Statt Zebrastreifen kommen zwei Verkehrsinseln

Vor vier Jahren ist in der Usedomer Straße an der Einmündung zur Jasmunder Straße ein gelber Zebrastreifen eingerichtet worden. Er half Schulkindern, älteren Menschen und allen anderen beim Überqueren der viel und oft zu schnell befahrenen Straße. Ende April wurden die Streifen wieder entfernt. Wie geht es nun weiter?

Normale Zebrastreifen sind weiß. Der Zebrastreifen in der Usedomer Straße hatte aber eine gelbe Farbe. Sie signalisierte, dass es sich nicht um einen regulären, dauerhaften Zebrastreifen handelt. Eingerichtet wurde dieses Provisorium, weil die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) auf der einen Straßenseite wegen einer Baustelle den Gehweg benötigten und dieser deshalb gesperrt wurde. Mit der Fertigstellung des Baus im Frühjahr und der Freigabe des Gehwegs verschwand der Zebrastreifen wieder.

Auch wenn die Streifen formell nicht mehr nötig sind, wäre eine Querungshilfe an dieser Stelle gut. Das zeigte bereits 2017 eine Zählung der Passanten und eine Umfrage im Kiez. Dabei kam heraus, dass viele Menschen an dieser Stelle die breite Straße queren und es häufiger Konflikte mit dem Autoverkehr gibt, vor allem wegen der für viele offenbar unklaren Vorfahrtregelung an der Kreuzung mit der Jasmunder Straße. Hier übersehen viele Autofahrer die Gleichrangigkeit der Straßen und sie haben auch Fußgänger nicht immer im Blick.

Keine Zebrastreifen, aber mehr Sicherheit

Der Verkehrsausschuss des Bezirks hatte sich vor drei Jahren auf Anregung der Bürgerredaktion mit der Angelegenheit beschäftigt. Bei einer Begehung mit dem Quartiersmanagement Ackerstraße und dem Straßen- und Grünflächenamt erklärte das Amt damals seine Absicht, nach Beendigung der BVG-Baustelle etwas für die Verkehrssicherheit an der Kreuzung tun zu wollen. Bei einer Nachfrage im Juli dieses Jahres bekräftigte das Bezirksamt seine Pläne und nannte Details.

„Bezüglich Ihrer Anfrage teile ich Ihnen seitens des Bezirksamts Mitte mit: Es sind zwei Querungshilfen als Mittelinseln in diesem Bereich vorgesehen.“ Sie sollen jeweils rechts und links der Kreuzung zur Jasmunder Straße auf der Usedomer Straße eingerichtet werden. Die Umsetzungsarbeiten sind laut Bezirksamt für das erste Halbjahr 2022 geplant. Die Gesamtkosten für die beiden Querungshilfen belaufen sich auf etwa 20.000 Euro. Darin enthalten sind auch die nötigen Markierungsarbeiten. Die Baumaßnahme wird jedoch nicht vom Bezirk getragen. Die Mittel stammen aus dem Sonderprogramm „Maßnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit für Fußgänger“ der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz.

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Das Kiezmagazin hat mehrfach über den Zebrastreifen und die Verkehrssituation in der Usedomer Straße berichtet: Beiträge zum Zebrastreifen

Der Text ist auch im gedruckten Kiezmagazin „Mit der Kamera durch den Kiez“ enthalten, das im September 2021 erschienen ist. Weitere Beiträge aus dieser Ausgabe sind im Beitrag „Neues Kiezmagazin: Mit der Kamera durch den Kiez“ gesammelt und verlinkt.

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