Es gibt viele Ecken im Brunnenviertel, die im Frühling buchstäblich aufblühen und die Menschen erfreuen. Aber kein Frühlingsort wird so oft besucht, bewundert und fotografiert wie die Krokuswiese im Humboldthain.

Der Frühling an der Wiesenstraße ist ein Meer aus gelben, weißen und lila Krokussen. Wie in jedem Jahr hat die Krokuswiese im Humboldthain Anfang März die Weddinger bezaubert. Viele Menschen nehmen die Krokuswiese am Eingang zum Sommerbad im Frühling in ihre Spazierrunde auf. Was für eine Pracht! Unzählige Fotos entstehen in jedem Jahr; die Krokuswiese ist eine Zier für den ohnehin schönen Volkspark am Gesundbrunnen.
Wie viele Krokusse es genau sind, weiß Uwe Dieckow auch nicht. Der Revierleiter ist im Auftrag des Bezirksamts für den Humboldthain und damit auch für die Krokuswiese zuständig. Zur Anzahl der Blüten sagt er: „Wie viele es sind, weiß ich natürlich nicht. Aber wir stecken jedes Jahr 10.000 Krokusse neu.“ Diese Aufgabe stehe immer im Oktober/November an. Ansonsten benötige die Krokuswiese nicht viel Pflege. „Nach der Blüte, wenn die Blätter gelb geworden sind, wird noch gemäht. Das machen wir, damit die Kraft aus den Blättern in die Knolle geht“, sagt der Revierleiter.
Krokuswiese im Humboldthain: Betreten verboten!
Die neuen Krokusse werden gesteckt, weil die Blütenpracht andernfalls mit der Zeit nachlassen würde. „Die Krokusse bilden zwar neue Knollen, die gehen aber immer tiefer in die Erde und dann wird es schwerer für die neuen Triebe, an die Oberfläche zu kommen“, sagt Uwe Dieckow. Mit den immer wieder neu gesteckten Krokussen bleibt die Wiese schön. „Die Krokuswiese gab es schon lange bevor ich Revierleiter wurde, bestimmt schon 30 oder 40 Jahre“, sagt Dieckow. Der Revierleiter bringt es auf den Punkt, wenn er sagt: „Das ist immer eine Augenweide im Frühling!“
Das einzige Problem sind Menschen, die vom Bezirksamt aufgestellte Schilder offenbar ignorieren. Auf ihnen wird darauf hingewiesen, dass die Krokuswiese nicht betreten werden darf. Die Blüten seien sehr empfindlich und gingen sonst kaputt. „Wenn wir jemanden dabei erwischen, weisen wir darauf hin. Man kann die Fotos doch auch vom Wegrand machen!“, appeliert der Revierleiter.
Im Humboldthain ist die Krokuswiese übrigens der einzige Konzentrationspunkt für diese Pflanzen. Nahe der Brunnenstraße gibt es aber eine weitere Frühlingsattraktion: ein Meer von Blausternen (Scilla). Die sind laut Uwe Dieckow noch pflegeleichter. Nachpflanzungen braucht es da nicht, „die vermehren sich von allein.“
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Mehr Beiträge über die Stadtgärten im Wedding und in Gesundbrunnen sind auf der Seite Nachhaltigkeit im Wedding (Abschnitt „Urbanes Gärtnern“) zu finden.

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