FÖJ – für Natur und Umwelt im Wedding

Wer nach dem Schulabschluss nicht unmittelbar in eine Ausbildung starten möchte, der geht vielleicht in einen Weddinger Garten, arbeitet am Schreibtisch an einer nachhaltigen Zukunft oder hilft, Umweltbildung zu den Menschen zu bringen. Das Freiwillige Ökologische Jahr (FÖJ) in Berlin gibt es seit 1993. Es bietet jungen Menschen zwischen 15 und 27 Jahren die Möglichkeit, die Zeit zwischen Schulabschluss und Berufsausbildung sinnvoll zu nutzen und sich aktiv für Natur und Umwelt einzusetzen. Am Montag (2.9.) hat im Atze Musiktheater bei einer Auftaktveranstaltung die nächste FÖJ-Runde begonnen.

Freiwilliges Ökologisches Jahr im Wedding

Rund 360 junge Menschen werden sich ab jetzt ein Jahr lang in verschiedenen Umwelt- und Naturschutzprojekten in Berlin engagieren. ImWedding gibt es fünf Einsatzstellen. Der solidarische Lehrgarten ElisaBeet im Soldiner Kiez bietet FÖJ-Plätze an, der Gemeinschaftsgarten Himmelbeet in der Gartenstraße ebenfalls. Freiwillige können sich aber auch in den Projekten von Yesil Cember ausprobieren. Der Verein mit Sitz in der Schwedenstraße schafft durch kulturspezifische (deutsch-türkische) Aufklärungs- und Lernangebote im Umweltschutz Beteiligungsmöglichkeiten für neue Zielgruppen. Auch die AWO Mitte in der Hochstädter Straße nimmt Freiwillige auf. Wer hier eingesetzt wird, unterstützt die Abteilung Nachhaltigkeit und Klimagerechtigkeit. Der fünfte Einsatzort im Stadtteil ist der Naturkindergarten Wedding am Dohnagestell. Die 2021 gegründete Elterninitiativkita hat ihren Schwerpunkt auf der Bildung für nachhaltige Entwicklung. Wer hier eine Freiwilliges Ökologische Jahr absolviert, verbringt den überwiegenden Teil des Tages zusammen mit den Kitakindern an der frischen Luft auf dem Kitagelände oder im angrenzenden Goethepark und in den Rehbergen.

Auftakt im Atze Musiktheater

Zum Start des neuen Jahrgangs war auch Umweltsenatorin Ute Bonde ins Atze Musiktheater gekommen. Sie betonte die Bedeutung des FÖJ für eine nachhaltige Zukunft der Stadt. „Die Arbeit, die die Freiwilligen in den kommenden Monaten leisten werden, ist von unschätzbarem Wert für den Schutz unserer natürlichen Lebensgrundlagen. Denn diese jungen Menschen leisten einen entscheidenden Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz in unserer Stadt. Sie sind nicht nur die Akteurinnen und Akteure von morgen, die uns helfen, Berlin noch lebenswerter und grüner zu machen. Sie setzen auch ein starkes Zeichen für den gesellschaftlichen Wandel, den wir so dringend benötigen“, sagte die Senatorin.

Bei der Veranstaltung im Atze Musiktheater. Foto: Stiftung Naturschutz Berlin/Jana Kotte
Bei der Veranstaltung im Atze Musiktheater. Foto: Stiftung Naturschutz Berlin/Jana Kotte

Annette Nawrath, Vorstandsvorsitzende der Stiftung Naturschutz Berlin (SNB), betonte ebenfalls die Bedeutung des ehrenamtlichen Engagements: „Die Stiftung Naturschutz Berlin als verantwortlicher FÖJ-Träger ist stolz darauf, die nächste Generation von Umweltschützerinnen und Umweltschützern auf ihrem Weg zu begleiten und zu stärken. Wir sind gespannt, welche neuen Impulse und Ideen diese jungen Menschen beim Einsatz für unsere Natur und Umwelt einbringen werden.“

Über das Freiwillige Ökologische Jahr

In Berlin nutzen in diesem Jahrgang insgesamt rund 360 Jugendliche die Chance, im Rahmen des FÖJ Erfahrungen zu sammeln und sich beruflich zu orientieren. In Berlin wird das FÖJ von drei anerkannten Trägern organisiert und umfasst mehr als 300 Einsatzstellen​. Die landeseigene Stiftung Naturschutz Berlin ist eine von drei Trägerorganisationen und vermittelt 190 Plätze an verschiedene Einrichtungen. Finanziert werden die Freiwilligen durch die Einsatzstellen sowie aus Landes-, Bundes- und EU-Mitteln. Sie erhalten monatlich 320 Euro Taschengeld, jeweils 100 Euro Zuschuss zu Unterkunft und Verpflegung, 30 Euro für Fahrtkosten sowie Kindergeld.

Freiwillig im Einsatz für die Natur. Foto: Stiftung Naturschutz Berlin
Freiwillig im Einsatz für die Natur. Foto: Stiftung Naturschutz Berlin

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Weitere Beiträge über Nachhaltigkeit im Wedding und in Gesundbrunnen stehen auf der Seite Nachhaltigkeit im Wedding.

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