Am 13. November wurde das im Kiez so lange ersehnte Olof-Palme-Zentrum in der Demminer Straße 28 als Kinder- und Jugendeinrichtung sowie Stadtteiltreff feierlich eröffnet. Mit Beginn des neuen Jahres startet es in den regulären Betrieb.
Nach dem Abriss des alten Hauses in der Demminer Straße stand für die Kinder und Jugendlichen zwischen Brunnenstraße und Mauerpark seit Dezember 2011 nur noch ein Ausweichstandort in der Swinemünder Straße zur Verfügung. Umso schöner, dass das neue Haus nun eröffnen konnte.

Kooperation mit dem Kiez
Die Leitung des Olof-Palme-Zentrums (OPZ) hat das Team um Emine Kara-Özdemir und David Laskow unter der Trägerschaft der Pfefferwerk Stadtkultur gGmbH inne. Sie wünschen sich „die Kooperation mit dem Kiez“ – und der Kiez wird das gern annehmen! Schon vor der Eröffnung war das Interesse an den neuen Räumen groß. Auf zwei Etagen öffnen sich dazu Räumlichkeiten für Kinder, Jugendliche, Anwohner und für die bis jetzt fest engagierten Kooperationspartner. Mit im Boot sind bereits der Club der internationalen Raumforscher, die TheaterEtage Brunnenbühne, die WIB-Jugend sowie der Verein bwgt.
Die Architekten vom Büro Jahn, Mack & Partner haben es im Auftrag des Jugendamts geschafft, mit dem Neubau 200 Quadratmeter mehr Fläche im Vergleich zum alten Jugendzentrum zu gewinnen. Gekostet hat der Neubau 2,55 Millionen Euro. 2,2, Millionen Euro stammen aus dem Förderprogramm „Soziale Stadt“, der Rest sind Eigenmittel des Bezirks Mitte. Dafür hat das Brunnenviertel bekommen, was sich viele gewünscht haben: Der 240 Quadratmeter große Multifunktionssaal für 199 Besucher kann dreifach geteilt und somit flexibel genutzt werden. Es gibt einen Tanzraum mit Spiegelwand, die Bühne lädt unter anderem zu Theater- oder Tanzvorführungen ein.
Ein offenes Haus für die Nachbarschaft
Das Haus legt den Schwerpunkt auf die Jugendarbeit und ist ein ersehnter und wichtiger Beitrag für das Brunnenviertel. Es ist, so ist zu erfahren, für die Kiezbeteiligung offen – es werden unter anderem Gartenprojekte, eine Lehrküche für gesunde Ernährung, Kurse zu Gewaltprävention, zu Inklusion und zu Mobbing angeboten. Es soll laut Emine Kara-Özdemir und David Laskow ein offenes Haus für die ganze Nachbarschaft sein und von allen Altersstufen genutzt werden können. Im Café soll die Nachbarschaft gelebt werden. Die Werkstatt wird von einer Honorarkraft betreut, und für den Medienraum laufen die Verhandlungen.
Das Olof-Palme-Zentrum ist noch wie ein unberührtes Stück Land, das zusammen mit den Kindern, Jugendlichen und Anwohnern erschlossen werden soll. Emine Kara-Özedemir und David Laskow sind sehr darauf bedacht, es behutsam mit den Nutzern zu formen.
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Der Text ist im gedruckten Kiezmagazin „brunnen“ enthalten, das im Dezember 2015 erschienen ist. Weitere Beiträge aus der Ausgabe sind im Beitrag Neues Kiezmagazin: Die zweite Ausgabe ist da! verlinkt.

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