Zwei Fotos aus verschiedenen Zeiten, ein Motiv. Dazu gibt es eine historische Einordnung. In diesem Teil unserer historischen Kolumne „Gestern und heute“ beschäftigt sich Ralf Schmiedecke mit der Ecke Jasmunder und Stralsunder Straße.

Das historische Foto zeigt das Eckhaus Jasmunder Straße 1 / Stralsunder Straße 32 um 1933. Seinerzeit befand sich hier eine typische Eckkneipe, die Walter Böhl führte. Die nur 320 Meter kurze, als Straße Nr. 86b der Abteilung IX des Berliner Bebauungsplans projektierte Straße erhielt ihren Namen am 4. April 1895 nach dem Jasmund, der ein Teil der Halbinselkette im Nordosten der Insel Rügen ist. Die Landschaft in Mecklenburg-Vorpommern ist durch ihre berühmten Kreidefelsen bekannt.
Da die 1863 benannte Stralsunder Straße bereits vorher angelegt worden war, entstand ein längliches Randgrundstück, auf dem 1896 das Eckgebäude mit linkem Seitenflügel mit 16 Wohnungen und Läden errichtet wurde. Bemerkenswert sind die blinden Fensternischen an der Schräge und in der Jasmunder Straße mit ihrer fortführenden Stuckatur. Den Zweiten Weltkrieg überstanden, wurde das Gebäude um 1981 abgebrochen. Lediglich das links davon zu sehende denkmalgeschützte Werkstatt- und Personalgebäude (Jasmunder Straße 2/2a), das 1910 bis 1912 nach Plänen von Franz Ahrens für die Allgemeine Berliner Omnibus-Aktien-Gesellschaft, seit 1928 zur BVG gehörig, erbaut worden ist, blieb erhalten.

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Der Beitrag ist auch im gedruckten Kiezmagazin „brunnen“ erschienen. Er ist in der Ausgabe enthalten, die im zweiten Quartal 2017 erschienen ist. Weitere Beiträge aus dieser Ausgabe sind im Beitrag Neues Kiezmagazin zum alten Diesterweg-Gymnasium verlinkt. Weitere Teile der Reihe „Gestern und heute“ von Ralf Schmiedecke sind sie unter dem Suchbegriff Gestern und heute zu finden.

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