Gestern und heute: Die Wattstraße

Die beiden Bilder zeigen die Wattstraße zwischen Usedomer Straße und Voltastraße, 1936 und heute. Ein historischer Bildervergleich von Ralf Schmiedecke.

Die Wattstraße 1936. Foto: Sammlung Ralf Schmiedecke
Die Wattstraße 1936. Foto: Sammlung Ralf Schmiedecke

Durch die gesamte Wattstraße fuhr einst die Straßenbahn, die vor den Industriebauten der AEG von Architekt Peter Behrends in die Voltastraße links abbog. Wo sich einst die Schienen befanden, ist heute noch deutlich an der Kopfsteinpflasterung zu erkennen.

Benannt wurde die Straße am 1. September 1897 nach dem britischen Ingenieur und Erfinder James Watt (1736–1819), der die Dampfmaschine von Thomas Newcomen optimierte und somit technisch nutzbar machte. Er verstarb vor genau 200 Jahren, also am 25. August.

Anstelle des Fahrradübungsplatzes von Richard Schmidt in der Wattstraße 16 entstand in den Jahren 1901/02 die 241. und 250. Gemeindeschule mit einem Lehrerwohnhaus mit hohem Giebel an der Straße und einem großem dreiflügligen Schulgebäude sowie einer Turnhalle im Hof. Alle Bauten im Stil der Neorenaissance wurden nach Plänen des Berliner Stadtbaurates Ludwig Hoffmann errichtet. Zum Zeitpunkt der historischen Aufnahme war hier auch die 19. Städtische Volksbibliothek untergebracht.

Alle Bauten der Wattstraße, die auf dem alten Foto zu sehen sind, wurden im Krieg zerstört.

Die Wattstraße 2019. Foto: Ralf Schmiedecke
Die Wattstraße 2019. Foto: Ralf Schmiedecke

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Weitere historische Aufnahmen aus dem Brunnenviertel im Vergleich mit aktuellen Vergleichsfotos von Ralf Schmiedecke gibt es hier: Gestern & heute

Der Text ist im Kiezmagazin „Eine Spielwiese für alle“ enthalten, das im dritten Quartal 2019 erschienen ist. Weitere Text aus dieser Ausgabe sind im Beitrag Kiezmagazin unterwegs im Humboldthain gesammelt und verlinkt.

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