Eine Anwohnendeninitiative setzt sich seit Anfang 2023 für einen Kiezblock im Antonkiez ein. Die Initiative war erfolgreich, denn ab heute (14.10.) sollen die verkehrsberuhigenden Maßnahmen umgesetzt werden. Schon am Samstag, den 18. Oktober, sind auf dem neuen Fußgängerbereich in der Maxstraße ein Nachbarschaftsfest und ein BSR-Kieztag geplant.

Die Entstehung des Kiezblocks
Eine Gruppe von Anwohnerinnen und Anwohnern sammelte Anfang 2023 Unterschriften und brachte das Thema Verkehrsberuhigung im Antonkiez auf die politische Tagesordnung. Ende 2023 hat die Bezirksverordnetenversammlung den Beschluss gefasst, den Antonkiezblock einzurichten und den Durchgangsverkehr im Gebiet zwischen Müllerstraße, Schulstraße, Reinickendorfer Straße und Fennstraße mit baulichen Maßnahmen zu unterbinden. Nach mehreren Beteiligungsveranstaltungen und einer wissenschaftlichen Begleitung des Beteiligungsprozesses sollen die Maßnahmen nun umgesetzt werden.
Wie das Bezirksamt Mitte auf Nachfrage des Brunnenmagazins mitteilt, sollen die Bauarbeiten am Dienstag, den 14. Oktober, in der Maxstraße beginnen. „Am 8.10.2025 wurden im Bereich der Maxstraße zwischen Antonstraße und Scherer Straße Halteverbotsschilder aufgestellt. Am 14.10.2025 wird der Bereich mit Baustellenschranken zur Baustellensicherung abgesperrt und es wird mit dem Einbau der Poller begonnen“, so die Pressestelle des Bezirks. Darüber hinaus werden neue Verkehrszeichen aufgestellt. Diese Bauarbeiten in der Maxstraße sollen am Donnerstag (16.10.) abgeschlossen sein. Der komplette Antonkiezblock soll bis Jahresende fertig sein.

Antonkiezblock: Die Maßnahmen
Der Antonkiezblock wird nach dem „Kiezblock light“-Konzept umgesetzt. Das heißt, dass der Verkehr nur durch Poller und Einbahnstraßenregelungen gelenkt wird.
Die größte Kreuzung im Antonkiez befindet sich dort, wo Plantagen-, Adolf- und Prinz-Eugen-Straße zusammentreffen. Sie wird nun umgestaltet. Nach den Plänen wird hier ein sogenannter Modalfilter aufgestellt. Die Poller sollen den Verkehr an der fünfarmigen Kreuzung lenken und den Durchgangsverkehr unterbinden.
Auch die Kreuzung Antonstraße und Ruheplatzstraße bekommt eine Pollerreihe. Autos können hier nicht mehr durchfahren. Das Konzept zielt auf eine Beruhigung des Gebiets in der Anwonstraße und um die Wedding-Grundschule. In der Maxstraße soll durch zwei Modalfilter zwischen Antonstraße und Schererstraße eine Fußgängerzone entstehen. Auch hier geht es laut Konzept um die Erhöhung der Schulwegsicherheit. Gleichzeitig entsteht hier ein öffentlicher Raum, der auch für nachbarschaftliche Aktivitäten genutzt werden kann. Auf dieser Fläche findet auch das Fest am Samstag, den 18. Oktober, statt.

Das Eröffnungsfest
Die Anwohnendeninitiative lädt am Samstag, den 18. Oktober, von 12 bis 15 Uhr zu einem Spaghetti-Fest ein. Gemeinsam soll hier gegessen werden. Wer mitfeiern möchte, ist eingeladen, selbst Essen und Getränke mitzubringen. Spaghetti gibt es, so lange der Vorrat reicht. Bereits von 8 bis 13 Uhr findet auf der neuen Fußgängerzone ein BSR-Kieztag statt. Jede:r kann hier privaten Sperrmüll und Elektroschrott kostenfrei bei der Berliner Stadtreinigung (BSR) abgeben.
Das Eröffnungsfest wurde durch die Stadtteilkoordination Wedding Zentrum angestoßen und mit organisiert. „Das Bezirksamt begrüßt ausdrücklich, dass die Veranstaltung stattfindet und das Engagement aus der Nachbarschaft sichtbar wird“, schreibt die Pressestelle. Der für den öffentlichen Raum zuständige Bezirksstadtrat Christopher Schriner (Grüne) plane, an der Veranstaltung teilzunehmen.
Mehr über den Antonkiezblock steht auf der Webseite des Bezirksamts Mitte.
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