Die Brunnenstraße am U-Bahnhof Voltastraße an der Usedomer und Demminer Straße mit Blick in Richtung Humboldthain im Sommer 1932. Ralf Schmiedecke zieht in seiner historischen Kolumne einen Bildervergleich.

Auf Anordnung von Friedrich II. wurde die Straße 1752 als Sandweg vom Rosenthaler Tor zum Bad Gesundbrunnen angelegt und seitdem als „Straße von Rosenthal“ bezeichnet. Nach der Jahrhundertwende baten die Anwohner, dass die Ausfallstraße offiziell den Namen Brunnenstraße erhalten soll. Durch einen Antwortbrief der Berliner Polizeidirektion vom 18. Februar 1801 wurde der Umbenennung entsprochen. Aufgrund ihrer Wegführung bildet die Brunnenstraße die Gemarkungsgrenze zwischen der westlich gele-
genen Oranienburger Vorstadt (links im Bild) und der Spandauer Vorstadt östlich davon. Da die Brunnenstraße mehr und mehr an Bedeutung gewann, erfolgte eine immer intensivere Bebauung auch mit großen Wohn- und Geschäftshäusern, in denen sich elegante Läden befanden. Das links mittig zu er-
kennende und heute noch vorhandene Mietshaus Brunnenstraße 115, das zwei identische Giebel aufweist, entstand 1885/86 im Stil der Neorenaissance nach Plänen der Architekten Hugo Maaß und Theodor de Vries für die Maschinenbauanstalt Aichle & Bachmann, die im Hof auch eine Eisengießerei hatte.

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Der Beitrag ist auch im gedruckten Kiezmagazin „brunnen“ erschienen. Er ist in der Ausgabe „Bahn frei – dank Zebrastreifen“ enthalten, die im dritten Quartal 2017 erschienen ist. Weitere Beiträge aus dieser Ausgabe sind im Beitrag Neues Kiezmagazin: Bahn frei – dank Zebrastreifen verlinkt.

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