Glückwunsch Flying Roasters!

Sie machen alles richtig. Also alles. Kaffee ökologisch. Kaffee Fair-Trade. Kaffee direkt. Kaffee in gut. Und auch noch alles transparent zum Mitlesen und Nachverfolgen. Und das seit zehn Jahren. Herzlichen Glückwunsch an die Rösterei Flying Roasters in der Hochstraße.

Flying Roasters
Oliver Klitsch in der Hochstraße. Foto: Andrei Schnell

Was kommt eigentlich dabei heraus, wenn man nicht auf den Unternehmensberater hört und beim Kaffee nicht überlegt, wie mache ich ihn besonders billig, besonders schwarz, besonders werbeaufwändig? Weil die Deutschen angeblich ihren Kaffee so lieben? Weil sie ein Durchschnittsprodukt als Meisterröstung, als Spitzenkaffee, als Krönung verkauft bekommen möchten. Seit zehn Jahren machen die Flying Roasters in der Hochstraße alles anders als der Kaffeemarkt verlangt. Wobei die Betonung auf alles liegt. Sie handeln direkt, sie handeln fair, sie achten auf ökologischen Anbau und nur guter Kaffee kommt die in die Tüte. Und ach ja, transparent und offen gehen sie mit ihren Firmendaten auch noch um.

Geht das gut? Ja. Das beweisen Dr. Nadine Heymann (45 Jahre) und Oliver Klitsch (46 Jahre). Von Anfang sind sie beiden dabei. Mit Gesellschaftsvertrag vom 16. September 2013 haben sie zusammen mit anderen, mittlerweile ausgeschiedenen Idealisten, die Flying Roasters GmbH gegründet. Das Unternehmen ist damit genau genommen bereits elf Jahre alt. Doch für die Röster zählt nicht das, was auf dem Papier steht, sondern die gute Tat. „Unser Geburtstag ist am 5. März – der Tag an dem wir 2014 zum ersten Mal Rohkaffee für uns eingekauft haben“, schreiben die beiden auf der Webseite des Unternehmens.

Seit zehn (oder elf) Jahren hat sich Flying Roasters dem guten Kaffee verschrieben, wobei gut im doppelten Wortsinn zu verstehen ist. Einerseits geht es um Spezialitätenkaffee – also um hochwertigen Kaffee und auf die Sorte abgestimmter Röstung. Andererseits tut der Kaffee ein gutes Werk. So zahlt Flying Roasters an die Kaffeebauern freiwillig mehr Geld. „Im Durchschnitt haben wir 7,34 Euro pro Kilo Rohkaffee gezahlt“, heißt es im jährlich erscheinenden Transparenzbericht des Unternehmens. Außerdem finanziert Flying Roasters den Kaffeebauern die Ernte vor.

Ziel des Unternehmens ist eben nicht die Gewinnmaximierung, sondern die Kaffee-Industrie fairer und nachhaltiger zu machen. Deshalb kaufen sie ausschließlich ökologisch angebauten Kaffee ein. Das ist Solidarität mit der Umwelt. Denn ökologisch angebauter Kaffee muss ohne chemische Insektengifte auskommen und schont Boden, Wasser und Luft. Und Flying Roasters kauft direkt bei den Bauern ein. Im Transparenzbericht steht, welche Kooperativen das im Einzelnen sind. Apropos Transparenz. In dem jährlichen Bericht steht im Grunde alles, was hinter den Kulissen geschieht. Zum Beispiel, dass 60 Tonnen Kaffee geröstet werden.

Aber nun wird gefeiert, es ist Geburtstag. Das Fest findet am 2. Oktober statt – passend zur Coffee Week Berlin, die vom 30. September bis 5. Oktober läuft. Über die Kaffeewoche erscheint heute auf diesem Blog ein paralleler Beitrag: Diese Woche gehört dem Koffein. Die Flying Roasters organisieren am Mittwoch (2.10.) Workshops. Zum Beispiel Kaffee selber rösten. Oder eine Hafermilchverkostung. Und eine Blindverkostung von Kaffee-Milch-Zubereitungen. Und der Jahrestag ist Anlass für eine Verlosung für einen Jahresvorrat an Kaffee. Dafür gilt es Kaffeetüten zu finden, Fotos auf Instagram zu posten und mit etwas Glück ausgelost zu werden.

Auf die nächsten 10 Jahre, Flying Roasters!

Auf Wunsch mit mehrmals verwendbarer Verpackung. Foto: Andrei Schnell

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Weitere Beiträge über Nachhaltigkeit im Wedding und in Gesundbrunnen stehen auf der Seite Nachhaltigkeit im Wedding.

Kommentare

  1. Avatar von eimaeckel

    Ist auch ein netter Laden, in dem man gerne mal einen Kaffee trinkt.

    1. Avatar von Dominique Hensel

      Das stimmt! Aber fast zu klein.

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