9 x Badespaß und Abkühlung im Wedding

Der heißeste Tag des Jahres war gestern, das sagen die Meteorologen. Und auch heute ist wieder Schwitzen angesagt bevor es dann morgen wahrscheinlich ein paar Grad kühler wird. Wer kann, der sucht sich ein kühles Plätzchen. Im Wedding gibt es einige davon, manche sogar mit einem kühlenden Platsch: das Strandbad am Plötzensee, die Sommerbäder in der Seestraße und im Humboldthain und zwei (und eine halbe) Plansche. Ob vor oder nach der Arbeit, im Zuhause-Urlaub oder – für die Schulkinder – in der Sommerferienzeit: Hier kommen die Tipps für einen heißen Tag im Wedding.

Im Sommerbad im Humboldthain. Foto: Hensel
Im Sommerbad im Humboldthain. Foto: Hensel

Tipp 1: Sommerbad Humboldthain

Das Sommerbad im Humboldthain hat den Vorteil, dass der Weg zum Schwimmbecken schon kühlend sein kann. Je nachdem, von welcher Seite man kommt, geht man durch den Volkspark Humboldthain. Die großen Bäume dort kühlen schon mal ein wenig vor bevor es dann ins Wasser geht. Montags öffnet das Bad erst um 10 Uhr, sonst um 7 Uhr. Mittwoch, Donnerstag und Freitag schließt es um 19 Uhr, sonst um 20 Uhr. In den frühen Morgenstunden ist es meist etwas entspannter, dann wird es definitiv voll im und um das 50-Meter-Becken, im Planschbecken für die Kleinen und auf der großen Liegewiese – und an der großen Rutsche muss man ganz sicher auch mal ein wenig warten. Für zwischendurch gibt es einen Kiosk mit allerlei Freibad-Kleinigkeiten und als Besonderheit können sich die Besucherinnen und Besucher auch mit kostenloser Kunst und Kultur am Beckenrand befassen. Das Projekt „Tropez“ bietet Dinge zum Anschauen, Workshops und anderes an.

Eintrittskarten für das Sommerbad im Humboldthain in der Wiesenstraße 1 gibt es im Online-Shop der Berliner Bäderbetriebe. Achtung! Direkt an der Kasse können hier nur bis 10 Uhr morgens Eintrittskarten gekauft werden (montags bis 12 Uhr).

Tipp 2: Kombibad Seestraße – Sommerbad

Wer mehr im nördlichen Wedding wohnt, der muss nicht bis zum Gesundbrunnen fahren, um sich abzukühlen. Direkt an einer der großen Verkehrsadern im Norden des Stadtteils befindet sich das Sommerbad Seestraße. An der Adresse Seestraße 80 befindet sich ebenfalls ein 50-Meter-Becken, ein Nichtschwimmerbecken, ein Kinderrutsche und für den Hunger zwischendurch ist das Restaurant „Seepferdchen“ da. Das Sommerbad hat Dienstag bis Sonntag von 7.30 bis 20 Uhr geöffnet, montags beginnt der Schwimmbetrieb etwas später (um 10 Uhr), endet aber genau wie an den anderen Tagen um 20 Uhr. Eintrittskarten für das Sommerbad Seestraße gibt es im Online-Shop der Berliner Bäderbetriebe oder während der Öffnungszeiten auch direkt an der Kasse.

Tipp 3: Strandbad Plötzensee

Der Plötzensee ist Weddings einziger See und weil er in einem Landschaftsschutzgebiet liegt, gibt es nur eine offizielle und vollständig legale Badestelle: das Strandbad Plötzensee. Das hat zum Glück sehr viel Platz und eine Reihe von Annehmlichkeiten für die Badehungrigen Gäste, zum Beispiel verschiedene gastronomische Angebote von Beach-Restaurant über einen Foodtruck, die Pizzeria Monella oder das Seecafé. Ob direkt am Strand im weichen Sand oder etwas schattiger auf der Liegewiese, ob im FKK-Bereich oder im Textilbereich – hier findet eigentlich jeder sein Plätzchen. Das Strandbad öffnet wochentags um 10 Uhr, am Wochenende bereits um 9 Uhr. Wann sich die Tore Am Nordufer 26 wieder schließen, liegt an der Tagestemperatur. Sind es maximal 25 Grad, endet der Badebetrieb um 18 Uhr, bei maximal 30 Grad um 19 Uhr, ab 30 Grad Tagestemperatur ist um 20 Uhr Schluss. Die Eintrittskarten gibt es im Online-Shop des Strandbads und direkt an der Kasse.

Das Sommerbad in der Seestraße aus der Vogelperspektive. Foto: Volker Gehrmann/karachoberlin
Das Sommerbad in der Seestraße aus der Vogelperspektive. Foto: Volker Gehrmann/karachoberlin

Tipp 4: Planschen im Schillerpark und im Goethepark

Das schlagende Argument für die Planschen ist sicherlich, dass kein Eintritt gezahlt werden muss. Ganz für umsonst können große und vor allem kleine Menschen an heißen Tagen hier etwas Abkühlung finden. Insbesondere Familien mit kleinen Kindern schätzen die kostenlosen Angebote und auch der Wedding hat seine Plansche: im denkmalgeschützten Schillerpark an der Ecke zwischen Dubliner Straße und Bristolstraße, mit einem kleinen Kiosk gleich nebenan. Auch im nahen Goethepark gibt es einen Wasserspielplatz und die Möglichkeit zur Abkühlung. Wie berlinweit üblich werden die Wasserspielplätze ab einer am Vortag in der Abendschau im rbb Fernsehen vorhergesagten Außentemperatur von 25 Grad täglich von 10 bis 18 Uhr betrieben. Also einfach eine Decke, Eimerchen und Badelatschen einpacken und los!

