4000 Tonnen Kartoffeln für Berlin: Kostenlose Abholung im Wedding

Bei einer Kartoffel-Rettungsaktion Berlin werden in diesen Tagen tausende Kartoffeln kostenlos verteilt. Hintergrund ist die Rettungsaktion „4000 Tonnen Kartoffeln für Berlin“, bei der nicht benötigte Kartoffeln vor der Vernichtung in einer Biogasanlage bewahrt werden sollen. Organisiert wird die Aktion vom Unternehmen Ecosia aus der Gerichtstraße gemeinsam mit der Berliner Morgenpost. Die Kartoffeln stammen vom Landwirtschaftsbetrieb Osterland Agrar GmbH in der Nähe von Leipzig und werden mit LKW nach Berlin gebracht. Update: Vom 27. bis 30. Januar sollen nochmals Kartoffeln verteilt werden.

Gerettete Kartoffeln werden in Berlin kostenlos verteilt – auch im Wedding beteiligen sich Abholstellen.
Gerettete Kartoffeln werden in Berlin kostenlos verteilt – auch im Wedding beteiligen sich Abholstellen. Foto: Hensel

Abholstellen im Wedding und in Gesundbrunnen

Wir veröffentlichen nur bestätigte Abholstellen und Zeiten. Diese Verteilorte werden hier fortlaufend ergänzt – sofern sie im Wedding oder in Gesundbrunnen liegen.

  • Neue Termine sollen am Montag, den 26. Januar bekanntgegeben werden!
  • Wohnungslosenheim, Osloer Straße 80, Abholung: Alle Kartoffeln bereits verteilt!
  • Ernst-Reuter-Oberschule, Stralsunder Straße 57, Abholung: Alle Kartoffeln bereits verteilt!
  • Alte Feuerwache, Stockholmer Straße 4, Abholung: Alle Kartoffeln bereits verteilt!
  • Studio Siebzehntausend, Jülicher Straße 3, Abholung: Alle Kartoffeln bereits verteilt!
  • SuperCoop, Oudenarder Straße 16 (Osram-Höfe), Abholung: Alle Kartoffeln bereits verteilt!
  • Leo-Lionni-Grundschule, Müllerstraße 158, Abholung: Alle Kartoffeln bereits verteilt!
  • Bildungs- und Kulturzentrum (Corum-Der e.V.), Lindowerstraße 15, Abholung: Alle Kartoffeln bereits verplant!
  • INA.KINDER.GARTEN Grüntaler Straße, Grüntaler Straße 34, Abholung beendet
  • Centre Français de Berlin, Müllerstraße 74, Abholung: Alle Kartoffeln bereits verteilt!
  • Berliner Hochschule für Technik (AStA), Luxemburger Straße 20,  Abholung: Alle Kartoffeln bereits verteilt!
  • Evangelische Kapernaum-Kirchengemeinde,  Seestraße 35,  Abholung: Alle Kartoffeln bereits verteilt!
  • Kiezhaus Agnes Reinhold, Afrikanische Straße 74, Abholung: Alle Kartoffeln bereits verteilt!

Stand: Sonntag, 25 Januar 2026, 12.42 Uhr

Verteilung an zwei Tagen geplant

Die Verteilung soll am Donnerstag (15. Januar) und Freitag (16. Januar) stattfinden. Bis Montag hatten sich laut der Initiative mehr als 1000 Initiativen und Privatpersonen in Berlin als mögliche Abholstellen beworben – darunter auch mehrere Einrichtungen aus dem Wedding.

Die Aktion hat auch im Wedding viele Fragen aufgeworfen. Wer hat Platz für eine LKW-Ladung Kartoffeln? Diese Frage musste geklärt werden, denn jede Verteilstelle soll ein sogenanntes Bigpack mit einer Tonne Kartoffeln erhalten. Wer kann Verteilstelle werden und wann kommt überhaupt die Lieferung? Wird es Frost geben und müssen die Kartoffeln deshalb sehr schnell verteilt werden, damit sie nicht doch verderben? Diese Fragen haben sich viele gestellt, seitdem sich die Aktion in der vergangenen Woche über Presseartikel und Chat-Nachrichten verbreitete.

Kartoffel-Rettungsaktion Berlin: Beteiligung im Wedding

Auch im Wedding wurden diese Fragen diskutiert. Manche entschieden, dass sie die Beteiligung an der Rettungsaktion nicht stemmen können. So meldete sich das Olof-Palme-Stadtteilzentrum trotz großer Sympathien für die Kartoffelrettung nicht als Verteilstelle an.

Anders sieht es beim Gemeinschaftsgarten Himmelbeet aus. Laut Irina Kohlmetz vom Himmelbeet war die Entscheidung intern eigentlich nur: Lieferung zum Himmelbeet oder zum Elisabeet? Letztlich habe man sich fürs Elisabeet entschieden und sich schon sehr früh als Abholstelle angemeldet. Auch für Florian Fangmann vom Centre Français war klar: „Wir wollen mitmachen!“ Der Vorteil: Auf das Gelände in der Müllerstraße kann problemlos ein großer LKW fahren, um abzuladen.

Wo sind die Abholstellen?

4000 Tonnen sind eine große Menge Kartoffeln, der logistische Aufwand zum Transport beachtlich. Am Donnerstag und Freitag werden nach Informationen der Organisatoren jeweils zehn LKW mit Kartoffel nach Berlin fahren. Damit wird nur ein Teil der 4000 Tonnen Kartoffeln in die Hauptstadt gebracht.

