Die Schulstationen stehen vor dem Aus

Die fünf Schulstationen im Bezirk stehen vor dem Aus. Wie Bezirksstadtrat Christoph Keller (Linke) mitteilt, sollen sie zum Ende des Jahres geschlossen werden. Betroffen sind die Leo-Lionni-Grundschule, die Humboldthain-Grundschule, die Wedding-Grundschule und die Erika-Mann-Grundschule sowie die Grundstufe der Theodor-Heuss-Gemeinschaftsschule. In Schulstationen betreuen Sozialarbeiter Kinder, die akute Probleme haben.

Die Erika-Mann-Grundschule. Foto: Hensel
Betroffen: Die Erika-Mann-Grundschule. Foto: Hensel

Bezirksstadtrat Keller begründet die Maßnahme mit den Sparvorgaben des Berliner Senats. „Ich bedaure sehr, dass wir uns gezwungen sehen, diesen Schritt zur Schließung der Schulstationen gehen zu müssen“, schreibt Christoph Keller in einem Statement auf seinem Instagramkanal. Allerdings seien alle weiteren Einsparmöglichkeiten schon vorher ausgeschöpft gewesen, schreibt Keller.

Bisher sind die verbliebenen Schulstationen bei Kürzungen stets ausgenommen worden, weil sie sich in sozialen Brennpunkten befinden. Mit der Schließung der Schulstationen werden 600.000 Euro pro Jahr eingespart.

Bezirksstadtrat Keller verteidigt seine Entscheidung auch mit dem Hinweis, dass eine alternative Kürzung im Bereich der Jugendarbeit nicht möglich sei, ohne Einrichtungen wie Jugendklubs, Abenteuerspielplätze und Familienzentren komplett zu schließen oder Projekte der Gesundheitsförderung, für Alleinerziehende oder im Bereich der Jugendbeteiligung zu streichen. „Leider wären alle technisch möglichen Alternativen noch verheerender, insbesondere dann, wenn der Bezirk keinen gesetzeskonformen Haushalt aufstellen würde“, so Bezirksstadtrat Christoph Keller.

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