Tipp 5: Wasserspielplatz am Nordbahnhof

Die Plansche am Nordbahnhof zählt nur halb, denn sie befindet sich eigentlich nicht mehr im Wedding. Weil der Wasserspielplatz aber nur einen Katzensprung vom Nordbahnhof entfernt ist, in der Eichendorffstraße, nutzen ihn auch Familien aus dem Brunnenviertel und er soll hier Erwähnung finden. Das Wasserspielplatz ist von vielen großen Bäumen umgeben, es gibt viel Schatten und gleich nebenan natürlich auch eine Eisdiele… Wie berlinweit üblich wird auch dieser Wasserspielplatz ab einer am Vortag in der Abendschau im rbb Fernsehen vorhergesagten Außentemperatur von 25 Grad täglich von 10 bis 18 Uhr betrieben.

Tipp 6: Straßenpumpen

Die Straßenpumpen, offiziell Notwasserpumpen, sind an heißen Tagen die Möglichkeit, einfach mal kurz die Beine abzukühlen. 2000 dieser Pumpen gibt es in Berlin, sie sind eigentlich für den Katastrophenfall gedacht und sollen unter anderem Löschwasser bei möglichen Bränden bieten. Übrigens haben etwa zwei Drittel der Straßenpumpen Trinkwasserqualität, zum Füßekühlen an heißen Tagen eignen sie sich aber alle.

Notwasserpumpe auf dem Vinetaplatz. Foto: Hensel
Notwasserpumpe auf dem Vinetaplatz. Foto: Hensel

Tipp 7: Ab unter den Baum

Unter einem großen Baum mit ausladender Baumkrone lässt es sich an heißen Tagen gut aushalten. Bäume bieten Schatten und sorgen dafür, dass die Umgebung deutlich kühler ist. In Berlin gibt es zum Glück große Parks und damit viele kostenlose Schattenplätze. Im Wedding sind die größten Parks der Volkspark Rehberge und der Volkspark Humboldthain – aber auch entlang des Pankegrünzugs, im Schillerpark lässt es sich an heißen Tagen gut aushalten.

Tipp 8: Ab in den Untergrund

Man braucht ein Ticket für den Abstieg in die Welt der unterirdischen Bauten Berlins, aber dafür ist es dann ganz sicher sehr viel kühler. Die Berliner Unterwelten haben stadtweit interessante Anlagen, die vor allem von Berlinbesuchenden angesteuert werden. Rund um den Bahnhof Gesundbrunnen ist die Heimat des Vereins Berliner Unterwelten – hier gibt es bei Führungen Bunker und U-Bahnversuchstunnel zu sehen und viel zu entdecken. Und warum sollten nicht auch Weddingerinnen und Weddinger in die unterirdischen Bunker schauen und die unterirdischen Temperaturen genießen? Tickets für die verschiedenen Touren gibt es täglich von 10 bis 15.30 Uhr im Ticket- und Buchshop am Bahnhof Gesundbrunnen, Brunnenstraße 105 oder im Online-Shop der Berliner Unterwelten. Auf der Webseite steht mehr zu den Touren, zum Mindestalter für manche Touren, zu Ausrüstung und Bekleidung und zu vielem mehr.

Tipp 9: Immer gut

Ob es an heißen Tagen hilft, viel Eis zu essen? Zumindest ist es nicht unangenehm und einfach ein schönes Sommervergnügen. Für einen kurzen Moment wird es kalt im Mund – das ist doch schon mal was! Danach dauert es jedoch meist nicht lange bis der Durst kommt und das erinnert an den vielleicht wichtigsten Tipp für heiße Tage im Wedding und überall: viel trinken, am besten Wasser. Anderthalb bis zwei Liter sollten es an heißen Tagen sein, um den Flüssigkeitsverlust durchs Schwitzen auszugleichen und Kreislaufprobleme zu vermeiden. Wer will, der kann sich das Getränk der Wahl übrigens auch an der Kinokasse kaufen – etwa im City Kino Wedding in der Müllerstraße oder im Cineplex Alhambra an der Ecke Müller- und Seestraße. In beiden Kinos kann man auch im Sommer an eine leichte Strickjacke denken, denn beide Häuser sind klimatisiert. Zur Abkühlung gibt es hier noch einen Film. Keine schlechten Orte für die heiße Zeit.

Kommentare

  1. Avatar von eimaeckel

    Danke für die kühlen Tipps. Ergänzen möchte ich das Sommerbad Pankow, zwar außerhalb der Grenzen des Viertels, aber ohne Umsteigen mit der Tram 50 (Pankow Kirche) zu erreichen. Es hat was meinen Jungs im Wedding fehlt: Einen Sprungturm mit 3m,5m und 7,5m. Ist was für Mutige 😀

    1. Avatar von Dominique Hensel

      Wenn man die Reaktionen auf Social Media auf unserer Beitrag betrachtet, könnte man denken, dass eher die Weddinger Bäder was für Mutige sind. Für sehr Mutige sogar. Allerdings hat von den Kommentieren den vermutlich auch noch kaum jemand auf einem 5 Meter-Turm gestanden und hat runter aufs Wasser geschaut.

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