Umbauwerkstatt: Kinder bauen die Schule um

Was würden Kinder aus dem orangefarbenen Schulbau machen? Silke Riechert vom Club der internationalen Raumforscher ging mit Schülern dieser Frage Anfang des Jahres in einer Umbauwerkstatt nach. Am Ende zeigten die Viertklässler an einem Modell, wie sie das derzeit leerstehende Gebäude umgestalten würden. 

An einem Pappmodell konnten die Kinder ihre Ideen für die alte Schule umsetzen. Foto: Schnell
An einem Pappmodell konnten die Kinder ihre Ideen für die alte Schule umsetzen. Foto: Schnell

Die Studentin Mai Tran hatte für die Kinder ein Papp-Modell der ehemaligen Schule im Maßstab 1:50 gebaut. So konnten die Schüler der Vineta-Grundschule ihre Ideen in Miniatur verwirklichen. „Hurra! Wir bauen die Schule um“ hieß das zweimonatige Angebot von Künstlerin Silke Riechert. Sie leitet die Kinder-Kunst-Werkstätten im Olof-Palme-Zentrum in der Demminer Straße. Die Kinder der vierten Klassen arbeiteten in mehreren Durchgängen jeweils an mehreren Terminen mit ihr zusammen an ihren eigenen Ideen. Manche Kinder waren so begeistert, dass sie auch nach dem Unterricht weiter am Modell arbeiteten.

Aus Kindersicht sind Rutschen, ein Pool oder eine Kletterwand unverzichtbar. Dabei ging es im Kurs nicht nur um große Träume. Die Kinder beschäftigten sich intensiv mit den Fakten. Das waren Fragen nach dem Gelände, nach der Aufteilung des Gebäudes und der sinnvollen Anordnung verschiedener Bereiche eines Kinderzentrums. Zunächst wurden erste Ideen zu Papier gebracht und anschließend nach einem verbindenden Thema gesucht. Das war bei dem einen das Thema Raumschiff, bei dem anderen das Thema Garten oder bei einem dritten Kind auch das Thema Bildung.

Die Präsentation der Ideen und des Modells bildete den Abschluss des Projekts. Neben den Eltern der Kinder kamen Vertreter des Quartiersmanagements Brunnenstraße und von Projekten im Brunnenviertel zur Präsentation. Im Rahmen der Umbauwerkstatt waren zu einzelnen Abendterminen auch die Architekten von „ps wedding“ gekommen, um ihre Pläne für den ehemaligen Standort des Diesterweg-Gymnasiums vorzustellen.

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Der Beitrag ist auch im gedruckten Kiezmagazin „brunnen“ erschienen. Er ist in der Ausgabe enthalten, die im zweiten Quartal 2017 erschienen ist. Weitere Beiträge aus dieser Ausgabe sind im Beitrag Neues Kiezmagazin zum alten Diesterweg-Gymnasium verlinkt.

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