Jeden Tag passiert etwas im Wedding und in Gesundbrunnen. Doch bei Nachrichten ist mehr nicht unbedingt besser – und vor allem ist viel oft einfach zu viel. Deshalb kommen hier fünf ausgewählte, kurze Meldungen mit neuen, wichtigen und interessanten Informationen aus dem Wedding und aus Gesundbrunnen.

Zahnputz-Start-up denttabs wendet Insolvenz ab
Im Herbst vergangenen Jahres geriet das Weddinger Zahnputz-Start-up denttabs in wirtschaftliche Schwierigkeiten und meldete Insolvenz an. Inzwischen hat sich die Lage des Unternehmens aus der Gerichtstraße jedoch stabilisiert. Firmengründer Axel Kaiser zog den Insolvenzantrag bereits kurz vor Weihnachten 2025 zurück.
Denttabs produziert Zahnputztabletten als Alternative zu herkömmlicher Zahnpasta. Nach Bekanntwerden der finanziellen Probleme startete das Unternehmen eine Online-Verkaufsaktion, die nach eigenen Angaben rund 100.000 Euro einbrachte. Zusätzlich rief denttabs eine sogenannte „gemeinnützige denttabs-Aktie“ ins Leben, um weiteres Kapital zu generieren.
Unternehmenschef Kaiser zeigt sich zuversichtlich, den vor 20 Jahren gegründeten Betrieb weiterführen zu können. Auf LinkedIn schrieb er zu Beginn des Jahres: „Ja, die Insolvenz ist abgemeldet, und jetzt fängt die Arbeit an! 2026 wird aufregend!“
Mehr zu denttabs und den Schwierigkeiten des vergangenen Jahres steht im Beitrag Weddinger Start-up Denttabs in der Krise

Ringbahn hält nicht am Bahnhof Wedding
In der Silvesternacht 2025/26 brannte am S-Bahnhof Wedding ein Aufsichtshäuschen auf dem Bahnsteig. Menschen wurden nicht verletzt. Die Ringbahnlinien S41 und S42 halten seitdem nicht am Bahnhof. Die Deutsche Bahn geht von Brandstiftung aus. Technik-, Beleuchtungs- und Gebäudeanlagen wurden stark beschädigt, der Schaden liegt nach Informationen der Bahn bei rund 300 000 Euro. Provisorische Reparaturen laufen, eine vollständige Wiederherstellung des Bahnhofs ist für Anfang Februar geplant.

Initiativen wollen Zukunft des Karstadt am Leo mitgestalten
Der leerstehende Karstadt am Leopoldplatz steht weiter im Zentrum der öffentlichen Debatte. Am Samstag, 31. Januar, veröffentlichen lokale Initiativen um 15 Uhr auf dem Dach des Gebäudes ein Positionspapier zur Zukunft des Standorts. Gefordert wird eine gemeinwohlorientierte Entwicklung des früheren Warenhauses nach der Insolvenz der Eigentümergruppe Signa.
Die Initiator:innen sehen in dem ehemaligen Warenhaus weiterhin einen Ort mit Potenzial für Nachbarschaft, Solidarität und gemeinsames Gestalten. Ziel sei es, sich aktiv in den weiteren Prozess einzubringen – nicht nur im Hinblick auf mögliche Zwischennutzungen.
Eröffnet wird die Veranstaltung mit einer performativen Aktion der Gruppe „Karstadt Einzüge“. Anschließend können Besucher:innen die fünf Kapitel des Positionspapiers an mehreren Stationen kennenlernen und diskutieren. Ab 15.30 Uhr ist ein gemeinsamer Gang zum Dach des benachbarten CittiPoints geplant, wo der Austausch informell fortgesetzt wird. Unterstützt wird die Aktion von zahlreichen Initiativen aus dem Wedding.
Beteiligte Initiativen aus dem Wedding
- Stadtgewitter e.V./Operation Himmelblick
- Stadtteilvertretung „Mensch Müller“
- Sorge ins Parkcenter
- Stadtteilkomitee Wedding
- bi’bak/Sinema Transtopia
- Hände weg vom Wedding
- silent green Kulturquartier
- WIR GESTALTEN e.V.
- Café Cralle
- ExRotaprint gGmbH
- Mastul e.V.
- Deutsche Wohnen & Co enteignen – Kiezteam Wedding-Reinickendorf

Lichterglanz am Leo leuchtet länger
Der Bezirk Mitte lässt die Lichter am Leopoldplatz länger leuchten. Der „Lichterglanz am Leo“ startete im vergangenen Jahr am 1. Advent und sollte zunächst bis zum 9. Januar in Betrieb bleiben. Nun ist die Aktion bis einschließlich 15. Februar verlängert worden. Die Lichterketten leuchten täglich ab 16.30 Uhr bis zum nächsten Morgen.
Mitte finanziert die Aktion mit Mitteln, die nach dem Berliner Sicherheitsgipfel vom Land bereitgestellt wurden. Laut Pressestelle des Bezirks entstehen durch die Verlängerung keine Mehrkosten, weil von Anfang an mit einem Betrieb bis Mitte Februar gerechnet worden war.
Hallo Emma, hallo Adam!
Welche Vornamen waren im vergangenen Jahr die beliebtesten? Das Bezirksamt hat kürzlich Einblick in seine Statistik gegeben. Demnach wurden die Mädchennamen Emma, Emilia, Lina und Luna am häufigsten vergeben. Die beliebtesten Jungennamen waren Adam, Noah, Ali und Muhammad. Insgesamt wurden im Bezirk Mitte 4.810 Babys geboren. 45 weitere Neugeborene kamen im Ausland zur Welt und wurden dann in Mitte nachbeurkundet. Die Zahlen beziehen sich auf den ganzen Bezirk Mitte. Für die Ortsteile wie Wedding und Gesundbrunnen gibt es keine separaten Informationen.
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