Wedding kurz und knapp – 18.2.25

Jeden Tag passiert etwas im Wedding und in Gesundbrunnen. Doch bei Nachrichten ist mehr nicht unbedingt besser. Deshalb kommen hier elf ausgewählte, kurze Meldungen mit neuen, wichtigen und interessanten Informationen aus dem Wedding und aus Gesundbrunnen.

Täter nach tödlichem Parklücken-Streit verurteilt

Im Streit um eine Parklücke in der Böttgerstraße hatte ein 30-Jähriger Mann im Juli vergangenen Jahren einen anderen erstochen. Am Montag (17.2.) hat das Berliner Landgericht das Urteil in dem Fall gesprochen. Der Täter ist werden Totschlags zu sechs Jahren Haft verurteilt worden. Mehr über den Fall steht in den Beiträgen Anteilnahme in der Böttgerstraße und Böttgerstraße: Hoffnungsvolles Gedenken.

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Der Platz an der Kreuzung Gerichtstraße, Lindower Straße und Reinickendorfer Straße wird umbenannt. Foto: Hensel
Der Platz an der Kreuzung Gerichtstraße, Lindower Straße und Reinickendorfer Straße wird umbenannt. Foto: Hensel

Nettelbeckplatz wird Martha-Ndumbe-Platz

Der Nettelbeckplatz bekommt einen neuen Namen und soll künftig „Martha-Ndumbe-Platz“ heißen. Das hat die Bezirksverordnetenversammlung in ihrer Januar-Sitzung beschlossen. Die Bezirkspolitiker bitten das Bezirksamt, die Namensänderung umzusetzen und eine feierliche Einweihung im Frühjahr zu organisieren. Darüber hinaus soll eine Informationstafel aufgestellt werden, die den historischen Hintergrund und die Bedeutung des neuen Namens erklärt. Die Umbenennung des Nettelbeckplatzes war angestoßen worden, weil der bisherige Name koloniale Bezüge hat.

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Neue Messerverbotszone auf dem Leopoldplatz

Auf dem Leopoldplatz und in den umliegenden Straßen gilt seit Samstag (15.2.) eine dauerhafte Waffen- und Messerverbotszone. Diese ist dort vom Senat sowie im Görlitzer Park und am Kottbusser Tor in Kreuzberg eingerichtet worden, damit die Polizei an diesen Kriminalitätsschwerpunkten besser gegen Gewalt vorgehen kann. Mit der Verordnung stellt der Senat klar, dass niemand in den drei Zonen Messer oder Waffen mit sich führen darf – auch keine Taschen- oder Küchenmesser. Die Polizei kann in den Verbotszonen verdachtsunabhängige Kontrollen durchführen. Zuwiderhandlungen können mit einem Bußgeld von bis zu 10.000 Euro geahndet werden, gefundene Messer und Waffen werden eingezogen. Die Messerverbotszone gilt für den Leopoldplatz, den Bahnhof Leopoldplatz, die angrenzende Maxstraße, Schulstraße, Müllerstraße und Nazarethkirchstraße. Weitere Informationen dazu gibt es auf der Webseite der Berliner Polizei.

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In den Neubau in der Reinickendorfer Straße zieht die Anna-Lindh-Schule. Foto: Schnell
In den Neubau in der Reinickendorfer Straße zieht die Anna-Lindh-Schule. Foto: Schnell

Anna-Lindh-Grundschule ist angekommen

Die Anna-Lindh-Grundschule ist in den Winterferien umgezogen. Sie befindet sich nun im gerade fertig gewordenen Neubau in der Reinickendorfer Straße. Die Schulgemeinschaft hatte ihren alten Standort 2022 verlassen müssen, weil die Gebäude mit Schimmel belastet waren und vom Bezirk gesperrt worden waren. Mehr als zwei Jahre hat ein Shuttlebus die Kinder täglich zum Ersatzstandort in der ehemaligen Air Berlin-Zentrale am Saatwinkler Damm gebracht. Der ursprüngliche Standort in der Guineastraße mit seinen denkmalgeschützten, aber verschimmelten Gebäuden im Afrikanischen Viertel soll saniert werden und später Platz für eine Sekundarschule bieten.

