Müll fallen gelassen? So reagiert man richtig

Auch im Brunnenviertel gibt es Anwohner, die achtlos ihren Müll auf Straßen, in Parks und auf Gehwegen fallen lassen. Das ist ein Problem für alle. Wie sollte man darauf reagieren? Ein Vorschlag.

Müll fallen lassen, Müll stehen lassen - das ärgert Mitmenschen. Foto: Hensel
Müll fallen lassen, Müll stehen lassen – das ärgert Mitmenschen. Foto: Hensel

Wenn Müll einfach fallen gelassen wird, ist das nicht nur ein ästhetisches, sondern mehr noch ein hygienisches Problem. Bereits jetzt kommen drei Ratten auf jeden Berliner Einwohner. Zudem finden dadurch mehr hungrige Wildtiere den Weg in die Stadt und können Menschen gefährden. Selbst wenn sich die Tiere an den achtlos weggeworfenen Lebensmitteln gütlich getan haben, bleiben zahlreiche Verpackungen zurück.

Wem von uns kommt beim Anblick des Abfalls in den Sinn, dass sich die zumeist darin befindlichen Kunststoffe noch nicht einmal in hundert Jahren vollständig zersetzt haben? Von den gefährlichen Stoffen, die im Müll enthalten sind, ganz zu schweigen. Schnell wird der Ruf nach mehr Präsenz durch die Stadtreinigung laut. Mehr Leistung geht aber immer mit mehr Kosten für die Anwohner einher. Also was tun?

Schauen Sie auf Ihrem Weg durch unser Viertel nach vorn und um sich. Wenn Sie jemanden sehen, der seinen Abfall achtlos auf den Gehweg wirft, gehen Sie lächelnd und ohne böse erhobenen Zeigefinger auf ihn zu und sprechen Sie oder ihn freundlich an: „Sie haben sicherlich den Abfallkorb übersehen, an dem Sie gerade vorbeigekommen sind. Die Abfallkörbe laden jeden ein, sie zu benutzen.“ Denn netter geht´s besser!

Sobald jeder erkannt hat, dass eine fachgerechte Abfallentsorgung ein erster Schritt für den Schutz unserer aller Natur ist, desto eher wird er diese als selbstverständlich erachten. Denn: Wir haben nur diese eine Welt und jeder kann ein bisschen zu ihrem Erhalt beitragen. Versuchen Sie es einmal! In diesem Sinne…

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Der Text ist im Kiezmagazin „Alles über Müll“ erschienen. Die Ausgabe wurde 2018 mit dem Umweltpreis Mitte ausgezeichnet. Weitere Texte aus der preisgekrönten Ausgabe sind im Beitrag Sonderausgabe „Alles über Müll“ erscheint gesammelt und verlinkt.

Kommentare

  1. Avatar von Cecilia

    Ach lieber Ralf, ich würde mir wünschen, dass es so einfach wäre aber wenn ich jemand anspreche läuft es so ab:
    Bei Kindern „IIIIch????Ich war es nicht!“
    Bei Hundehaufen: „Geht Sie einen Sch..dreck an + Stinkefinger“ oder bestenfalls „Hab keine Tüte dabei“
    Bei Erwachsenen ohne Hund: „Gleich Stinkefinger“
    Und ich versuche wirklich, ruhig und freundlich zu bleiben.. Ich habe es aufgegeben und sammele still meinen Müll am Vinetaplatz + Spielplätze so lange wie ich mich bücken kann und bis ich ins Altersheim ziehe. Dann ist Fertig..

    1. Avatar von Ralf Schmiedecke

      Liebe Cecilia,
      Deine Erfahrungen sind mir auch bekannt. Trotzdem immer nach vorn schauen. Mit Verboten, hohen Entsorgungstarifen bzw. Geldstrafen kommt man gegen die Abfallflut nicht an. Nur mit Einsicht der Menschen kann was bewegt werden. Also nicht entmutigen lassen und weiter so. Zudem vielen Dank für Deine Reinigungen am Vinetaplatz. Wünsche Dir weitere Mitwirkende, die Dich tatkräftig unterstützen.
      Gruß Ralf

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