Die Bürgerredaktion nutzt ihre öffentlichen Redaktionssitzungen gern dafür, besondere Orte im Kiez zu besuchen. Bei dem Treffen im Juli war die Redaktion im Gemeinschaftsgarten Niemandsland zu Gast. Gruppen und Besucher sind hier stets willkommen.

Gärten sind in den heißen Sommermonaten nicht nur kühle Orte mit Schatten und bunten Blumen. Im Falle von Gemeinschaftsgärten sind sie auch für alle offene Orte des Zusammenkommens und des Austauschs. Das ist auch beim Niemandsland-Garten an der Bernauer Straße der Fall. Seit 2015 wird auf dem ehemaligen Grenzstreifen der Berliner Mauer gemeinschaftlich gegärtnert. Der Garten wird von den Evangelischen Kirchengemeinden Am Weinberg und Versöhnung getragen; wer hier mitmachen möchte, muss jedoch nicht christlich sein, wie Pfarrer Thomas Jeutner auf Nachfrage sagt.
Der Niemandsland-Garten befindet sich hinter der Kapelle der Versöhnung, an der Gedenkstätte Berliner Mauer, einer der am meisten besuchten Touristenattraktionen Berlins. Dennoch ist der Garten ein stiller und idyllischer Ort. Insgesamt 55 Menschen aus vielen verschiedenen Nationen gärtnern hier. „Die Hälfte kommt aus Alt-Mitte, die andere Hälfte aus dem Wedding in den Garten“, sagt Thomas Jeutner. Die Beete werden jährlich neu vergeben. Im Frühjahr gibt es wieder öffentliche Mitmachtage. Sie eignen sich auch, um einen ersten Kontakt aufzunehmen. Ansprechpartner ist Pfarrer Jeutner, erreichbar über das Gemeindebüro der Versöhnungsgemeinde. Die Kontaktdaten finden sich auf www.gemeinde-versoehnung.de.




Weiterlesen
Der Beitrag ist im gedruckten Kiezmagazin „Die Farben des Kiezes“ enthalten, das im September 2023 erschienen ist. Weitere Texte und Themen dieser Ausgabe sind im Artikel „Neues Kiezmagazin: Die Farben des Kiezes“ gesammelt und verlinkt.
Mehr Beiträge über die Stadtgärten im Wedding und in Gesundbrunnen sind auf der Seite Nachhaltigkeit im Wedding (Abschnitt „Urbanes Gärtnern“) zu finden.

Kommentar verfassen