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Weddingmarkt auf dem Leopoldplatz. Foto: Hensel
Weddingmarkt auf dem Leopoldplatz. Foto: Hensel

Weddingmarkt-Saison startet am 11. Mai

Auch in diesem Jahr finden auf dem Leopoldplatz die beliebten Design- und Kunstmärkte statt. Die Saison des Weddingmarkts startet im Mai und geht bis kurz vor Weihnachten. Immer am zweiten Sonntag im Monat sowie an allen Adventssonntagen lädt Marktbetreiberin Sabrina Pützer zum Schlendern auf Weddings zentralem Platz ein. Pro Termin gibt es 100 Stände von Designern und Kunstschaffenden, dazu kommen jeweils zehn Gastro-Stände. Die ersten Weddingmärkte sind am 11. Mai, 8. Juni und 13. Juli. Weitere Informationen gibt es auf der Webseite des Weddingmarkts.

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Mehr BSR-Kieztage nach dem Müll-Gipfel

Das Bezirksamt will im Soldiner Kiez öfter den Sperrmüll abholen lassen. „Aufbauend auf den Ergebnissen des Müll-Gipfels plant das Bezirksamt, verstärkte Maßnahmen zur Müllvermeidung und zur Entfernung von Sperrmüll im Soldiner Kiez umzusetzen“, heißt es in einem Bezirksamtsbeschluss, der von Bezirksbürgermeistern Stefanie Remlinger (Grüne) formuliert worden ist. Gemeint ist, dass es in dem Kiez häufiger als bisher BSR-Kieztage geben soll. Darüber hinaus soll es „weitere Aktionen zur Sensibilisierung der Bevölkerung“ geben. Wie Stefanie Remlinger gleichzeitig ankündigt, plant das Bezirksamt außerdem eine neue Webseite, die Informationen zur Müllvermeidung, Sperrmüllabholung, BSR-Kieztagen sowie zu Tauschaktionen und Repair Cafés im Bezirk bereitstellt. Damit solle Orientierung gegeben werden und die Bürgerinnen und Bürgern „aktiv in die Bemühungen zur Stadtsauberkeit“ eingebunden werden.

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Wedding bekommt Franziska-Bereit-Platz

Der bisher namenlose Platz an der Ecke Malplaquetstraße und Utrechter Straße wird den Namen Franziska-Bereit-Platz erhalten. Das haben die Bezirksverordneten auf ihrer Sitzung (BVV) im Januar beschlossen. Überlegungen dazu, den Platz nach der Widerstandskämpferin gegen das NS-Regime zu benennen, gibt es bereits seit Jahren. Nun hat eine gemeinsamer Antrag der Grünen und der Linken in der BVV eine Mehrheit gefunden. Das Bezirksamt wird darin aufgefordert, die Benennung kurzfristig durch eine temporäre Markierung kenntlich zu machen, bis Geld für ein umfassenderes Gedenken zur Verfügung steht. Franziska Bereit war vor dem Zweiten Weltkrieg Hausmädchen bei der Familie Silbermann. Nach Kriegsausbruch versteckte sie mehrere Mitglieder der Familie Silbermann in ihrer Einzimmerwohnung im Wedding.

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Nach Rausschmiss: Kinderladen mit neuem Standort

Der Kinderladen am Schillerpark hat seine neuen Räume bezogen. Die Einrichtung befindet sich jetzt in einer ehemaligen Kneipe an der Ecke Türkenstraße und Edinburger Straße. Damit endet eine Phase, die die Existenz eines der ältesten Kinderläden Berlins bedroht hatte. Der private Vermieter hatte der Elterninitiative, die den Kinderladen betreibt, vor einem Jahr überraschend mitten im Kitajahr gekündigt. Der ehrenamtliche Kitavorstand hatte es mit viel Hartnäckigkeit geschafft, neue Räume in der Nähe des alten Standorts zu finden. Über den Fall hat es viele Medienberichte gegeben, auch im Brunnenmagazin (Die Zeit für den Kinderladen läuft ab, Zieht der Kinderladen am Schillerpark in die Kneipe?).

