Bauprojekt kommt kaum voran: Dornröschen schläft weiter

Das geplante Bauprojekt in der ehemaligen Schule in der Putbusser Straße kommt nur langsam voran. Hier will die Degewo zusammen mit den Architekten von ps wedding Wohnungen und ein soziokulturelles Zentrum bauen. Zum 1. Juli sollte die Degewo Eigentümerin des Grundstücks werden und damit eine ungewöhnliche Kooperation beginnen (wir berichteten).

Die orangene Schule in der Putbusser Straße steht schon lange leer. Foto: Stefanie Ostertag
Die orangene Schule in der Putbusser Straße steht schon lange leer. Foto: Stefanie Ostertag

Am 1. Juli wurde der Schlüssel nun doch nicht übergeben. Eigentlich sollte die landeseigene Wohnungsbaugesellschaft Degewo an diesem Tag Eigentümerin des Grundstücks in der Putbusser Straße werden. Dann sollte ps wedding ein Erbbaurechtsvertrag – also eine Art langjährigen Mietvertrag für Grundstücke – angeboten werden und schließlich der Um- und Neubau in der Putbusser Straße beginnen. Damit wäre auch eine in Berlin einzigartige Kooperation zwischen einem landeseigenen Unternehmen und einer Non-Profit-Initiative geglückt.

Bauprojekt: Kooperation stockt

Weil die Übertragung des Grundstücks nicht geschehen ist, kann die Kooperation nicht beginnen. Der Grund für die Verzögerung ist ein Rechtsgutachten, das die Degewo in Auftrag gegeben hat. „Das Gutachten, das uns leider nicht vorliegt, kommt zu dem Schluss, dass die geplante Weitergabe eines Teilgrundstücks in Erbbaurecht an ps wedding zu den Konditionen der Sachwerteinbringung problematisch sein könnte“, schreibt ps wedding auf seiner Webseite. Tauchen nun bei der Degewo kurz vor Beginn des Modellprojekts Bedenken auf? „Wir befinden uns in einem laufenden Prozess und die Degewo hat das Grundstück noch nicht übereignet bekommen“, teilt Degewo-Pressesprecherin Sabrina Gohlisch im August auf Anfrage des brunnen-Magazins mit. Das selbst beauftragte Rechtsgutachten erwähnt sie nicht.

ps wedding will das seit 2011 leerstehende Haus von Asbest befreien und umbauen. Es sollen ein soziokultureller Treffpunkt für den Kiez und preiswerte Wohnungen entstehen. Auch die Degewo will auf dem Gelände Wohnungen bauen – teilweise preiswert. Die ersten Ideen für das Projekt von ps wedding entstanden bereits 2012. Die Kooperation mit der Degewo wurde im Jahr 2015 vereinbart.

Weiterlesen

Mehr über das Bauprojekt lesen Sie bei ps wedding.

Der Beitrag ist auch im gedruckten Kiezmagazin „brunnen“ erschienen. Er ist in der Ausgabe „Bahn frei – dank Zebrastreifen“ enthalten, die im dritten Quartal 2017 erschienen ist. Weitere Beiträge aus dieser Ausgabe sind im Beitrag Neues Kiezmagazin: Bahn frei – dank Zebrastreifen verlinkt.

📍 Kiez: ,

Kommentar verfassen

Entdecke mehr von Brunnenmagazin

Jetzt abonnieren, um weiterzulesen und auf das gesamte Archiv zuzugreifen.

Weiterlesen