Die Sanierung der beiden stark genutzten Schwimmbäder in Wedding und Gesundbrunnen wird konkreter. Für das Kombibad in der Seestraße und das Sommerbad im Humboldthain zeichnen sich erstmals belastbare Zeitpläne und Investitionssummen ab. Grundlage sind unter anderem Mittel aus dem sogenannten Klimapakt zur energetischen Modernisierung öffentlicher Infrastruktur. Während die Berliner Bäder-Betriebe sich mit Details noch zurückhalten, liefert eine Antwort der Senatsverwaltung für Sport auf eine Anfrage eines Abgeordneten erstmals genauere Zahlen.

Mehr Geld durch den Klimapakt
Von den Berliner Bäder-Betrieben heißt es auf Anfrage des Brunnenmagazins: „Nach der Unterzeichnung des Klimapaktes stehen den Berliner Bäder-Betrieben zusätzliche Mittel für energetische Sanierungen zur Verfügung“. In einer Pressemitteilung Ende Januar hatte das kommunale Unternehmen unter anderem eine Generalsanierung für das Kombibad in der Seestraße angekündigt.
Für das Kombibad Seestraße stellt eine Sprecherin eine „grundhafte Sanierung“ für den Zeitraum ab 2028 in Aussicht. „Konkrete Aussagen zum Vorhaben an der Seestraße sind derzeit noch nicht möglich“, heißt es weiter. Die Maßnahmen aus dem Klimapakt, einem Investitionsprogramm des Berliner Senats zur energetischen Modernisierung öffentlicher Infrastruktur, sind generell bis zum Jahr 2030 ausgelegt. Der kommunale Betreiber erhält über dieses Programm bis zum Jahr 2030 mehr als 200 Millionen Euro, um Schwimmbäder klimafreundlich und energieeffizient umzubauen.
Konkrete Planung für das Kombibad Seestraße
Nahezu zeitgleich mit der Pressemitteilung Ende Januar erhielt der Abgeordnete Kristian Ronneburg (LINKE) eine Antwort auf seine Anfrage von der Senatssportverwaltung. Dem darin dargelegten Zeitplan zufolge soll die Planung für die grundhafte Sanierung des Kombibads Seestraße 2027 erfolgen, wofür 2,4 Millionen Euro eingeplant sind. Die Sanierung selbst soll von 2028 bis 2030 erfolgen. Dafür stehen laut Senatssportverwaltung rund 42 Millionen Euro aus dem Klimapakt zur Verfügung.

Humboldthain: Sanierung weiter in der Planung
Auch zur seit Jahren geplanten und immer wieder verschobenen Sanierung des Sommerbads Humboldthain macht die Senatssportverwaltung eine Aussage. Das Bad soll ein Edelstahlbecken erhalten. Demnach ist das Projekt in einer frühen Planungsphase – die Umsetzung ist für 2030 bis 2032 geplant und soll zirka 8,5 Millionen Euro kosten. Eine konkrete Finanzierungsquelle wird nicht genannt. Die Maßnahme kann nicht mehr aus dem 2030 endenden Klimapakt finanziert werden. In der Antwort auf die Anfrage des Abgeordneten Kristian Ronneburg ist lediglich vermerkt, dass eine Investition aus dem Landeshaushalt vorgesehen ist.
Während in der Seestraße Badegäste unter der Traglufthallendecke schwimmen und das Sommerbad im Humboldthain im Winterschlaf auf die neue Saison wartet, ist nun zumindest klar: Die Sanierung der beiden stark genutzten Schwimmbäder rückt wieder konkreter in den Fokus.
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