welcher Gärtner oder welche Gärtnerin möchte auch länger warten als unbedingt nötig, wenn der Frühling vor der Tür steht?

Wilde 17
Der Gemeinschaftsgarten „Wilde 17“ in der Böttgerstraße 17 sucht zum Saisonstart neue Mitgärtnerinnen und Mitgärtner. Wer Lust dazu hat, kann einfach am 10. oder 20. jedes Monats im Garten vorbeischauen.

Himmelbeet
Der Gemeinschaftsgarten Himmelbeet in der Gartenstraße ist täglich ungefähr von 10 is 16 Uhr geöffnet. Noch ruht das aktive Gartenleben, die Veranstaltungen des Himmelbeets finden noch im Baumhaus in der Gerichtstraße und in der Waschküche in der Feldstraße statt, doch das ändert sich bald wieder. Richtig los geht es dann im April. Den Auftakt markiert das Frühlingsfest am 5. April. Ab 13 Uhr gibt es eine Ausstellung, Pizza, einen Workshop zum kreativen Schreiben, gemeinsames Essen und Backen sowie Musik. Der Garten befindet sich nahe den Liesenbrücken.

Elisabeet
Im Elisabeet ist bereits angesät worden. Wer dabei sein möchte bei allen weiteren Schritten, der kann jeden Donnerstag und/oder Freitag von 12 bis 17 Uhr in den Gemeinschaftsgarten auf dem St. Elisabeth-Friedhof II im Soldiner Kiez vorbeischauen. Dann finden die offenen Mitmach-Tage statt. Der Eingang zum Friedhof ist in der Wollankstraße 66, danach der Beschilderung folgen.

Essbare Straße
Das Projekt Essbare Straße, das seine zahlreichen Hochbeete auf der Swinemünder Straße hat, ist schon in die Saison gestartet. Jeden Sonntag treffen sich die Gärtnerinnen und Gärtner ab sofort von 10 bis 12 Uhr zum Gemeinsamen säen, pflanzen und pflegen.

Wir wünschen allen Leserinnen und Lesern einen schönen Frühlingsanfang!

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Weitere Beiträge über Stadtgärten im Wedding und in Gesundbrunnen stehen auf der Seite Nachhaltigkeit im Wedding.

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