Anna-Lindh-Grundschule: Ein Hoch auf das neue Haus!

Am 10. September ist ein Kapitel geschlossen worden, das in den letzten Jahren für viel Frust gesorgt hat. Vor drei Jahren wurde die Anna-Lindh-Grundschule in der Guineastraße wegen Schimmelbefalls geschlossen. Es folgte eine beschwerliche Odyssee für alle Beteiligten, die in einer glücklichen Fügung endet. Nun wurde der neue Schulstandort an der Reinickendorfer Straße feierlich eröffnet.

Hier ist die Schulgemeinschaft der Anna-Lindh-Grundschule jetzt zu Hause. Foto: Hensel
Hier ist die Schulgemeinschaft der Anna-Lindh-Grundschule jetzt zu Hause. Foto: Hensel

An den Außenanlagen wird in diesen Tagen noch ein wenig gefeilt, doch die Schule ist fertig und längst in Betrieb. Es gibt nun Schulkinder, die gerade neu in die ganz neu gebaute Schule an der Ecke Seestraße und Reinickendorfer Straße gekommen sind und die die Strapazen der vergangenen Jahre nicht miterlebt haben. Sie beginnen ihr Schulleben in hellen und modernen Schulräumen.

Von der Zwischenlösung zur neuen Schule

Für all jene, die schon länger an der Schule lernen, war es ein beschwerlicher Weg. Nach der Schließung der Schule in der Guineastraße mussten die Kinder täglich zum Ausweichstandort im Saatwinkler Damm pendeln. Sie lernten in einem Bürogebäude (früher Air Berlin), das nicht als Schule gebaut und nur halb dafür geeignet war. Der glückliche Umstand, dass der Bezirk an der Reinickendorfer Straße sowieso eine neue Schule errichtete, beendete schließlich die Pendelei verhältnismäßig schnell bereits in diesem Frühjahr.

Die neue Schule in der Reinickendorfer Straße. Foto: Hensel
Die neue Schule in der Reinickendorfer Straße. Foto: Hensel

Der Gegensatz könnte kaum größer sein: Von einer schimmelnden Schule zog die Schulgemeinschaft in einen Neubau nach neuestem Standard. Die neue Compartmentschule an der Reinickendorfer Straße kann vier Züge und insgesamt 576 Schülerinnen und Schüler aufnehmen. Barrierefrei ist die neue Schule, es gibt eine große Mensa, viele Fachräume, eine Bibliothek, die Dachflächen sind extensiv begrünt und mit einer Photovoltaik-Anlage bestückt. Ebenfalls barrierefrei ist die Sporthalle, die auch durch Vereine genutzt werden kann. Sie besteht aus sechs Hallenteilen, einer Zuschauergalerie sowie einem Foyer im Erdgeschoss. Der Neubau wurde mit Mitteln aus der Schulbauoffensive des Berliner Senats finanziert und hat rund 75 Millionen Euro gekostet.

Blick in die neue Anna-Lindh-Grundschule. Foto: Bezirk Mitte von Berlin
Blick in die neue Anna-Lindh-Grundschule. Foto: Bezirk Mitte von Berlin

Viel Besuch zur feierlichen Eröffnung

Der Abschluss dieser turbulenten und schwierigen Zeit für die Schulgemeinschaft wurde am 10. September mit einer offiziellen Eröffnung des Schulstandorts gefeiert. Dabei konnte Schulleiter Mathias Hörold Gäste aus Politik und Verwaltung begrüßen. Dabei waren Bezirksbürgermeisterin Stefanie Remlinger, Bezirksstadtrat Benjamin Fritz, Staatssekretär Dr. Torsten Kühne sowie Senator Christian Gaebler.

Bezirksbürgermeisterin Stefanie Remlinger blickte bei der Eröffnung zuversichtlich auf die Zukunft der Schule: „Mit der feierlichen Eröffnung des Ersatzneubaus findet eine lange Leidenszeit für die Schülerinnen, Schüler, Lehrkräfte und Eltern ein hoffentlich versöhnliches Ende. Das Bezirksamt Mitte hat sich sehr darum bemüht, Gesundheitsgefahren für alle Beteiligten abzuwenden, kurzfristig Ersatzräume zu beschaffen und den geordneten Schulbetrieb unter finanziell sehr herausfordernden Umständen zu gewährleisten.“ Sie freue sich, dass diese schwierige Phase überwunden wurde.

Offizielles Eröffnungsfoto mit (von links) Senator Christian Gaebler, Staatssekretär Torsten Kühne, Schulleiter Mathias Hörold, Bezirksbürgermeisterin Stefanie Remlinger und Bezirksstadtrat Benjamin Fritz. Foto: Bezirk Mitte von Berlin
Offizielles Eröffnungsfoto mit (von links) Senator Christian Gaebler, Staatssekretär Torsten Kühne, Schulleiter Mathias Hörold, Bezirksbürgermeisterin Stefanie Remlinger und Bezirksstadtrat Benjamin Fritz. Foto: Bezirk Mitte von Berlin

Christian Gaebler, Senator für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen, betonte die moderne Bauweise des neuen Schulhauses: „Die Anna-Lindh-Schule ist ein weiteres gutes Beispiel für das Erfolgsmodell Holzcompartment-Schule. Gebündelte Planungs- und Bauleistungen ermöglichen Zeit- und Kostensicherheit. Auf diese Weise können wir schnell und bedarfsgerecht neue Schulplätze schaffen. Wir greifen hier auf einen der ältesten natürlichen Baustoffe zurück: Holz. Das schafft ein angenehmes Raumklima, ist nachhaltig und leistet einen entscheidenden Beitrag zum Klimaschutz.“

Bei der Eröffnung der neuen Schule. Es spricht die Bezirksbürgermeisterin. Foto: Bezirk Mitte von Berlin
Bei der Eröffnung der neuen Schule. Es spricht die Bezirksbürgermeisterin. Foto: Bezirk Mitte von Berlin

Was wird aus der Schimmelschule?

Ende gut, alles gut? Wie das Bezirksamt informiert, gibt es inzwischen auch eine Entscheidung zum wegen Schimmelbefalls geschlossenen Schulhaus in der Guineastraße 17. Das unter Denkmalschutz stehende Bestandsgebäude soll grundsaniert und modernisiert werden. Zusätzlich soll ein neues großes Schulgebäude auf dem Gelände der Schule errichtet werden.

Weiterlesen zum Thema

Über die Ereignisse an der Anna-Lindh-Grundschule wurde im Brunnenmagazin bereits berichtet. Nachgelesen kann der Hergang der Geschehnisse in den Beiträgen Anna-Lindh-Schule zieht in neues Haus und Anna-Lindh-Schule: Neustart mit Stolpersteinen.

Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung des Bezirksamts Mitte und wurde von einem Menschen (um)geschrieben und ergänzt.

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