Welche Abholstellen letztlich eine Lieferung erhalten, war bis Mittwoch noch offen. Die Organisatoren wollen die bestätigten Standorte ab dem 14. Januar auf einer interaktiven Karte auf der Webseite www.4000-tonnen.de veröffentlichen. Dort sollen auch die jeweiligen Abholzeiten zu finden sein. Sobald Abholstellen im Wedding und in Gesundbrunnen feststehen, werden diese ergänzt.

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Weitere Beiträge über Nachhaltigkeit im Wedding und in Gesundbrunnen stehen auf der Seite Nachhaltigkeit im Wedding.

Dieser Text wurde von einem Menschen geschrieben.

Kommentare

  1. Avatar von Reinhard
    Reinhard

    Hallo

    alter Schwede 4000 Tonnen , also 4 Millionen kg sind das Gewicht von 800 Elefanten oder 160 LKW die 25 Tonnen laden können…. wie gesagt alter Schwede

    Auf geht’s

    1. Avatar von Dominique Hensel

      Es scheint auch logistisch schwierig zu sein. Einge Verteilstellen wissen heute noch nicht, ob sie morgen Kartoffeln bekommen. So habe ich gerade mit dem Elisabeet gesprochen. Es ist noch total unklar, ob die beliefert werden. Und das am Tag davor.

  2. Avatar von Rolf

    Auf der Webseite wird heute, 15.1., angekündigt, dass heute und morgen vor allem die Berliner Tafeln beliefert werden, und ab Montag die nächsten Lieferungen kommen. Die Brandenburger Bauern sind übrigens nicht begeistert von der Aktion.
    https://www.bauernzeitung.de/landwirtschaft/pflanze/gratis-kartoffeln-berlin-schadet-4000-tonnen-aktion-landwirten-701#:~:text=Die%20%E2%80%9EBerliner%20Morgenpost%E2%80%9C%20koordiniert%20die,sie%20haben%20will%2C%20kostenlos%20verteilen.

    1. Avatar von Dominique Hensel

      Heute beginnt die Lieferung in der Malzfabrik, andere Verteilstellen bekommen auch. Die Tafel ist heute auch dabei. So sagt es der Chefredakteur der Morgenpost. Bei den anderen Stellen sind die sich selbst unsicher, was sie heute alles schaffen. Sie wollen aber heute anfangen, auch die anderen zu beliefern. Ich denke, man muss einfach ein wenig abwarten und ruhig Blut bewahren. Aber offenbar sind viele sehr aufgeregt und sind schon gestern bei den Verteilstellen im Wedding aufgetaucht. Ich würde mal sagen: Keine Panik, Kartoffeln sind für alle da!

  3. Avatar von tengri
    tengri

    Fragt sich, wer diese PR Aktion in Wirklichkeit bezahlen muss? Wohl am ehesten wieder die Steuerzahler; angesagt wäre, dem geschenkten Gaul gründlich ins Maul zu schauen. Welche Journalist.Innen haben dazu die Courage?

    1. Avatar von Dominique Hensel

      Hallo tengri, vielen Dank für die kritische Nachfrage. Ich habe zwei Antworten darauf.

      Grundsätzlich: Transparenz ist mir sehr wichtig. Falls Du uns schon länger liest, weißt Du, dass wir immer bei Interessenskollisionen oder ähnlichem unter dem jeweiligen Beitrag einen Transparenzhinweis machen, in dem wir das offenlegen. Zum Beispiel falls ein Autor in einer Initiative aktiv ist, über die er schreibt. Wir arbeiten ehrenamtlich und unabhängig. Für Artikel bekommen wir kein Geld – weder von Cafés oder Restaurants noch vom Steuerzahler. Ich selbst lasse mich bei einem Interview allerhöchstens auf einen Kaffee einladen, alles andere finde ich schwierig. Wir veröffentlichen einen Text, wenn wir das Thema relevant oder interessant finden. Die Bürgerredaktion wurde bis Ende letzten Jahres vom Quartiersmanagement unterstützt. Allerdings war das Geld eher für den Druck des Kiezmagazins „brunnen“, fürs Layout und Hilfestellung für die ehrenamtlichen Schreiber. Für das Schreiben der Artikel selbst hat niemand jemals etwas bezahlt. Und das ist absolut gut so.

      Konkret: Der Betreuungsdienst ist tatsächlich mit dem Wunsch auf uns zugekommen, bei uns vorgestellt zu werden. Wie haben dafür einen sehr kurzen Werbetext zugeschickt bekommen. Den haben wir nicht veröffentlicht. Ich fand das Thema Alltagshilfen für Senior:innen aber interessant und relevant und habe dazu Zahlen und Daten recherchiert und bei dem Betreuungsdienst weitere Nachfragen gestellt. Daraus ist der Text entstanden. Der Betreuungsdienst hat den Text vorher nicht gelesen und es ist auch kein Geld geflossen. Kurz: Hätte man den Artikel besser/noch journalistischer machen können? Ja, sicher, das kann man immer. Bei inzwischen 1000 Artikeln hier sind nicht alle gleich gut, das gebe ich gern zu.

      Ich hoffe, das hilft bei der Einordnung. Viele Grüße: Dominique

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