Gestern und heute: Putbusser Straße

Die Putbusser Straße im Jahre 1904 und heute, von der Ramlerstraße aus gesehen. Zwei Fotos aus verschiedenen Zeiten, ein Motiv. Dazu gibt es eine historische Einordnung von Ralf Schmiedecke.

Die Putbusser Straße an der Ecke zur Ramlerstraße 1904. Foto: Sammlung Ralf Schmiedecke
Die Putbusser Straße an der Ecke zur Ramlerstraße 1904. Foto: Sammlung Ralf Schmiedecke

Die Straße Nr. 30 der Abteilung XI des Berliner Bebauungsplans erhielt am 2. April 1891 den Namen der Stadt Putbus auf Rügen. Zugleich wird mit der Benennung des Fürsten Wilhelm Malte zu Putbus (1833–1907) gedacht, der einer der Aktionäre beim Bau der Berliner Nordbahn war.

Das links zu sehende Mietshaus Ramlerstraße 6/Putbusser Straße 28 (heute 27) mit seinen großzügigen Loggien wurde 1894 durch den Bauunternehmer Hahn mit einer stumpfen Ecke errichtet. Der davor liegende Platz ist seit jeher als begrünter Schankgarten genutzt worden. Seinerzeit führte der Gastwirt Axel Bohé die Restauration.

Die Putbusser Straße an der Ecke Ramlerstraße 2018. Foto: Ralf Schmiedecke
Die Putbusser Straße an der Ecke Ramlerstraße 2018. Foto: Ralf Schmiedecke

An der Ecke zur Putbusser Straße gab es jahrelang das Eisen- und Haushaltwarengeschäft von Ernst Brennicke. Davor befindet sich noch heute die hierher umgesetzte Litfaßsäule. Fast alle der 1891/92 entstandenen Bauten auf der rechten Bildseite zur Rügener Straße haben die Wirren des Zweiten Weltkriegs überstanden. Ende der 1970er Jahre wurden die hinteren Gebäudeteile abgerissen, aber die Vorderhäuser der Putbusser Straße 31–28/Ecke Ramlerstraße 5 mit dem originalen gründerzeitlichen Fassadenschmuck erhalten.

Ursprünglich befand sich in der Ramlerstraße auch eine eingleisige Straßenbahnverbindung mit einer Wendestelle zur Brunnenstraße. In der Nachkriegszeit entstand hier eine großzügige Wendeschleife über die Brunnenstraße, Rügener- und Swinemünder Straße, wo mehrere Linien zum Bahnhof Gesundbrunnen endeten.

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Der Text ist im dritten Quartal 2018 im Kiezmagazin „Willkommen Nachbarn!“ erschienen. Weitere Texte aus der Ausgabe sind im Beitrag Neues Kiezmagazin: Willkommen Nachbarn! gesammelt und verlinkt. Mehr Texte aus der Reihe von Ralf Schmiedecke sind unter dem Stichwort Gestern und heute zu finden.

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