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Modellprojekt Scan-Cars wird eingestellt

Der Senat schließt die landesweite Geschäftsstelle „Digitale Parkraumbewirtschaftung“. Das teilte Bezirksstadtrat Christopher Schriner (Grüne) mit. Der Senat sowie die Bezirke Mitte und Friedrichshain-Kreuzberg waren an dem Modellprojekt beteiligt, das 2022 startete. Ziel war es, die Kontrolle der Parkraumbewirtschaftung mit Hilfe von Scan-Cars zu vereinfachen. Die Scan-Cars sollten fehlende Parktickets im Vorbeifahren erkennen können. Laut Bezirksstadtrat Schriner war der Senat nicht bereit, die Projektverantwortung zu übernehmen, es fehle an politischem Willen. „Der aktuelle Personalmangel stellt eine erhebliche Herausforderung bei der sachgerechten Kontrolle des ruhenden Verkehrs dar. Mit der bisherigen und zukünftig geplanten Ausweitung der Parkraumbewirtschaftung innerhalb von Berlin wird sich diese Situation weiter verschärfen. Eine digitale Parkraumüberwachung würde die betroffenen Ordnungsämter personell und finanziell enorm entlasten und Personal für andere Aufgaben freimachen“, so Christopher Schriner.

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S21: City-S-Bahn kommt doch noch nicht

Noch im ersten Quartal sollte die neue S-Bahn-Nord-Süd-Verbindung zwischen Gesundbrunnen und dem Berliner Hauptbahnhof in Betrieb genommen werden. Doch es kommt anders: Wie die Deutsche Bahn auf ihrer Webseite zur S21 mitteilt, gibt es bei technischen Abnahme der Verbindung Probleme. Es gibt keine neue Prognose für die Inbetriebnahme, die Bahn strebe aber an, die Strecke in diesem Jahr zu eröffnen. Bei der sogenannten City-S-Bahn (S21) reiht sich seit sieben Jahren Panne an Panne. 2011 haben die Planungen für den ersten Abschnitt der Nord-Süd-Verbindung begonnen, 2017 sollten die Züge rollen. Die S21 soll perspektivisch über den Potsdamer Platz und Yorckstraße bis zum Südkreuz weitergebaut werden. Damit soll eine zweite Nord-Süd-Strecke entstehen, die zur Entlastung des parallel verlaufenden Nord-Süd-Tunnels gedacht ist.

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Mehr Fledermäuse in der Flakturmruine

Der Berliner Unterwelten e.V. berichtet von der diesjährigen Fledermauszählung im Flakturm im Humboldthain. Der Bestand der streng geschützten Tiere, die dort ihren Winterschlaf machen, wird jedes Jahr überprüft. Bei dem diesjährigen Monitoring zusammen mit der Firma Myotis wurden im Winterquartier zehn Wasserfledermäuse, sieben Fransenfledermäuse, ein Großes Mausohr und drei nicht näher bestimmbare Fledermäuse entdeckt. Damit ruhen in der Flakturmruine in diesem Jahr mehr Tiere als im vergangenen Jahr, 2023 waren insgesamt 18 Tiere gezählt worden. Die Berliner Unterwelten gehen aber davon aus, dass in der Ruine ein weitaus höherer Bestand an Fledermäusen ist. Weil die Ruine aber schwer zugänglich ist, könnten nur ein Bruchteil bei Begehungen sichtbar sein. Während der Winterschlaf-Zeit pausieren die Führungen in der Flakturmruine. Ab dem 1. April wird der Flakturm wieder für die Touren geöffnet.

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