Diesterweg: Zukunft weiter ungewiss

Seit 2011 steht das ehemalige Schulgelände in der Putbusser Straße leer. Für die weitere Nutzung gab es viele, teils konkrete Pläne. Seit der Bezirk im vergangenen Jahr seinen Bedarf angemeldet hat, ist die Zukunft des ehemaligen Diesterweg-Areals ungewiss. Nun wird am runden Tisch diskutiert.

Das alternative Wohnbauprojekt „ps wedding“ war bis zum vergangenen Jahr das allseits bevorzugte Projekt für das Gelände. Zusammen mit dem städtischen Wohnungsbauunternehmen degewo sollten günstige Mietwohnungen sowie ein Nachbarschaftszentrum entstehen. Auch geflüchtete Menschen sollten auf dem Areal wohnen können.

ehemaliges Diesterweg-Gymnasium
Was wird aus der alten Schule? Foto: Dominique Hensel

Im Herbst 2018 identifizierte der Bezirk Mitte das Gelände jedoch als Fläche für den Neubau einer weiterführenden Schule. Auf einer Informationsveranstaltung Anfang Mai hatten die Bezirksstadträte Ephraim Gothe (Stadtentwicklung, SPD) und Carsten Spallek (Schule, CDU) die Pläne des Bezirks für den Schulneubau vorgestellt. Aufgrund des Nutzungskonflikts wurde ein runder Tisch eingerichtet. An ihm reden nun Vertreter des Bezirks Mitte, Stadtentwicklungssenatorin Katrin Lompscher (Linke), Landes- und Bezirkspolitiker verschiedener Parteien, das Quartiersmanagement Brunnenstraße, „ps wedding“ und Akteure aus dem Kiez über die Zukunft des Geländes.

Ex-Diesterweg-Gelände: Keine Einigung

Das erste Treffen des runden Tisches im Juni brachte jedoch noch keine Einigung. Vielmehr wurden die verschiedenen Standpunkte ausgetauscht. Der Bezirk möchte das bestehende Gebäude abreißen und einen Schulneubau realisieren. Katrin Lompscher unterstützt die im Brunnenviertel verankerte Initiative „ps wedding“. Vertreter des Projekts hatten bei dem Treffen einen Kompromissplan vorgelegt. Sie schlagen ein integriertes Campuskonzept vor. Neben einem Schulneubau soll im Bestandsgebäude und in einem Neubau Folgendes entstehen: besonders günstige Wohnungen, ein soziokulturelles Zentrum, eine Kita und eine Bibliothek. Der Bezirk meldete Bedenken hinsichtlich der Finanzier- und Umsetzbarkeit an.

Der runde Tisch sollte am 14. August erneut zusammenkommen (Termin wurde verschoben und fand bisher nicht statt – Anm. d. Red.). Nach dem Willen des Bezirksamts soll bis zum Herbst eine Lösung gefunden sein.

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Der Text ist im Kiezmagazin „Eine Spielwiese für alle“ enthalten, das im dritten Quartal 2019 erschienen ist. Weitere Text aus dieser Ausgabe sind im Beitrag Kiezmagazin unterwegs im Humboldthain gesammelt und verlinkt.

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Kommentar

  1. […] ich zur Schule gegangen. Viele Jahre fuhr ich mit der U-Bahn vom Leopoldplatz zur Volta-Straße. Hier ein Artikel zum jetzigen Zustand meiner Schule im […]

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