Ende April 2016 wollen Studierende der Technischen Universität Berlin an zwei Wochenenden gemeinsam mit Menschen aus dem Brunnenviertel zwischen Mauerpark, Brunnenstraße und Bernauer Straße ein Oasen-Spiel durchführen.

Das Oasen-Spiel wurde vor 15 Jahren von einer Gruppe Architekten in Brasilien entwickelt. Dabei geht es darum, sich in einer Gruppe von Spielern einen Stadtteil zunächst räumlich zu erschließen. Es werden dann Träume von Bewohnern für den Ort gesucht, um diese gemeinsam umzusetzen. Anliegen des Spiels ist es, die Vielfalt der Menschen eines Stadtteils zum Tragen kommen zu lassen. Über das gemeinsame Anpacken entstehen neue Beziehungen und schöne Orte im Kiez.
Nach Spielen in Berlin-Kreuzberg (2012), Dortmund (2014) und Leipzig (2015) ist das Brunnenviertel nun der vierte Ort für ein Oasen-Spiel in Deutschland, der zweite für Berlin. Im Görlitzer Park entstand im Sommer 2012 unter anderem ein Schmuckgarten. Besonders ist diesmal, dass eine Gruppe Studierender der Technischen Universität Berlin (TU) einen Teil der Spielergemeinschaft stellen wird.

Die Studierenden wollen so ihr Studium mehr in die Stadt tragen und dabei Projekte umsetzen, die tatsächlich etwas bewirken. Über Frank Becker vom Wissenschaftsladen „kubus“ der TU und das Repair-Café im Freizeiteck sind die Studierenden auf das Brunnenviertel aufmerksam geworden. Nun bereiten sie das Oasen-Spiel vor, das an zwei Wochenenden im April stattfinden soll (22. bis 24. April und 29. April bis 1. Mai).
Zu einer Vorstellung des Projektes lädt das Vorbereitungsteam interessierte Menschen Anfang kommenden Jahres ins Freizeiteck ein. Der genaue Termin wird mit Aushängen angekündigt.
Text: Christoph Walther und Stephanie Nick
Weiterlesen
Der Text ist im gedruckten Kiezmagazin „brunnen“ enthalten, das im Dezember 2015 erschienen ist. Weitere Beiträge aus der Ausgabe sind im Beitrag Neues Kiezmagazin: Die zweite Ausgabe ist da! verlinkt.

Kommentar verfassen